Apr20

Armeenaufbau: Saga 0 - Einführung und Übersicht

von Christian

Hallo, liebe Blogleser

Ja, ihr habt hier richtig gelesen, es geht um den Aufbau mehrerer Saga Armeen, allerdings unterschiedlicher Größe. Ursprünglich begann dieser Artikel 2015 als Review des „Dark Age Warriors“ Gussrahmen von Gripping Beast Plastik, dann kamen noch die „Saxon Thegns“ und die „Wiking Hirdmen“ Box dazu, die wiederkehrende Freude am Basteln mit kleinen Plastikmodellen und das wachsende Interesse an Saga. Also machte ich gleich eine Aufbauserie daraus, auch wenn zu diesem Zeitpunkt schon Teile bemalt waren. Das ganze erlitt dann über die Monate eine gehörige Projektevolution, so dass ich am Ende Dinge anders umsetzte, als ich es ursprünglich geplant hatte.
Schließlich kann dann noch die Sagaheerschau dazu, welchen einen schönen Rahmen für die Artikel bietet.

Gleich vorne weg – ich mag das Basteln und Zusammenbauen der Plastikmodelle, das immer wieder Neukombinieren der bekannten Elemente. Nach dem ich jahrelang nur noch Metallmodelle von Corvus belli, Privateer Press und vor allem Freebooter Miniatures gebastelt und bemalt hatte, war dies eine wirklich willkommenen Abwechslung. Umgekehrt sind es „nur“ historische Plastikminis, zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht ob mir Saga so viel Spaß macht und die Investition war überschaubar. Diese Menge an geformtem Polystyrol wollte ich auch irgendwann vom Basteltisch haben, zu dem „mussten“ einige Teile der Armee unter dem Druck eines Malathons und eines nahenden Saga-Turniers fertig werden, auch wenn ich das Turnier dann doch kurzfristig absagen musste. Ich wollte die Figuren also vor allem effektiv und schnell bauen und bemalen, und achtete nicht super auf Details, Highlights und Schichtungen. Auch bei meinen anderen Bemalprojekten arbeite ich gerne mit Tuschen, hier waren sie zusammen mit etwas Trockenbrüsten und wenigen Highlights mein primäres Werkzeug um die Figuren zu texturieren. Erwartet also nicht zu viel, und vor allem nicht meinen sonstigen (ohnehin eher geringen) Standard. Dennoch sollten alle Modelle über dem „3-Farben-Turnier“-Standard liegen, welche manche als völlig ausreichend betrachten.

Vorüberlegungen

Zu dem Zeitpunkt, als ich die Gussrahmen erwarb kannte ich mich schon ein klein wenig mit Saga aus und hatte Völker, Regeln und ihre Schlachtpläne studiert, aber keinerlei Praxiserfahrung. Folgende Punkte hatte ich im Kopf

  • Angelsachsen und Anglodänen sind wage interessant für mich
  • Angelsachen benötigen viele Modelle und können große Bauerneinheiten mit Schild und Speer aufstellen.
  • Anglodänen brauchen ein paar Modelle mit zweihändigen Äxten
  • Schotten reizen mich in vielen Mechaniken - die Schottenmodelle von Gripping Beast eher nicht.
  • Schotten brauchen Speerträger
  • Die Saga-Würfel für Waliser habe ich schon – die Waliser werden auch als einsteigerfreundlich bezeichnet und werfen viele Wurfspeere
  • Wikinger reizen mich weniger. Ich mag die Wikinger als Kultur, Schiffsbauer, Entdecker und Händler/Plünderer. Ich mag aber keinen Viking-Ragnar-Hype, Berserkerfans oder neopangane Mythenbildungen. Die Wikinger sind mir in Saga ein wenig zu omnipräsent.
  • Tom hatte schon erwähnt, wie er aus einer Dark Age Warrior und einer Viking Hirdmen Box kostengünstig zwei Fünf-Punkte Armeen zusammengestellt hat.

