Bolt Action: Episode 1 – Einleitung

Herzlich Willkommen zur unserer Bolt-Action-Themenwoche.

Wie alles begann…

Wie so ziemlich jeder Hobbyist leide ich stark unter Sammelwahn. Da mich die Bemalung von unterschiedlichsten Miniaturen ungemein fasziniert, passiert es bei mir noch schneller, dass neue Figuren hinzukommen.

Durch die Arbeit bei Magabotato fallen mir natürlich immer wieder Neuheiten auf, welche ich gerne mal bemalen würde. Die Vielfalt an unterschiedlichsten Settings und Systemen ist teilweise schon überwältigend. Um ein wenig Abwechslung auf meinen Maltisch zu bekommen, wollte ich etwas Anderes als Fantasy oder Sci-Fi. Angespornt durch die Magabotato-Community entschied ich dann mich dem historischen Tabletop zu widmen. Hier bietet der Tabletopbereich Unmengen an Auswahl. Ob antike Schlachten wie bei Hail Caesar oder kleine Scharmützel im finsteren Mittelalter bei Saga, sowie Kämpfe im 2. Weltkrieg wird so gut wie alles abgedeckt. Für was sollte ich mich also entscheiden?

Napoleonische Kriege fielen raus, denn die reizen mich mal so überhaupt nicht. Immerhin komme ich aus einer Gegend Deutschlands, in der jedes Jahr aufs Neue die Schlacht von Jena / Auerstedt nahezu zelebriert wird. Somit blieben für mich noch ein paar Favoriten übrig – die Antike, Zeitalter der Samurai oder 2. Weltkrieg. Hier gibt es auch wieder eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme. Da ich mich (eigentlich) auf ein System beschränken wollte, wägte ich diese ab und machte mir so meine Gedanken.

Hail Caesar – Um es einfach zu sagen: Römer sind geil. Ich mag deren Optik und wie sie in Reih und Glied aufmarschieren. Auch kann ich mich hier an den Bases so richtig austoben.

Saga – Als Pseudohistorisches Tabletop müsste ich hier nicht allzu genau sein und durch die Durchmischung der unterschiedlichen Epochen, wäre hier für viel Varianz gesorgt.

Test of Honour – Ich mag Japan und die Epoche der Samurai ungemein. Leider gefallen mir die Miniaturen nicht so gut.

Kensei – Rank and File mit Samurai? Was will man eigentlich mehr?

Bolt Action – Der Modellbauaspekt steht hier im Vordergrund. Bei den Fahrzeugen kann ich alle meine Effektfarben anwenden und habe auch noch einen Vorwand um mir neue zu kaufen.

Flames of War – Hier könnte ich sicherlich mit Effektfarben und unterschiedlichsten Farben schnell eine schöne, spielbare Armee aufstellen. Aber die Miniaturen sind mir durch den Maßstab einfach zu klein.

Am 26. Mai dieses Jahres hat Radaddel.de einen Tag der offenen Tür anlässlich ihres Ladenumzugs veranstaltet. Hier konnte man einige Spiele spielen, stöbern und ein wenig über das Hobby philosophieren. Zusätzlich gab es auch noch jede Menge Angebote und Restbestände. Somit bin ich nicht nur an 2 Startersets Bolt Action – Firefight sowie ein paar einzelne Gussrahmen gekommen, sondern habe mir auch gleich eine komplette römische Armee angeschafft.

Der ausschlaggebende Punkt war dann einfach meine Farbrange. Mittlerweile ist diese unwahrscheinlich angewachsen und es finden sich hier auch einige Effektfarben für Matsch, Staub und alle möglichen Verwitterungsarten. Diese wollte ich natürlich auch ganz gerne anwenden.

Miniaturen für den 2. Weltkrieg bieten hier die größten Einsatzmöglichkeiten an – ob kleine Dioramen auf den Bases für Geschütze oder Weathering-Effekte bei den Fahrzeugen.

