Hobbytagebuch – Review: Templar Objective Markers

Moin zusammen!

Heute möchte ich euch ein Marker-Set von Templar Miniature Wargaming vorstellen. Zum Zeitpunkt meines Reviews läuft der Kickstarter zur Finanzierung dieses Projektes noch ein paar Tage. Ich habe von Carsten und seinem Team eine Vorabversion der Missionsmarker für Warhammer 40.000 bekommen und möchte euch jetzt ein bisschen was dazu erzählen.

Templar Miniature Wargaming sind in Qormi auf Malta beheimatet und obwohl dieses Projekt ihr Erstlingswerk ist, ist das Team schon seit Jahren im Tabletop-Hobby unterwegs. Besonders das kompetitive Spielen übt dabei einen großen Reiz auf die Freundesgruppe aus.

In den aktuellen Editionen von Warhammer 40k und Age of Sigmar stellen die Missionen und das Besetzen und Halten der Zielbereiche eine elementare Siegesbedingung dar. Nun sind die Regeln der beiden Systeme dahingehend formuliert, dass ein Missionszielpunkt eine gewisse Größe aufzuweisen hat und um diesen Punkt herum, in einem vorgegebenen Abstand, das Ziel gehalten werden kann. Üblicherweise platziert man also einen Marker als Zentrum des Missionsziels und streitet sich dann im Laufe des Spiels darum, ob Einheit X das Ziel gerade noch so erreicht hat, um Einheit Y des Gegenspielers das Ziel streitig zu machen und deren Siegpunkte zu mopsen. Oft geht es dabei um Millimeter und/oder guten Willen. Durch Messfehler, versehentliches Umschubsen und Verschieben von Miniaturen und Paralaxefehlern kann es, besonders im kompetitiven Umfeld, schon mal zu Verstimmungen der Kontrahenten kommen. Und genau das lässt sich in weiten Teilen mit den Templar Objective Markers vermeiden.

Werfen wir also mal einen Blick auf diese Problemlöser:

Lieferumfang

Das Wichtigste vorneweg: Ich halte hier einen Prototypen des endgültigen Produktes in Händen. Dieser wurde mir kostenlos und superschnell von Templar Miniature Wargaming zur Verfügung gestellt. Das beeinflusst jedoch nicht meine Meinung oder meine Berichterstattung.

Es gibt sowohl für Warhammer 40k als auch für Age of Sigmar jeweils ein eigenständiges Markerset. Ich besitze ein Set für 40k und werde daher auch nur über dieses schreiben.

Ein Set Marker für40k besteht aus sechs identisch bedruckten, kreisrunden Kunststofffolien, sechs Klebekreisen, einem Erstatzklebekreis, einer bebilderten Anleitung und einer Vinylverpackung.

Während des Kickstarters hat das Templar Team weiter am Design der Marker gearbeitet und eine minimalistischere Version erstellt, genannt V2. Das ist die Version, die ich euch hier zeige. Wer lieber die erste Inkarnation der Marker möchte, kann diese problemlos im Rahmen des Pledgemanagers auswählen. So bekommt jeder das, was ihm besser gefällt.

Weil ich eine Vorabversion des Produktes erhalten habe, habe ich keine zugehörige Verpackung bekommen und kann deswegen nichts darüber sagen.

Die Marker sind beidseitig mit einer Folie geschützt und fühlen sich schon beim Herausnehmen aus der Verpackung hochwertig an. Die Folie ist dick und stabil, jedoch sehr flexibel. Die Schutzfolien lassen sich sehr gut ablösen, auch wenn man ein bisschen stärker ziehen muss, als ich angenommen hatte. Die Klebekreise werden in einer kleinen Tüte separat beigelegt.

Der „Zusammenbau“

Schon beim Auspacken der Marker ist auf eine Sache besonders zu achten: Nur die Oberseite, also die Seite auf der wir dann mit unseren Miniaturen „herumlaufen“ werden, ist kratzfest und mit einem speziellen Film beschichtet, der Fingerabdrücke verhindert! Die dem Tisch bzw. der Spielmatte zugewandte Seite ist dies nicht und deswegen mit besonderer Vorsicht zu behandeln. Fingerabdrücke lassen sich zwar auch hier mit einem Microfasertuch problemlos wegwischen, Kratzer aber natürlich nicht. Insofern ist stets darauf zu achten, dass man die Marker pfleglich behandelt und sie nur mit sauberen Händen anfasst. Gerade in der heutigen Zeit sollte aber ohnehin jeder regelmäßig seine Hände waschen 🙂

Hat man die Pfoten gewaschen und die Folien abgezogen, müssen als nächstes die Klebepunkte auf der Unterseite der Marker platziert werden. Und zwar genau im Zentrum des Zielpunktes. Warum? Weil diese Klebepunkte dafür sogen, dass die Missionszielmarker auf der Spielmatte nicht verrutschen und trotzdem rückstandsfrei entfernt werden können. Glücklicherweise ist da ja schon so ein gut sichtbares Zielkreuz in einem Kreis aufgedruckt. Nichtsdestotrotz sollte man sich dafür Zeit nehmen und es ruhig angehen lassen. Der Kleber ist nämlich echt stark und einmal angedrückt, lässt sich der Klebekreis nicht mehr ohne Beschädigungen entfernen. Sollte es dennoch dazu kommen, dass der Punkt entfernt werden muss, habt ihr ja noch den Ersatzkleber. Also alles halb so schlimm. Außerdem hilft die mitgelieferte Anleitung, alle Schritte richtig durchzuführen.

