Hobbytagebuch: Review Tianyu Shop

Ahoi!

Nachschub für meine Tianyu-Platte! Freebooters Fate hat jetzt bald den „Tianyu Shop“ im Programm. Auf der Tactica wurde der Bausatz bereits für 39 € verkauft, mir wurde das Reviewexemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt. Bisher sind im Rahmen der „City of Longfall“-Reihe von Freebooters Fate vier Gebäude für die Tianyu  erschienen, die sich bereits alle in meinem Besitz befinden.

Als ich zum ersten Mal im Stammtisch über bedrucktes MDF-Gelände gesprochen habe, war mein Fazit eher negativ. Zu teuer und auch nicht wirklich schön. Erst als dieser Produktreihe habe ich mich näher mit dieser Art von Gelände befasst. Ich hatte vor eine Hafenplatte für die Tianyu zu bauen und brauchte dringend ein paar Gebäude. In der „Black Week“ habe ich dann zugeschlagen und mir das Gebäudeset gekauft. Rückblickend war das eine richtige Entscheidung, denn die Häuser fügen sich exzellent in die Platte ein und waren schnell gebaut. Nun aber genug der Vorgeschichte, bauen wir den neuen Bausatz einmal zusammen.

Der Bausatz besteht aus sieben MDF-Platten, die jeweils einseitig bedruckt sind. Es gibt zwei Stärken. Die „tragenden“ Elemente und die „Furniere“ die man aufklebt, damit das Gebäude beidseitig bedruckt ist. Neben dem Gebäude selbst gibt es zusätzlich noch ein paar Möbel und Kisten.

Der Aufbau ist definitiv eine Herausforderung. Man sollte sich die Mühe machen die beiliegende Anleitung ausgiebig zu studieren und die jeweiligen Stockwerke vor dem Kleben probeweise zusammen zustecken, da die einzelnen Bauteile nicht nummeriert sind. Hier gibt es einen kleinen Kritikpunkt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Anleitung ausführlicher ist und die Bauteile besser erkennbar sind. Eine Lösung wäre ein QR-Code, der zu einem Tutorial mit aussagekräftigeren Bildern führt.

Durch meine Erfahrung mit den anderen Häusern wusste ich auf was ich mich einlasse und habe nur einen einzigen Fehler gemacht, den ich jedoch schnell korrigieren konnte.

Wichtig! Auch wenn es sich falsch anfühlt. Die bedruckten Seiten, der tragenden Elemente kommen nach Innen, da die Außenseite mit den Furnieren beklebt wird. Bei den Furnieren gilt ebenfalls die Regel „Zweimal prüfen, bevor geklebt wird“.

Der Zusammenbau geht fix von der Hand, ich habe keine Stunde gebraucht vom Entfernen der Folie, bis das Untergeschoss geklebt war und trocknen konnte. Danach hatte sich auch die Menge an Bauteilen stark reduziert (wenn man von den Möbeln absieht).

 

Ein besonderes  Detail sind die beweglichen Schiebetüren, die in den Gebäuden verbaut werden. Aber auch hier lauert die Gefahr für Fehler. Es gibt zwei verschiedene Formate (schmal und breit). Bei den breiten Türen muss darauf geachtet werden, dass oben und unten passt. Bei einem der ersten Häuser musste ich eine der Türen mit einem Messer auseinander schneiden, weil ich sie falsch geklebt hatte. Der Aufwand lohnt sich aber, da das Öffnen und Schließen der Türen beim Spielen sehr immersiv ist.

Das zweite Stockwerk ist weniger komplex, aber auch hier muss darauf geachtet werden, dass die Teile zueinander passen. Die drei Furniere auf dem mittleren Bild sehen gleich aus, sind es aber nicht. Eines der Teile ist kürzer als die anderen beiden und bildet die Stirnseite. Also aufpassen!

Das Vordach ist relativ simpel. Da es asymmetrisch ist, ist das Potential für Fehler gering.

Irgendwie habe ich bei dem großen Dach keine Fotos für die Zwischenschritte gemacht. Aber wenn ihr das Gebäude bis hier hin korrekt zusammengebaut habt, solltet ihr das Dach auch ohne Problem gebastelt bekommen. Ich möchte hier aber der Vollständigkeit nochmal auf unseren Merksatz hinweisen:

Wichtig! Auch wenn es sich falsch anfühlt: die bedruckten Seiten der tragenden Elemente kommen nach Innen, da die Außenseite mit den Furnieren beklebt wird. Bei den Furnieren gilt ebenfalls die Regel „Zweimal prüfen, bevor geklebt wird“.

Nun ist das Haus fertig. Ohne die Möbel und die Nachbearbeitung habe ich knapp drei Stunden gebraucht, wobei ich ziemlich getrödelt (und Bilder gemacht) habe. Zum Abschluss habe ich die Stellen an denen der kleine Steg zur MDF-Platte war mit Dark Tone gewasht, um ein einheitliches Bild zu schaffen. Ein kleiner Schritt, der das Gebäude aber stark aufwertet.

 

Das Gebäude in all seiner Pracht.

Die gesamte Reihe der bisher erschienen Tianyu-Gebäude.

Bevor es nun zum Fazit und dem Vergleich mit den anderen Gebäuden aus der Reihe geht, schauen wir uns die Kisten und Möbel noch einmal genau an.

Es waren eine Menge Kleinteile aus denen sich recht schnell folgende Dinge bauen ließen:

Fünf Kisten, drei Tische, vier Stühle und drei Hocker. Auch hier bin ich mit Dark Tone drüber. Einzig die drei Regale habe ich nicht zusammengebaut, da ich sie nicht in das Haus kleben wollte. Aber mal schauen, vielleicht finden sie auf der „Streets of Venice“-Platte Verwendung.

Zuerst haben mich die Möbel nicht vom Hocker gehauen (höhö), aber je länger ich sie mir angesehen habe, desto besser haben sie mir gefallen. Außerdem ist es schön, dass der überschüssige Platz auf den MDF-Platten nicht einfach leer gelassen wurde.

Fazit:

Auch dieser Bausatz aus der „City of Longfall“-Reihe hat mich überzeugt. Der Laden ist eine schöne Erweiterung und zeigt, dass auch komplexere Gebäude möglich sind. Der (Messe-)Preis von 39 € ist natürlich nicht ganz günstig, aber dafür bekommt man einen Bausatz, der nach knapp zwei bis drei Stunden komplett spielfertig ist. Ich war selbst überrascht wie wenig Zeit ich für meine Platte gebraucht habe. Der Hauptgrund hierfür waren definitiv die Häuser. Am Ende sei aber noch einmal gesagt, dass der Zusammenbau nicht ganz einfach ist und Fehler nicht leicht auszubessern sind, vor allem wenn man die bedruckten Bereiche beschädigt oder falsch verklebt.

Habt ihr schon Erfahrung mit den Tianyu-Gebäuden? Schreibt es in die Kommentare!

Danke fürs Lesen.

Hannes

Über Hannes

Hannes ist seit 2015 im Team, sein Aufgabenbereich umfasst: Blogs und Podcasts.

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