Review: Rotten Factory

Mit dem Projektstart meiner Death Guard Armee für Warhammer 40K bin ich auf der Suche nach alternativen Modellen gewesen. Somit bin ich auf Rotten Factory gestoßen, die allerhand mutierte Miniaturen im Sortiment, die optisch hervorragend passen würden.

Also habe ich einfach mal Kontakt aufgenommen und mir 2 Miniaturen bestellt. Als das Paket ankam musste ich freudiger Weise feststellen, dass sogar 4 Minis enthalten sind. Vielen Dank dafür.

Rotten Factory bietet eine Vielzahl von Fantasy-Figuren aus Resin im 28mm Maßstab an. Von Chaoskriegern in voller Rüstung über Dämonen bis hin zu großen Monstern und Riesen ist fast alles vertreten. Seit kurzem bieten sie auch kleine Geländestücke und Säulen an, die aber leider erst nach meiner Bestellung erschienen sind.

Folgende Miniaturen möchte ich für euch näher beleuchten:

Humalkas – 21,07 €
Oneye – 8,19 €
Kapabe – 8,19 €
Nightmare Maggot – im 3er Set für 31,60 €

Ausgepackt

Verpackt waren die Miniaturen in einem Karton mit Logo von Rotten Factory.

Die einzelnen Figuren sind in Plastiktütchen verpackt und waren sicher in Luftpolsterfolie eingeschlagen, so dass diese gut geschützt bei mir ankamen.

Widmen wir uns als erstes Kapabe. Die Miniatur besteht aus 5 einzelnen Teilen, welche auf 2 Gussäste aufgeteilt sind.

Das Material ist sehr hart und stabil, weshalb man beim Heraustrennen der dünnen Arme und Beine etwas Vorsicht walten lassen sollte. Leider war ich hier etwas ungeduldig, weshalb mir prompt ein Stück vom Fuß und von der Hand abgebrochen ist.

Da es sich aber um mutierte Modelle handelt, ist das nicht weiter schlimm. Der Guss ist gestochen scharf und die Haut weist eine sehr schöne Struktur auf. Gussgrate und Resinhäutchen gab es kaum.

Lediglich am rechten Bein musste man ein wenig nacharbeiten, was auf Grund des Materials allerdings sehr einfach von statten ging.

Die Tentakel haben an der Anklebestelle einen Nupsie, so dass diese beim Zusammenkleben die nötige Stabilität bieten.

Leider passen diese dann doch nicht zu 100 %, so dass man hier mit ein wenig Green Stuff nacharbeiten sollte. Da ich ihn für Warhammer 40K als Poxwalker einsetzen will und der Fantasy-Stil dann doch nicht so gut passt, habe ich erst einmal die Waffe ausgetauscht und ein „Kabel“ gebastelt.

Die nächste Miniatur ist der Chaoszauberer Oneye. Diese Miniatur besteht lediglich aus 2 Teilen, dem Grundkörper inkl. Armen und dem Speerkopf.

Die Qualität überzeugt auch hier wieder. Gussgrate waren hier sogar noch weniger zu finden. Das Kopfstück der Sense wird mit einem Pin in den Stab geklebt um für die nötige Sicherheit zu sorgen.

Die nächste Miniatur ist die Nightmare Magott. Die kommt aus insgesamt 7 Teilen, wobei der Grundkörper, sowie die Beine separat sind.

Da keine Bauanleitung bei liegt, musste ich mir das Produktbild auf der Homepage erst einmal ganz genau anschauen, denn die Bauteile passen wirklich nur in die dafür vorgesehenen Mulden. Nachdem ich diese dann richtig zuordnen konnte, ging der Aufbau auch wieder sehr problemlos. Lücken entstanden kaum, bzw. sind nicht auffällig, so dass man hier nicht nacharbeiten muss. Ebenso erfreulich war die Tatsache, dass die Entgratungsarbeit sehr gering ausfiel.

Der Letzte im Bunde ist Humalkas. Stolze 15 cm misst der Resinbrocken und wird in 8 Einzelteilen geliefert.

Wie bei den anderen Miniaturen ist die Detailschärfe extrem gut, der Guss gestochen scharf und ohne Lufteinschlüsse. Das Modell hat leider ein paar Gussgrate, die teilweise auch über die Details und Texturen verlaufen.

Das Material ist aber angenehm zu bearbeiten, so dass sich die Fehler relativ einfach beheben lassen. Beim Zusammenbau kann man nicht viel verkehrt machen, denn die Arme und Hörner passen nur an einer Stelle und dass auch noch sehr genau. Ich entschied mich dennoch wieder dafür zu stiften, da ich kein Vertrauen in meinen Kleber habe.

Das Modell soll als Dämonenprinz für meine Death Guard herhalten, daher habe ich auch ihn etwas umgebaut.

Zu diesem Umbauprojekt wird es dann einen gesonderten Beitrag geben, in dem ich euch vom Zusammenbau und der Bemalung berichten werde.

Um euch aber nicht ganz auf dem Trockenen sitzen zu lassen, habe ich Kapabe für meine Death Guard bemalt.

 

Größenvergleich

Damit ihr euch ein Bild von der Größe der Miniaturen machen könnt, gibt es hier den obligatorischen Größenvergleich.


von links nach rechts: Plague Marine der Death Guard, Humalkas, Zombie von Games Workshop, Nightmare Maggot, Poxwalker von Games Workshop, Kapabe


von links nach rechts: Oneye, Skelettkrieger von Games Workshop, Nightmare Maggot, Zombie von Games Workshop, Kapabe, Poxwalker von Games Workshop

Fazit

Trotz der kleineren Gussgrate überzeugen mich die Miniaturen ungemein. Der Guss ist gestochen scharf, die Details und Texturen der Haut außerordentlich gut ausgeprägt und der Aufbau ist trotz der filigranen Teilchen relativ einfach zu bewerkstelligen.

Rotten Factory bieten eine Vielzahl von Miniaturen unterschiedlicher Klassen an, so dass man sich eine Bande oder ein Regiment zusammenstellen kann, ohne mit Dubletten rumlaufen zu müssen. Gerade für Anhänger des Nurgle finden sich hier sehr schöne und individuelle Miniaturen. Dies wird mit Sicherheit nicht die letzte Bestellung sein. Von mir eine klare Kaufempfehlung.

Über Daniel "stix0r"

Seit 2000 im Hobby tätig. Angefangen habe ich mit Warhammer Fantasy und 40K. Neben Auftragsarbeiten male ich hauptsächlich für die Vitrine, aber spiele auch ganz gerne mal. Aktuelle Systeme: AvP, Dropfleet Commander, Frostgrave, Warhammer 40K aktuelle Projekte: Aliens für AvP, Death Guard, Deutsche für Bolt Action, Römer für Hail Caesar, Gelände und Monster für Frostgrave, Relic, diverse Großfiguren und Büsten

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5 Comments on “Review: Rotten Factory”

    1. Das ist unterschiedlich. Den Beitrag schreiben geht eigentlich relativ zügig, aber die Vorbereitung mit basteln und malen dauert immer ein wenig. Ich will euch ja schließlich auch ein bemaltes Ergebnis zeigen 😉

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