Also schaute ich, was ich mit den Gussrahmen an Modellen bauen konnte, und was sich wie verwenden ließ.

 Dark Age Warriors

Die Box enthält achtmal einen Gussrahmen für fünf ungerüstete Modelle, fünf Rundschilde, sieben Köpfe, sieben rechte Arme mit Speeren, vier Schleudern und jeweils einen Arm mit Signalhorn, Axt und Schwert. Die Körper sind so modelliert, dass dreimal der Schild eng am Körper getragen wird, bei zweien der Schilde aber auf Distanz geführt wird. Auch wenn sich nicht alle vierzig Modelle, außer mit Schild und Speer, identisch ausrüsten lassen, sollte man doch genug Möglichkeiten finden.

 

Zur Probe baute ich je ein Modell mit Schwert & Axt mit Schild zusammen, aber auch gleich je zwölf mit Schleudern und Speer und Schild. Schleuderer-Bauern und Angelsächsiche Bauern konnte ich bestimmt gebrauchen. Für Schotten und Waliser sind auch Bauern mit Wurfspeeren verfügbar, im Gussrahmen sind auch jeweils zwei Arme mit hoch geführtem Speer, enthalten, die sich als Wurfarm anbieten. Die restlichen Speerwerfer würden ihre Speere bereithalten. Damit sind schon 38 Modelle verbaut, mit den restlichen Zwölf würde ich schon noch sehen, was ich anstelle.

 

Anglo Saxon Thegns und Viking Hirdmen

In der Box finden sich zwei verschiedene Gussrahmen, zweimal ein Anführergussrahmen mit zwei Modellen und viermal der Thegn-Rahmen mit zehn Modellen in Kettenhemden, die allesamt Kreuze als Anhänger tragen. Wieder sind rausreichend viele Rundschilde und Bitz wie Schwertscheiden mit Schwert, Taschen und Messer enthalten. Die vierzehn Köpfe, in sieben Designs tragen allesamt typische Schnauzbärte. Neben typischen Nasalhelmen, finde sich auch einige Spangenhelme, die für mich eher Spätantik wirken, aber wohl angelsächsisch sind. An Waffenarmen sind diesmal „nur“ acht Speere beinhaltet, jedoch zweimal ein Schwertarm und eine Axt. Zusätzlich finden sich noch mal zwei Schwerter und Äxte mit modellierter Hand, so dass man Speerarme entsprechend umbauen kann.

Im Anführer-Rahmen finden sich neben zwei Modellen, Schwertarmen, Schildern und Schwerscheiden noch eine angelsächsische Drachenwurm-Standarte und ein schicker Mantel mit Fibel.

Sehr ähnlich auch die Wikingerbox, welche die gleiche Aufteilung an Gussrahmen zeigt. Die je zehn Kettenhemdträger tragen alle einen Hammer als Anhänger, die jeweils doppelt vorhandenen sieben Köpfe zeigen Bartträger in Nasal und Brillenhelmen, die teilweise geflochtene Zöpfe und Bärte aufweisen. Neben der Sammlung an Rundschilden, Schwertscheiden und Taschen, sind hier jedoch nur fünf Speerarme, aber vier Schwert und zwei Axtarmee zu finden. Auch sind noch Äxte mit anmodellierter Hand im Gussrahmen, die besonderen Schmankerl sind jedoch jeweils ein Rundschild mit Wurfspeeren und zwei zweihändige Äxte, aber nur ein Paar Arme speziell für diese.

Der Anführergussrahmen weißt noch, neben den zwei Modellen, Schilden, zwei Schwertarmen und Scheiden, ein reichverziertes Horn und einen schicken Umhang mit drapiertem Wolfsfell auf.

Beide Boxen sind durch die Kettenhemden voll flexibel und laden zum wilden Kombinieren ein.

