Me gussta – Living Dead Peasants

Weiter geht es mit den Gussrahmen-Reviews und wieder bleiben wir bei Fireforge und seiner „Forgotten World“. Heute stellen wir uns der Frage: Wie wäre „Pflanzen gegen Zombies“ abgelaufen, wenn die Zombies Sense, Sichel und Hacke mitgebracht hätten…

Da die Modelle schon für ein Projekt vorbereitet sind, gibt es dieses Mal Bilder von schon grundierten Miniaturen. Wie schon beim „Fork Rabbel“ erwähnt, waren die „Living Dead Peasants“ regulärer Teil des „Forgotten World“ Kickstartes von 2018 und sind seit Ende 2019 verfügbar. Ähnlich wie der erwähnte Bauernmob kosten die Untoten 17-20 € pro Box mit 18 Modellen.

Und wieder sind es drei Gussrahmen, in denen je sechs Körper zu finden sind, von denen wieder je zwei weiblich sind. Ich gehe fest davon aus, dass ursprünglich die Bauernmodelle erstellt wurden, um dann die Körper und Gesichter zerfallen zu lassen um Untote zu schaffen, und das „Folk Rabbel“ somit ein Nebenprodukt der Erstellung dieser Gussrahmen war. Köpfe sind aber ein paar weniger, nämlich nur zehn, enthalten, in allen Zuständen an Verwesung und Skelettierung. Das fiel mir beim Basteln bis zur Rezension kaum auf, ist aber ein wenig schade. Dafür wird man aber mit einem Kopf, an dem ein Rabe pickt belohnt. Insgesamt reden wir hier von typischen „frischen“ Untoten oder „modernen“ Zombies/Lebenden Leichen und keinen Gammelzombies, die ständig auseinanderfallen.

Wieder sind keine Accessoires für den Körper vorhanden, aber dafür um  so mehr Arme mit Arbeitsgeräten. Diese sind passend zu Untoten etwas ranziger gehalten, umfassen aber wieder alle typischen bäuerlichen Arbeitsgeräte. Dreschflegel, Sensen, Sicheln, Hippen, Hacken, Heu/Mistgabeln, Beile – alles dabei. Körbe und Besen fehlen, dafür ist eine Schaufel dabei. Untote mit Schaufeln – das bringt mich schon direkt zum Grinsen. Außerdem sind noch genug offene Hände dabei, damit man auch klassische Schlurfer-Zombies bauen kann. Eine ganz interessante Option bilden auch die Arme für die zweihändigen Geräte. Da bei diesen die Hände an das Gerät modelliert sind, die Arme aber keine Hände haben, bietet es sich an, diese mit etwas Messer/Entgrater-Einsatz in Arme  mit ab-gefallenen/gegammelten/gehackten Hände umzufunktionieren  Das macht die Modelle wirklich für unglaublich viele Fantasy-Szenarien, von NSCs für „Rangers of Shadow Deep“ über „Forgotten World“ bis hin zu den Zombie-Mobs der Untoten in Saga.

Tatsächlich sind die Arme zwischen den beiden „Bauern“-Gussrahmen voll kompatible und das lädt zum Rekombinieren ein. Deswegen konnte ich (primär wegen einer Larp-Anekdote)  es mir auch nicht verkneifen ein (semi-) Untotes Kehrtrupp zu basteln. Jetzt fehlt nur noch ein holzhakender Zombie für die „freundlich-nekromantische Nachbarschaftshilfe“.
Im Kickstarter waren glücklicherweise ein paar mehr untote Bauern enthalten, die Starterbox enthält auch gleich 36 Modelle und ich habe auch schon eine Box nachbestellt, da mir das ein oder andere Dioramen mit Zombies, Sensen, Schaufeln und Gräbern vorschwebt – vielleicht auch mit Putztrupp für die Wegplatten.

Fazit

Dieser Gussrahmen hatte bei mir den Effekt “ Das Angebot schafft sich den Bedarf“. Primär weil ich die Modelle so toll und lustig finde, ich schon viele habe und sie sich so vielfach kombinieren lassen. Ursprünglich waren sie für mich eine Dreingabe der „Forgotten World“-Box, dann freute ich mich, ein paar Bauernzombie für „Rangers of ShadowDeep „zu haben. Inzwischen juckt es mich aus den ganzen Untoten, die ich nun sowieso schon habe, eine Untoten-Saga-Armee zu bauen. Der Trend geht ja zum zweiten 20er-Trupp Zombies. Oder mich Mal an einem Friedhofsdiorama zu probieren. Denn die Kombinationen mit den ganzen bäuerlichen Arbeitsgeräten machen mir Spaß.
Und wer den „Wladimir Iljitsch Uljanow“-Zombie (…ist nicht tot, riecht nur komisch) findet, darf sich ein Fleißkärtchen aufschreiben.

Was haltet ihr von Zombies mit Gartengeräten? Wie stellt ihr untote Horden auf? Und welche Gussrahmen interessieren euch besonders?

Wir freuen uns auf eure Kommentare!

Über Christian

Christian begann als Gastautor und bissiger Kommentator, wurde dann Redakteur im Blog und gehört inzwischen zu den "Großen Alten" Trotzdem ist es immer noch für sein zu schnelles Reden bekannt und für seine Klugkoterei berüchtigt. Obwohl er kein Historischer Wargamer ist, ist er einer der beiden "HistoSpacken" der Redaktion. Sein Fokus im Hobby liegt auf Freebooter's Fate, Geländebau (aktuell gerade 1:1 Maßstab) und Hobbyphilosophischem. Ganz allgemein spielt er lieber Skirmischer als Rank&File-Massensysteme

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5 Comments on “Me gussta – Living Dead Peasants”

  1. Hmm… wenn ich nicht schon genügend Untote hätte. (Und derzeit immer noch mit der Teilnahme am Bones VI-Kickstarter hadern würde.) Währe das eine gar nicht mal so uninteressante Option für D&D.

    1. Wie schon gesagt: Wenn man Bauern-Zombies mag, sind es für mich die besten Zombies auf dem Markt. Wenn man auch noch das Folk Rabbel hat (ein Gussrahmen reicht) erhält man auch noch diverse Synergien und kann echt lustige Dinge bauen.

  2. Ich habe tatsächlich neben der Grundbox noch einige Boxen aus dem Kickstarter gekauft, was am Ende für eine genetische Aufstellung von Fantasy-Menschen gegen Untote reichen sollte, ich habe vielleicht 40 Zombies gebaut, davon etwa 20 der Bauern und bin Recht angetan. Hatte nur große Probleme, den passenden Arm für die passende Hand bei den Zweihändern zu finden.

    Wie das so ist, es ist halt Fantasy. Das spielt bei mir zwar eine größere Rolle als Sci-Fi, aber das ist auch nicht schwer. Bisher habe ich 10 der Zombies bemalt und nutze sie bei Rangers of Shadow Deep. Von der Armee bin ich also noch weit entfernt. Aber 18 Elite-Skelettkrieger (aus den Kriegern der Toten von GW) habe ich bisher fertig, die als Regiment durchgehen.

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