Unboxing: Blood Red Skies

Moin moin und willkommen zu einem Unboxing!

Im vergangenen Jahr haben Warlord Games ein neues Tabletop rund um die Luftkämpfe des zweiten Weltkrieges angekündigt: „Blood Red Skies“. Als nun die zweite Welle angekündigt wurde haben wir die Gelegenheit bekommen einen näheren blick auf die Starter-box „Battle of Britain“ zu werfen. Vielen Dank an Christian von Warlord Games.

Für das Spiel gibt es momentan von jeder der 5 Fraktionen (England, Japan, Russland, USA und Deutschland) jeweils eine Fliegerstaffel und jeweils ein Flieger-Ass, welches ebenfalls in einem der bereits verfügbaren Flugzeugtypen unterwegs ist.

Wie so oft beim Tabletop und Wargaming ist das Spiel auf ein Gefecht zwischen zwei  Spielern ausgelegt. Die Regeln sind simpel gehalten, um ein schnelles und vor allem taktisches Spiel zu ermöglichen. Auf die Regelmechanik und das Spielgefühl wollen wir in einem separaten Podcast eingehen. In diesem Blog werfen wir also einen ausführlichen Blick auf das Spielmaterial.

Der Blick in den Karton: 12 Flugzeuge und die Regelhefte.

Die Starboxbeinhaltet 12 Flugzeuge mit den zugehörigen Flugbasen. Enthalten sind also sechs deutsche Messerschmitt BF-109 und sechs Supermarine Spitfires. Daneben enthalten sind drei Bomberschablonen die beidseitig bedruckt sind, so dass beide Fraktionen als Angreifer bzw. Verteidiger in einer Eskortmission agieren können. In Der Box sind drei Regelhefte enthalten.

Die Regeln, sauber verteilt auf 3 kurze Hefte.
Alle Übersichten sind möglichst einfach gehalten.

Neben den einfachen Regeln rund um die Bewegung, das Angreifen und die spezielle „Vorteil“-Mechanik sind ein Heft mit Szenarien und den etwas komplexeren Erweiterungsregeln enthalten. Dier Erweiterungsregeln beinhalten den Einsatz spezieller Spielkarten die von der Hand gespielt werden um mehr Abwechslung und Spannung in die Dogfights zu bringen. Ohne den Einsatz der Spielkarten sind beide Flugzeugtypen von den Spielwerten her identisch, weshalb Warlord Games empfiehlt diese Regeln hinzuzunehmen, sobald man die Grundmechanik verinnerlicht hat. Das Szenarioheft beschreibt den Aufbau einer Fliegerstaffel für ausgeglichene Spiele und beschreibt ebenfalls 4 Szenarien vom einfach Aufklärungsflug bis hin zur Bombereskorte.

Die Aufteilung des Kartons. Alle Spielmarker sind noch in den Ausstanzbögen.
Die Würfel und Sticker der Box. Ja Sticker! Keine Decals.

Die Starterbox enthält ebenfalls 10 Würfel, Sticker für die Hoheitsabzeichen der Luftwaffe und Royal Air Force, Spielkarten, Wolken- / Ballonmarker, Messwerkzeuge, Übersichtskarten, Pilotenmarker und die bereits erwähnten Bomber.

Die Bombermarker
Wolken auf der einen Seite…
… Ballons auf der anderen.
Die Flugzeugmodelle aus farbigem PVC.

Die Miniaturen der Kampfflugzeuge sind aus dem handelsüblichen Brettspiel PVC und sind bereits in unterschiedlichen Farben produziert. als Material PVC zu verwenden hat natürlich wie immer den Vorteil, dass die Modelle nicht so leicht abbrechen, jedoch auch den Nachteil, dass sie leicht verbiegen, wie ihr auf den Bildern sehen könnt.

In der Nahaufnahme sind Grate zu sehen.

Sowohl die Spitfire als auch die Bf-109 haben Gussgrate an den Seiten der Rümpfe, die vor einer Bemalung  am besten mit einem Bastelmesser zu entfernen sind. Ein stumpfer Entgrater geht natürlich auch, allerdings dauert es bei dem weichen Material damit etwas länger.

Die Flugzeuge auf den Flugbasen.
Die Vertiefungen lassen den Einsatz von Washes und Blacklining zu.

Die Flugzeuge lassen sich übrigens sehr gut auf Streichhölzer stecken, sodass einer Grundierung und Bemalung nichts im Wege steht. Die starken „Rillen” auf den Maschinen laden ein Washes zu nutzen oder Blacklining zu üben. Nach dem Entgraten und Grundieren fallen die Gussgrate an den Maschinen nicht mehr auf. Lediglich die hier und da verbogenen Flügel bleiben zu sehen. Aus der Entfernung am Spieltisch fallen die teilweise krummen Flügel jedoch kaum auf. Das Zurechtbiegen in warmen Wasser bringt jedoch nichts, wenn man die Maschinen weiterhin in den mitgelieferten Einlegeböden lagert, da diese eher zum Verbiegen beitragen.