Zusammenbau

Aus diesen drei Boxen wollte ich so viel wie möglich herausbekommen. Meine Veteranen sollten tendenzielle eher mit den Schwertern bewaffnet sein, als mit den „günstigen“ Äxten. Für die Schotten brauchte ich vor allem Speerträger, die zweihändigen Äxte würden nur die Anglodänen benutzen, der Kriegsherr musste eine erhalten. Da die Schotten im 9. Jahrhundert schon christianisiert waren, wollte ich eher die Sachsenkörper benutzen, allerdings passten mir viele der Wikingerhelme besser ins Bild der keltisch-bärtigen Scoten. Also sortierte ich jene aus, welche stark nach Wikingern aussahen, also Brillenhelme, geflochtene Bärte und zu ausgeprägte Zöpfe. Dann traf ich jene Entscheidung, für die ich wahrscheinlich irgendwann in der historischen Hölle (nur echt mit sieben Höllenkreisen nach Dante) schmoren muss. Mit so vielen (…88…) Kettenhemdträgern und schon definierten Bauern aus der Dark Age Warrior Box, entschied ich auch Kettenhemdträger als Krieger zu benutzten, und die Veteranen über mehr Bits, Schwertscheiden, Vollmetallhelme und „ordenliche“ Kettenhemden zu kennzeichnen und die Krieger mit schlechter gepflegten Kettenhemden und Lederhelmen zu bemalen.

Aus den Angelsachsenkörpern machte ich dann genug Anglo-Modelle, die übrigen Wikingerteile sollten dann halt Wikinger ergeben. Dann hätte ich schon eine Zweit- bis Drittkriegsbande für Demospiele und mehr Abwechslung. Außerdem sollen Wikinger gut zum lernen sein, und mit meinen relativ schwergerüsteten Schotten hatte ich dann doch etwas Hemmungen sie als schlecht gerüstete Waliser zu spielen. Für jedes Volk baute ich dann Achtertrupps an Kriegern und Veteranen auf, dazu noch vier Beserker für die Wikinger und achte Daneaxt-Träger für die Anglodänen. Aus den besonderen Bits baute ich drei Warlords. Dann wurde alles grundiert und für eine spätere Bemalung verpackt.

Hier noch ein paar Impressionen, mehr dann bei den einzelnen Armeen

Sonderangebote und Störfaktoren

Während ich so 2016 die Kriegsbanden plante und die Sagahardcovers anschaffte, fiel mir auf, dass meine Schotten ein Problem hatten. Sie dürfen als Fernkampfwaffen keine Schleudern einsetzen, sondern nur Wurfspeere (vorhanden, aber taktisch einfach eine andere Einheit) und Bögen. Die Bogenschützen der Schotten von Gripping Beast sagten mir aber gar nicht zu. Ich überlegte noch ob es Sinn macht, mit den noch vorhandenen Köpfen die GBP Arab Spearmen and Archers umzubauen, als ihn in meinem örtlichen Spieleladen ein Sonderangebot fand.

Den Vier-Punkte-Starter der Waliser, welcher auch Bogenschützen enthielt. Die zusätzlichen 16 (ungerüsten) Speerträgermodelle mit Metallspeeren, waren auch nicht unwillkommen, für die vier Veteranen und den Warlord hatte ich noch keine Verwendung, aber da würde sich was finden lassen. Ein Problem war, dass die Bogenschützen die typischen Schnauzbärte aufwiesen, welche ich eher den germanischen Anglovölkern zuweisen wollte. Nach ein paar versuchen, stellte sich jedoch heraus, dass ich mit etwas brown stuff tatsächlich für mich akzeptable Vollbärte aufmodellieren konnte. Die Bogenschützen waren also abgehakt