Nach ein paar Recherchen und Videos im Internet, konnte ich mir noch ein paar Einblicke in die verschiedenen Spielsysteme verschaffen. Somit war es dann endgültig klar – es sollte Bolt Action werden. Das Aktivierungssystem und die Regelmechaniken haben mich dann vollends überzeugt.

Warlord Games haben mir dann die Starterbox Band of Brothers zur Verfügung gestellt. Nachdem ich euch morgen einmal kurz erläutere, was Bolt Action eigentlich ist, werde ich am Mittwoch die Grundbox näher für euch beleuchten.

 

Über Daniel "stix0r"

Seit 2000 im Hobby tätig. Angefangen habe ich mit Warhammer Fantasy und 40K. Neben Auftragsarbeiten male ich hauptsächlich für die Vitrine, aber spiele auch ganz gerne mal. aktuelle Projekte: Alien vs Predator, Death Guard, Tau, US & 8th Army für Bolt Action, Dropzone Commander UCM, US & British Army für Flames of War, Hydrophilia, Gelände und Monster für Frostgrave, Relic, diverse Großfiguren und Büsten Modelcount:  2016 - 115 / 2017 - 111 / 2018 - 211 / 2019 - 83

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7 Comments on “Bolt Action: Episode 1 – Einleitung”

  1. Toller, 1.Beitrag zu einer ,wie ich hoffe noch tolleren Serie. Ich spiele selber BA ,zur Zeit ruht das Hobby aber etwas und ich hoffe das mich dieser Blog wieder so heiß auf BA macht dass ich noch diesen Herbst eine neue Armee bemale und natürlich auch ins Feld führe. Danke dafür.

  2. Wo kommt eigentlich immer diese Nummer mit “pseudohistorisch” bei Saga her? Liest keiner die Anmerkungen des Designers?
    Bolt Action ist weder mein Regelwerk noch meine Epoche. Würde ich irgendwas mit WW2 machen, wäre das wohl mit Chain of Command. Leider muss man sagen, dass die meisten BA-Listen, die auf Veranstaltungen so gespielt werden, deutlich eher das Attribut “pseudohistorisch” verdient haben.

    1. Bei beiden Systemen kommt es darauf an, mit wem du spielst und in welchem Kontext.
      Klar werden auf Turnieren primär generische Late-War-Listen gespielt und alles wild durcheinander geworfen, so dass Briten gegen Amerikaner antreten.
      Das gleiche passiert aber auch auf vielen Saga-Turnieren, wenn plötzlich frühe Angelsachsen gegen Kreufahrer antreten.
      Thematische Turniere oder offene Treffen sind halt weniger beliebt, da man die Zielgruppe beschneidet.

      Wenn man sich aber mit seinem Gegenüber einig ist, kann man so historisch oder unhistorisch spielen wie man will. Bolt Action und Saga einen halt, dass sie historische Settings in die Breite der Spielerschaft gebracht haben.

      Bei Saga stören mich Völker einer Epoche null und ich würde auch meine Schotten gegen Byzantiner schicken, um überhaupt spielen zu können. Groß-Epochen zu mischen ist aber nicht so meins – wie die erwähnten Angelsachsen gegen Kreuzritter, auch wenn zwischen Wikiner/Anglodänen/Normannen und Kreuzfahrern nur gute 50 Jahre liegen.
      In einer Zeit der Wölfe Kampagne fände ich aber einen Einhaltung des westlichen oder östlichen Schauplatzes besser
      Ich störe mich nicht an generischen BA-Listen gegeneinander (wohl aber an einer Effizienz-Optimierung), finde aber Theater-Selectors und Setting-Bände wesentlich interessanter und habe es hart gefeiert, als in einem Club mal ein Spieler ein Szenario um eine tatsächliche Begebenheit auf Caretan geschrieben hatte, bei dem Airborne einen Hof einnehmen müssen und beide Seiten keine Fahrzeuge dabei haben
      Ob diese Airborne nun jetzt die Uniform der Operation Overlord getragen haben oder die spätere, welche sie in der Starterbox haben, war mir wiederum pups-egal.

      Jedem sein Plaisierchen….

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