Wichtig ist, dass ihr die blaue Transferfolie aufhebt. Denn nach geschlagener Schlacht könnt ihr so die Kontaktpunkte zwischen Marker und Spielmatte abdecken und die Marker platzsparend stapeln.

In der finalen Version der Marker werden auch diese blauen Lagerfolien noch größer und ebenfalls rund sein. Somit werden sie leichter aufzubringen sein und viel hübscher aussehen.

Auf dem Schlachtfeld

Ganz wichtig! Diese Marker sind für den Einsatz auf Spielmatten konzipiert. Klebt ihr sie auf eine Papierunterlage, macht ihr diese beim Ablösen der Marker sehr wahrscheinlich kaputt. Legt ihr sie auf einen „klassischen“ Spieltisch mit einer gestalteten Oberfläche aus Sand oder Ähnlichem, verkratzt ihr sehr sicher eure Marker. Benutzt also ausschließlich Spielmatten!

Habt ihr die einfache Montage hinter euch gebracht, steht eurer nächsten Schlacht nichts mehr im Wege. Legt eine Spielmatte eurer Wahl auf den Tisch, bestimmt die Mission, baut das Gelände auf und platziert dann eure Marker. Sollte es dazu kommen, dass im nahen Umkreis des Missionszielpunktes ein Geländestück im Weg steht, bewegt es kurz zur Seite, legt euren Marker und stellt das Geländestück zurück an seinen Platz.

Denn genau hier kommt ein weiterer, riesiger Vorteil der Templar-Marker zum Tragen: Sie sind ultraflach! Dadurch lassen sie sich unter jedes Gebäude, jeden Wald oder Felsen legen, ohne dass das mühsam zusammengestellte Schlachtfeld dadurch entstellt wird. Keine schräg stehenden Geländestücke mehr! Keine seltsame Nachpositionierung von Gebäuden mehr! Die kratzfeste Oberfläche verhindert zudem, dass ihr irgendwann milchig-verkratze Missionsziele habt und ermöglicht auch weiterhin einen unverstellten Blick auf eure Spielmatte. Und auch das ist ein Vorteil, der sich hier deutlich zeigt: Die Marker von Templar Miniature Wargaming sind schlicht und transparent. Ihr findet keine Fraktionsspezifischen Logos oder die Namen von Herstellern darauf. Das simple und funktionelle Design machen sie zu dem, was sie sind – unaufdringliche Problemlöser.

Fazit

Was halte ich also von diesem kleinen, aber sehr komfortablen Produkt aus Malta?

Abgesehen davon, dass sie nur auf sauberen Flächen und weder auf Papier, noch auch den klassischen Sand & Farbe Spieltischen Verwendung finden können, finde ich sie großartig! Durch das minimalistische Design zerstören sie die Immersion nicht und sorgen dafür, dass lästiges Nachmessen entfällt. Außerdem passen sie so auf jedes beliebige Spielfeld. Alle beteiligten Spieler sehen sofort, welche Ziele umkämpft sind und wo Punkte gemacht werden können. Für mich persönlich sind sie dadurch eine wirklich sehr angenehme Ergänzung auf dem Schlachtfeld und ich sehe keinen Grund, sie nicht einzusetzen. Meine selbstgebauten Missionsmarker kann ich weiterhin verwenden und sie zentral auf die Marker stellen und somit an die jeweilige Schlacht anpassen. Von mir bekommt das Produkt also eine ganz klare Empfehlung. Mit einem Kickstarterpreis von 22 Euro finde ich die Marker auch absolut erschwinglich.

Ich hoffe mein kleines Review hat euch gefallen. Solltet ihr das Templar-Team unterstützen wollen, findet ihr HIER die laufenden Kickstarterkampage.

Solltet ihr noch Fragen zu den Markern haben oder wissen wollen, wer das Spiel der Orks gegen die Imperiale Armee gewonnen hat, lasst es mich wissen und schreibt es mir in die Kommentare!

Bis dahin,

bleibt gesund!

Euer Sebbo

4 Comments on “Hobbytagebuch – Review: Templar Objective Markers”

  1. Danke für die Review 🙂
    Würde ich 40K spielen wären die Tools echt cool für mich.
    Aber was noch nicht ist kann ja noch werden 🙂

  2. Sehr schönes Review,
    Die Idee finde ich sehr gut, aber könnte man sich die Schablone nicht selber bauen mit einem Druck auf eine Folie?

    1. Vielen Dank.
      Bestimmt ist es möglich sich das selbst zu drucken und auszuschneiden. Allerdings ist die von Templar verwendete Folie zum einen dicker als normale Folie und zum anderen auch noch besonders beschichtet um ein Verkratzen und lästige Fingerabdrücke zu minimieren. Es ist also nicht nur irgendeine Folie sondern schon ein durchdachtes Produkt. Und preislich ja auch voll in Ordnung, wie ich finde 🙂

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