Dann kam mir ein weiteres Sonderangebot dazwischen, ihr wisst ja wie diese gierigmachenden kleinen Fieslinge sind. Bisher hatte ich noch keine Reitermodelle, was für Anglodänen und Wikinger nicht schlimm ist, aber Schotten und Angelsachsen dürfen berittene Veteranen, Waliser sogar berittene Krieger einsetzen. Da kam mir ein Achterblister Strathclyde Mounted Warriors, gerade recht, die so auch ein zu eins für die Waliser verwendbar sind. Da meine Schotten sie als Veteranen spielen sollten, versuchte ich ihnen noch Kettenhemden und Helme zu modellieren. Bei dem Versuch blieb es dann, denn im Gegensatz zu Fell, Bärten und Lücken bekam ist es nicht zufriedenstellend hin. Nun ja, ich spielte ja schon Krieger in Kettenhemden, warum auch nicht ungerüstete Veteranen, die sowieso gegen Beschuss empfindlicher sind. Sie können dann halt nur im Nahkampf extrem geschickt mit ihren Schilden und Pferden umgehen.

Die 16 Metallmodelle für ungerüstete Krieger und Bauer aus der Waliser-Box ließen mir keine Ruhe, da waren einfach ein paar zugute Posen für einen Speerträgerhaufen dabei. Also entschied ich mich zwölf davon als Bauern für die Angelsachsen zu verwenden. Was aber nun mit den zwölf GBP Darkage Warrior Bauern, die ich dafür eingeplant hatte? Gleich zwei volle Bauernmobs waren mir für den Anfang dann doch etwas viel, aber es wäre schön diese Option zu haben. Da ein paar dieser Modelle schon Helme erhalten hatten, entschied ich mich umzubasteln, und allen Helme zu geben. So könnte man sie auch als „korrekte“ Krieger in anderen Saga-Banden einsetzen, aber auch als Bauern für die Angelsachsen verwenden.

 

Damit sind wir bei folgender Modellbemalplanung

Wikinger

  • Kriegsherr Snorri „der alte Vielfraß“ Friggson, Jarl von Agder
  • 4 Beserker
  • 8 Veteranen mit Schwertern
  • 8 Krieger mit Äxten
  • 12 Bauern mit Schleudern

Schotten und überrüstete Waliser

  • Kriegsherr Kinlaird „der Wolf“ Seaghdh; Mormant von Dunadd
  • 12 Veteranen mit Speer
  • 24 Krieger mit Speer
  • 12 Bauern mit Bögen
  • 12 Bauern mit Wurfspeeren
  • 8 Veteranen zu Pferd

Anglo-Völker und Ersatzmodelle

  • Kriegsherr Aldwyn Trowulf, Thane von Alnwick
  • 8 Veteranen mit Daneäxten
  • 8 Veteranen mit Schwerteren
  • 12 Krieger mit Äxten
  • 12 Bauern mit Speer und Schild, Metall

 

  • 1 Walisischer Kriegsherr, Metall
  • 4 walisische Veteranen, Metall
  • 12 Krieger/Bauern mit Speeren, Kunststoff
  • 4 Krieger/Bauern mit Axt , Metall
  • 4 Krieger/Bauern , Kunststoff

Also auch wenn der Kern der jeweiligen Kriegsbanden steht gibt es noch einige Freiheitsgrade, da noch nicht alles abschließend gebaut ist. Gerade für die überzähligen Modelle mit Handwaffe und Schild, aber ohne Rüstung und Helm habe ich noch keine echte Verwendung, ich bin offen für Vorschläge

Nächste Woche widme ich mich den Wikingern, anschließend dann meinem Hauptprojekt, den Schotten. Die Angelsachsen und Anglodänen habe ich mir für den Malathon 2017 vorgenommen.

Wie geht ihr vor, wenn ihr so ein Projekt in Angriff nehmt? Ist es euch wichtig, dass unterschiedliche Banden in ihren Modellen einen anderen Stil haben, oder versucht ihr, aus dem was ihr habt, etwas Passendes zu finden? In welchem Höllenkreis brennen Saga-Tabletoper, die ihre Krieger mit Kettenhemd spielen? Wie plant ihr Armeeprojekte und wo geht ihr anders vor?