Disadvantaged, neutral und advantaged sind die drei Position die eine Maschine in BRS haben kann.

Besonders gut gefallen und die Flugbasen aus klarem Acryl die extra für das Spiel entworfen wurden. Um anzuzeigen ob ein Flieger in einer vorteilhaften, neutralen oder nachteiligen Position ist, kann man diese entsprechend „kippen“. Da Höhe im Luftkampf von Vorteil ist deutet also eine nach oben zeigende Schnauze einen Vorteil an. In die runden Basen können ähnlich wie bei X-Wing Pilotenmarker eingelegt werden. Diese zeigen an, wie gut der Pilot ausgebildet ist und reichen von einer 2 (Rookie) bis zu einer 5 (Ace). Mit den Erweiterungen können auch namhafte Piloten wie Sailor Malan und Adolf Galland eingesetzt werden, deren Pilotenmarker dann ihren Namen und den Pilotenwert 5 zeigen.

Die Propagandaposter.

Alle Spielkarten sind im Stile von Propagandapostern gestaltet und tragen damit sehr zur Atmosphäre des Spiels bei. Jede Maschine verfügt über spezielle Fähigkeiten (Traits), jede Nation hat eigene Theatre- und Doctrinekarten, welche das Spielgeschehen beeinflussen und jedes Fliegerass bekommt einen eigenen Skill um die Überlegenheit dieser Piloten darzustellen.

Die Regelübersichten für beide Spieler.

Sehr schön gestaltet sind die beiden Regelübersichten die in der Grundbox enthalten sind. Sie erklären deutlich die Zugreihenfolge und die speziellen Mechaniken für den Beschuss der Feindmaschinen.

Toms Messerschmitt heben ab.

Auf dem Redaktionstreffen im Mai habe ich meinen  12 Maschinen mit Daniels Unterstützung bereits einen ersten Anstrich verpasst. Wie immer war mir die historische Korrektheit der Maschinen nicht super wichtig, aber ich habe mir Bilder im Internet gesucht um zumindest grob eine glaubwürdige Bemalung hinzubekommen. Die Bemalung fiel eher zweckmäßig aus, aber Liebhaber können hier einiges aus den Modellen herausholen. Enttäuscht war ich nur davon, dass die mitgelieferten Sticker auf weißem und nicht transparentem Grund gedruckt sind, sodass die Balkenkreuze auf den deutschen Maschinen von einem weißen Rechteck umgeben wären. Stattdessen werde ich mir jetzt ordentliche Decals suchen.

Der letzte Wash muss trocknen, dann kann es losgehen.

Soviel also zu unserem Ersteindruck und Unboxing von Blood Red Skies. Im Podcast werden wir dann näher auf das Spielgefühl und die Spielmechanik eingehen. Wir hoffen dieser Artikel hat euch gefallen und wir würden uns sehr freuen euch bald wieder auf unserer neuen Webseite begrüßen zu dürfen! Habt ihr Blood Red Skies schon gespielt? Wie findet ihr das Spiel und das Unboxing? Lasst uns gerne euer Feedback da!

Bis zum nächsten Mal.

Links:

http://www.warlordgames.com/blood-red-skies-box-game/

Über Tom

Tom ist seit 2014 bei Magabotato. Er hatte die Idee für den Podcast und ist seitdem der offizielle Podcast-Heini. Nebenher bloggt er bei Magabotato und wenn Not am Mann ist schreibt er auch mal News. Tom spielt vieles und hauptsächlich Fantasy. Sein derzeitiges Hauptsystem ist Freebooters Fate.

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19 Comments on “Unboxing: Blood Red Skies”

  1. Danke für den Bericht. Blood Red Skies weckt immer wieder mein Interesse. Ich denke, ich habe es nur mangels Spielpartner noch nicht angefangen.

  2. Könnte das Unboxing so mit unterschreiben. Habe genau den gleichen Eindruck. Am meisten habe ich mich auch über die “Sticker” gewundert und den Kopf geschüttelt. An ein paar Stellen sind Gussgrate echt schlecht weg zu bekommen. Meine den Bereich am Seitenleitwerk hinter Höhenleitwerk.
    Gespielt habe ich leider auch noch nicht. Momentan sind meine Spitfire fertig bemalt und arbeite gerade an den ME 109. Dann mal schauen wie sich die doch einfache aber interessant Regelmechanik (Vorteil/ Neutral/ Nachteil) im Spiel macht.

    1. Ja die Grate am Seitenleitwerk sind etwas störend. Gespielt habe ich nun schon 2-3 Partien auf dem Teamwochenende. Die Mechanik mag ich aber muss für den Podcast noch etwas testen.

    1. Ich glaube das ginge mir das exakt genauso, wobei sich BRS wirklich ganz anders spielt und zum Beispiel der Abschuss von Flugzeugen nur ein Nebeneffekt ist. Ich würde unglaublich gerne noch einmal Wings of Glory spielen.

