Review: 3D-Art-Digital

Immer mehr Miniaturenschmieden kommen aus dem osteuropäischen Raum und bestechen durch ihre schicken Designs.

Zu diesen gehören auch 3D-Art-Digital mit ihren Ork und Goblin Miniaturen.

Wir haben von dem Hersteller das 28 mm Bundle zur Verfügung gestellt bekommen, welches es momentan für 39,99 $ gibt. Dieses Set gliedert sich wie folgt auf:

Goblin Archer – 8,74 $

Goblin Garr Jawbreaker – 8,89 $

Orc Raider – 11,99 $

Orc Warlord – 24,99 $

Verpackt kamen die Miniaturen in einem Karton, in dem sich in Zipp-Off-Beuteln die Einzelteile der Miniaturen befanden.

Schauen wir uns die einzelnen Miniaturen, angefangen mit dem Goblin Archer, einmal genauer an. Dieser besteht inklusive 25 mm Base aus vier Einzelteilen.

Die Details sind echt überwältigend und gestochen scharf. Man findet jede Menge Kleinigkeiten wie Seile, Trinkhörner und Bänder. Das Gesicht ist sehr ausdrucksstark und die Haut hat eine realistische Textur.

Der Guss weist keinerlei Lufteinschlüsse auf. Das Material ist sehr angenehm zum Bearbeiten, was bei ein paar kleinen Gussgraten auch nötig ist. Diese ließen sich aber problemlos entfernen, da sie an keiner ungünstigen Stelle entlang liefen. Durch die Vertiefungen im Grundkörper kann man die Arme sehr sicher verkleben, so dass der Zusammenbau auch schnell vonstatten ging.

Das nächste Modell ist der Jawbreaker. Dieser kommt inklusive Base auf acht Einzelteile.

Auch hier ist die Vielfalt der Details wieder überragend. Teilweise müssen diese sogar noch an den Körper geklebt werden, was durch die Vertiefungen unterstützt wird.

Auch hier waren wieder ein paar Gussgrate vorhanden. Mit einem Bastelmesser konnte ich diese aber auch sehr einfach bearbeiten.

Die Passgenauigkeit ist sehr gut, auch wenn noch ein paar kleinere Lücken zu sehen sind. Nachdem die Miniatur grundiert ist, sollte dies aber nicht weiter stören.

 

Der Orc Raider besteht aus sieben Einzelteilen zzgl. Base.

Auf Grund der feingliedrigen Gestalt kommen die Details hier noch besser zur Geltung. Der Faltenwurf der Hose wirkt sehr realistisch und auch die Hauttexturen sind wieder überragend. Bei dieser Miniatur musste ich noch nicht einmal etwas nacharbeiten, da weder Gussgrate, noch Resinhäutchen oder Lufteinschlüsse vorhanden waren. Die Passgenauigkeit war überragend, so dass dieser Orc nach nur wenigen Handgriffen fertig gebaut war.

Nun kommen wir zum Prunkstück der Bande. Der Orc Warlord besteht insgesamt aus 18 Einzelteilen inkl. Base.

Auch diese Miniatur besticht wieder durch ihre Details und den enorm scharfen Guss.

Zwei Gussgrate entlang des Körpers ließen sich durch ihre gute Erreichbarkeit wieder sehr einfach entfernen.

Der absolute Clou bei dem Modell ist die Modularität. Den Waffenarm und den Kopf kann man magnetisieren, so dass man mehrere Varianten erhält, ohne sich festlegen zu müssen. Auch hier wurden durch die “Nupsies” an den Einzelteilen und den Aussparungen am Körper dafür gesorgt, dass sofort ersichtlich ist, wo welches Bauteil hin muss und dass dieses auch noch sicher hält.

Die Passgenauigkeit war wieder einmal erstklassig. Da man wenig nacharbeiten muss, geht der Zusammenbau auch sehr schnell und man kann die verschiedenen Varianten grundieren und dann bemalen.