Dann freue ich mich auf eure Kommentare, denn die Wikinger nahen schon.

Kommentare (16)

  • Michael

    20 April 2017 um 08:45 |
    Wenn ich mir Deine Listen so anschaue, scheinen sie mir teils nicht wirklich auf die jeweiligen Battleboards abgestimmt. Sprich: Du könntest später beim Spielen massiv Probleme haben und Dich fragen, warum Du mit Deinen Armeen nichts reißt.

    Beispiel Wikinger: Insgesamt 3 Punkte Veteranen (inkl. Berserker) sehe ich auf keinem Turnier, viele dort nutzen nicht mal Berserker. Bauern werden meist nur als Schutzschild gegen Beschuss aufgestellt, denn Wikinger sind Nahkämpfer: Krieger opfern (um Würfel zu generieren), Fehlwürfe wiederholen - das ist die Wikinger-Taktik! Entsprechend brauchst Du viele Modelle und eher große statt kleine Elite-Einheiten. Berserker können gegen bestimmte Gegner nützlich sein, aber man muss sie nicht haben. Ragnar als besonderer Kriegsherr ist eine Überlegung wert ...

    Beispiel Waliser: Das Volk würde ich definitiv nicht als Einsteiger-Fraktion bezeichnen, denn es ist bei den SAGA-Würfeln extrem "Sechsen-abhängig". Zudem sind viele Fähigkeiten dabei, die man in der Runde des Gegners nutzt, was manchen Einsteiger sicherlich eher überfordert. Waliser brauchen zudem keine Veteranen, ihr Battleboard unterstützt vorwiegend Bauern und Krieger (speziell bei der günstigen Massenaktivierung) und die Nahkampf-Fähigkeit, bei der es auf Überzahl ankommt.

    Und: Du hast keine Priester oder Barden in Deinen Überlegungen mit einbezogen - solltest Du aber, denn teils lohnt es sich extrem.

    Beim Aufbau einer neuen Armee schaue ich zunächst extrem aufs Battleboard und gehe etliche Gedankengefechte durch. Anschließend bemale ich etwa 8 oder 9 Punkte an Modellen, um dann erste Partien mit einer flexiblen 6 Punkte-Liste spielen zu können. Dabei kristallisiert sich für mich eine feste 6-Punkte-Liste für Turniere heraus, selbst, wenn dort 6+1 gespielt wird (also 1 Punkt, den man pro Szenario austauschen darf).

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    • Louie

      20 April 2017 um 10:34 |
      Danke für das Feedback und deine Optimierungsgedanken, ich wäre dumm deine Erfahrungen als Saga-NTR-Führenden zu ignorieren :)
      Die Listen sind auch nicht die eigentlichen Bandenlisten, sondern eher die Bemalplanung welches Modelle wie gebaut und bemalt werden sollen. Daher auch noch keine Priester und Barden.

      Umgekehrt: das hier ist der Stand von prä Juli 2016, noch vor dem Malathon, als ich am ausprobieren mit Saga war, und zu den Details der Wikinger kommen wir nächste Woche - aber ich stimme dir da absolut zu.
      Außerdem mag ich Krieger sowie so lieber als Veteranen, und für eine 6-Punkte Liste würde ich ja sowieso noch Modelle ergänzen

      zu den Walisern: ja, dass mit den 6ern stimmt.
      Hm, mir wurden die Waliser mal als "einfach" wenn auch nicht "geradlinig geschildert. Wenn du dass so sagst, glaube ich dir das einfach.
      Meine ersten beiden Saga-Partien waren jeweils 4-Punkte Partien mit Walisern gegen Anglodänen und Angelsachsen (ja, auf 4 Punkten sind die doof, habe ich meinem Demogeber auch gesagt) auf Vernichtung, und da kam ich persönlich gut mit ihnen zurecht - gerade wegen den Aktivierungen im Gegnerzug, was mich ja auch an den Schotten so reizte.
      Das kann Anfängerglück oder Fähigkeit gewesen sein, mit machten sie Spaß.