  3. Also die Sticker sind wirklich quatsch…nicht nur der weiße Rand würde mich stören, sondern auch einfach die Tatsache, das Sticker auf runden Oberflächen, wie sie bei Fliegern oft zu finden sind, oft sich sehr leicht lösen. Auf einer streng flachen Fläche sind sie durchaus brauchbar, aber bei Fliegern ist das wirklich eher unnötig

  4. Sehr gutes Review zu einem für mich durchaus interessanten Spiel.
    Das mit den materialbedingt gebogenen Flügeln und den Aufklebern ist zwar schade, aber verkraftbar.
    Ich bin mal gespannt, welche Flugzeugtypen in Zukunft noch erscheinen werden. Interessant fände ich es, wenn es z.B. noch spätere Ausführungen der hier beiliegenden Flieger geben würde. Natürlich nicht jede einzelne Ausführung, die würde man in dem Maßstab ja kaum unterscheiden können. Aber beispielsweise eine modernere 109 mit anderer Nase (für die Ausführungen F und G z.B.) oder eine Spitfire mit Vollhaube wäre schon was. Ansonsten auch gerne Bomber, ggf. Schlachtflugzeuge.
    Aber erstmal sehen wie das Spiel läuft, dann kann man weitersehen. Auf den dazugehörigen Podcast bin ich jedenfalls sehr gespannt 🙂

    PS: Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass man endlich die Bilder vergrößern kann. Sehr gute Verbesserung 🙂

    1. Ja einer der vielen, vielen Vorzüge einer WordPress Seite, das kommt da fast alles standardmäßig. Zu den Ausführungen: ich gehe davon aus, dass man eher neue Karten veröffentlicht und so andere Ausführungen darstellt. Ich denke nicht, dass für eine geänderte Schnauze oder Haube eine neue Form gemacht wird. Die FLugzeuge sind so klein da sieht man den Unterschied beim Spielen vermutlich eh nicht. Ich hoffe sehr stark auf weitere Flieger…. FW190 oder ME262, bei den Briten die Hurricane oder Tempest, die Amis mit ihren Thundercats oder gar die Sowjetunion mit den Yak3

      1. Stimmt natürlich auch wieder. War auch eher Wunschdenken meinerseits^^ Notfalls kann man ja versuchen die Nasen mit Greenstuff etwas zu bearbeiten, falls man Wert drauf legt.
        Bei den anderen Maschinen stimme ich dir allerdings zu.
        Im übrigen: Schicke Tarnmuster 😉

      2. Schäme dich Tom >:(

        Die heißen “Thunderbolt” und waren die besten Maschinen im WW2! Nicht die ollen Spitfires und Mustangs! 6,5t schwer und fast nicht vom Himmel zu holen 😛

        Aber ja ich gebe dir Recht, die spannenden Maschinen fehlen noch, besonders auf russischer Seite mit der MiG-1 und der IL-2 “Schturmowik”… die Yak’s gibbet’s schon!

        Wenn dann noch eine Erweiterung mit Bombern kommt greife ich dann auch spätestens zu!

        Ansonsten… tolles Unboxing!

        1. Ups, wo war ich da denn in Gedanken… ich meinte ne ganze andere Maschine. Die Corsair auf US Seite… irgendwie schwebte mir das wohl der Name im Kopf rum. Ist natürlich Quatsch.

          Ich möchte ja richtighe Bombermodelle, so ne Flying Fortress oder was von Heinkel. 😉

  5. Vielen Dank für das Unboxing und den schönen, lesenswerten Artikel. Auch die neue Seite ist eine starke Verbesserung (besonders die Mobilansicht) im Vergleich zur Alten. Ich drück euch die Daume, dass ihr durch den Einsatz von WordPress keine ungebetenen Gäste auf eurem Server bekommt, da das WordPress-Sicherheitskonzept auf jedenfall Raum für Verbesserungen in der Zukunft läßt. Auch das man die Bilder vergrößern kann ist echt stark. Bitte schaut mal, ob ihr für das Bildvergrößern nicht eine Lightbox nutzen mögt, so das man auf der Seite an der Stelle im Text bleibt statt diese zu verlassen um eine große Version des Bildes zu laden. Afaik ist eine Lightbox bei WordPress mit dabei und dazu kann man, wenn man mag unter vielen weiteren Lightboxen eine Auswahl treffen und auf der Seite dazu “stöpseln”, vielleicht ist der Einsatz so einer Lightbox ja eine Überlegung wert. Ist aber nur eine Komfortfunktion und damit nicht kriegsentscheidend. 🙂

  6. Schönes Unboxing, so nen bisschen fürchte ich mich ja schon vor dem Podcast 😉
    Frostgrave und Dead Man’s Hand hab ich auch wegen euch angefangen und Blood Red Skies macht auch Lust auf mehr.
    Hoffentlich kommen da noch was, Luftwaffe, RAF und Co. bieten soviel mehr als nur die Standardjäger. Spätestens mit etwas mehr Auswahl kommts mir auf jeden Fall ins Haus.

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