 

Die Bemalung war auf Grund der vielen Kleinigkeiten eine echte Herausforderung. Es war mir auch nicht immer sofort erkenntlich, aus welchem Material die einzelnen Rüstungsteile bestehen sollen. Aber ich habe dann einfach drauf los gemalt und als Abschlussminiatur für den Malathon beendet.

Und hier kommt dann der Größenvergleich:


von links nach rechts: Orc Warlord, Orc Raider, Goblin Jawbreaker und Goblin Archer


von links nach rechts: Zwerg von Games Workshop, Oger von Shieldwolf Miniatures, Orc Warlord von 3D-Art-Digital, Orc Warlord von Lost Kingdom Miniatures und Skelett von Games Workshop


von links nach rechts: Orc Raider, Barbar von Red Box Games, Orc Warlord, Zwerg von Games Workshop und Goblin Jawbreaker


von links nach rechts: Orc Raider, Skelett von Games Workshop, Orc Warlord, Spinne von Games Workshop, Goblin Archer

Fazit:

Ein beeindruckendes Design und eine Vielfalt von Details gepaart mit einer sehr guten Passgenauigkeit zeigen wieder einmal, dass auch kleine Miniaturenschmieden ihr Handwerk verstehen. Auf Grund der Größe und der Qualität der Miniaturen ist der Preis auch absolut gerechtfertigt. Als Alternative für Orks im Warhammer-Universum sind sie nur bedingt einsetzbar, da diese doch eher gedrungen wirken, aber als Bande für Mortheim oder Frostgrave werden sie bei mir mit Sicherheit Einsatz finden.

Ich kann die Modelle nur empfehlen und wer sich auch welche zulegen möchte, der sollte sich die Indiegogo-Kampagne anschauen. Hier habt ihr die Möglichkeit, diese noch einmal überarbeitet und etwas günstiger zu bekommen.

Links:
Hersteller
Indiegogo-Kampagne

 

Über Daniel "stix0r"

Seit 2000 im Hobby tätig. Angefangen habe ich mit Warhammer Fantasy und 40K. Neben Auftragsarbeiten male ich hauptsächlich für die Vitrine, aber spiele auch ganz gerne mal. Aktuelle Systeme: AvP, Dropfleet Commander, Frostgrave, Warhammer 40K aktuelle Projekte: Aliens für AvP, Death Guard, Deutsche für Bolt Action, Römer für Hail Caesar, Gelände und Monster für Frostgrave, Relic, diverse Großfiguren und Büsten

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5 Comments on “Review: 3D-Art-Digital”

  1. Die kannte ich noch gar nicht. Tolles Design. Irgendwie ungewöhnlich und gleichzeitig nicht auf teufelkommraus ganz außerhalb unserer Sehgewohnheiten. Gefallen mir sehr gut.

  2. Wow, die sind richtig gut. Und der Orkboss ist Mal richtig groß, so soll’s sein! Leider habe ich keine Verwendung für die Jungs 🙁

    Wieder eine tolles Review, danke schön. Schön strukturiert und gegliedert. Die Bilder sind ausdrucksstark und stimmig. Deine Texte bringen das Wesentliche auf den Punkt ohne sich zu wiederholen, was ja schnell der Fall sein kann da das Prozedere bei jeder Mini an sich immer das gleiche ist 🙂

    Welche Farben hast du für die Knochen benutzt?

    1. Vielen Dank für dein Feedback, da macht man sich gern die “Mühe” 🙂

      Die Knochen wurden mit Bonewhite von Vallejo bemalt und danach mit Agrax Earthshade von GW teilweise mehrfach getuscht. In die Vertiefungen und die untersten Stellen der Zähne habe ich dann noch reines Gorthor Brown von gemalt. Im Anschluss wurden die Teile mit sehr verdünnten Bonewhite und mehreren Schichten hochgezogen. In den letzten Schritten wurde dann immer mehr Grey White von Vallejo Air gemischt.

      Ich hoffe ich konnte dir damit helfen.

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