      Sehe das ganze als die damals ersten Schritte eines Saga-Neulings. Mein Ansatz ist hier ja auch gar nicht: "ich baue eine optimierte Saga-Bande auf" sondern "Ich habe hier Modelle liegen - ich guck mal wie viele Sagabanden ich daraus machen kann"

      Aber deine Ausführungen sind für Anfänger sehr erhellend und hilfreich. Vielen Dank dafür!

      antworten

      • Michael

        20 April 2017 um 10:51 |
        Immer gerne!

        Generell ist es natürlich ein großer Unterschied, ob Du mit einer 4-Punkte-Armee spielst, um ins System "reinzukommen" oder mit einer regulären 6-Punkte-Armee startest. Eine 4 Punkte-Armee verzeiht Dir kleine Aufstellungsfehler, bei 6 Punkten können Du und Dein Gegner wesentlich mehr optimieren: z.B. walisische Krieger in 9er oder 11er Trupps aufstellen, damit sie durch die Aufrundungs-Regel im Fernkampf 5 bzw. 6 Angriffswürfel generieren ...
        Bei 4-Punkte-Spielen achtet man mehr darauf, dass man neben seinem Kriegsherrn noch 4 Einheiten hat, die SAGA-Würfel generieren, um die volle Anzahl zu erhalten. Bei 6-Punkten verzichtet man hingegen schon mal auf eine Einheit, um dafür einen Priester zu holen und denkt zudem über einen Barden nach.

        Generell finde ich Deinen Ansatz prima, zu überlegen, aus wie wenig Modellen man möglichst viele verschiedene Fraktionen basteln kann. Das ist meiner Meinung nach DER große Vorteil bei SAGA: Viele Modelle lassen sich für zig Fraktionen einsetzen und man kann nach Lust und Laune mal zwischen den Battleboards wechseln.

        antworten

  • Muron21

    20 April 2017 um 14:34 |
    Hallo,

    da ich es jetzt gerade nochmal auf dem einen Bild mit den 12 Speerträgern sehe. Ich würde dir dringend empfehlen, die Metallspeere von Gripping Beast durch etwas anderes zu ersetzen. Hier eignen sich gnz besonders Besenborsten von einem herkömmlichen Besen aus dem Baumarkt. Diese lassen sich verbiegen, ohne dass die Farbe abblättert und das Beste daran ist, dass sie sich wieder in die Ausgangsposition zurückbiegen. Es gibt meiner Meinung nach nichts schlimmeres als verbogene Speere an Miniaturen. sieht immer total dämlich aus.
    Kann dazu auch das Youtube-Video aus Wraits Crypt empfehlen, in dem es speziell um Speere aus Besenborsten geht.
    Ansonsten sehr solides Projekt.

    antworten

    • Louie

      20 April 2017 um 14:41 |
      Danke, bisher ist ja noch nicht viel zu sehen.

      ja, das Video von Wraith kenne ich, vor allem wie er die Spitzen gestaltet - er nutzt die Methode ja auch für Pfeile

      Bisher habe ich leider aber noch keine Borsten gefunden, die mir dick genug sind.
      Hinterhältigerweise würde ich da sogar einige Kunststoffspeere ersetzten, die sich teilweise als recht empfindlich herausgestellt haben
      Zu den ersten Metallspeeren kommen wir dann in Teil 2, die Wikinger sind alle noch in Plastik

      antworten

      • Andrew

        27 April 2017 um 18:14 |
        Hey, probiere es mal mit den Plastik Cocktailspießen.

        antworten

        • Louie

          27 April 2017 um 18:55 |
          Da ich davon aus gehe, dass du das bist:
          Willkommen und danke für diese Idee, alter Freund!

          antworten

          • Andrew

            27 April 2017 um 19:17 |
            Gerne;-)
            Die Minis wären bestimmt auch was für Volkan. Muss ich ihm mal sagen;-)

            antworten

  • Sir Leon

    20 April 2017 um 14:36 |
    Geht es denn ausdrücklich darum, Saga zu spielen oder geht es darum, Modelle für die britischen Inseln des 10. und 11. Jahrhunderts zu sammeln und damit zu spielen? Es gibt so viele historische Systeme, da würde ich meine Sammlung erfahrungsgemäß nicht so sehr an einem System entlanghangeln. Ich bin ja mit Saga nie 100%ig grün geworden, spiele es daher nur noch sehr gelegentlich. Da ich aber Saga einfach mit meiner vorhandenen Sammlung (Kiew im 10. Jahrhundert) gespielt habe, ist das insofern unproblematisch. Spiele mit den Modellen immer noch - Saga, Lion Rampant, WAB und Valhalla.

    Würde daher eher entspannt bleiben, was irgendwelche Armeelisten-Kompositionen angeht.

    P.S.: Was ist ein Saga-NTR-Führender?

    antworten

    • Michael

      20 April 2017 um 14:53 |
      Ich glaube, Louie spielt damit auf meine T3-Wertung an. Spiele seit rund 2 Jahren SAGA auf vielen Turnieren. Aber die Führung in der Wertung wechselt immer mal wieder :D

      antworten

    • Louie

      20 April 2017 um 14:55 |
      Der Ansatz war klar Saga zu spielen.
      Die Miniaturen würden sich auch anderweitig verwenden lassen, ich spiele aber (bisher) keine anderen historischen Systeme und wenn würde es mich dann auch eher in Richtung spätes 16. Jhr. ziehen.

      Historisch interessiert, aber in der Epoche eher halbgebildet hätte ich meine Banden eher ins 9. Jhr verordnet, das ist aber nun eher Fluff-Bedingt.
      Die Modelle finde ich nicht großartig genug um sie zu sammeln, aber die Plastikgussrahmen und Möglichkeiten interessant genug um sie zu bauen, wild zu kombinieren, anzumalen und damit zu spielen. Daher werde ich auch wie schon gesagt nicht mal 85% bei Gestaltung, Bemalung und historischer Stimmigkeit ins Detail gehen.

      NTR steht für NationaleTurnierRangliste bzw NationalTournamentRanking, also dein Rang auf den T3 Turnieren.
      Da es kein Elo-System ist, steht dein Rang nicht für Spielstärke, sondern in etwa für deine Spielerfahrung, da man keine Punkte durch Niederlagen verliert, sondern durch das Gewinnen von (großen) Turnieren einfach mehr Punkte als die anderen Mitspieler erhält.
      Da ich relativ begeistert Freebooter-Spaß-Turniere spiele, die auch gewertet werden, bin ich bei Michael zufällig drauf gestoßen, dass er gerade Saga anführt.

      antworten

      • Sir Leon

        20 April 2017 um 15:49 |
        Das schöne an den historischen Themen ist ja, dass man gar nicht in Systemen denken muss. Man kann sich ja einfach mal Lion Rampant zulegen und dann gucken, was passiert. Kostet ja nicht die Welt. Meine Armee für den American War of Idenpendence war schon drei Regimenter stark, bevor wir uns überhaupt Gedanken über ein Regelwerk gemacht haben. Meine Armee für den Civil War ist im Aufbau und ich habe jetzt schon drei Regelwerke im Schrank stehen, die theoretisch alle mal dran kommen könnten - wobei ich schon einen Favoriten habe, aber ein Regelwerk spielt auf Brigade-Ebene und eins auf Divisionsebene von daher werde ich wohl eh beide spielen.

        Lange Rede, kurzer Sinn, ich würde mich da nicht zu sklavisch einem System unterwerfen. Saga ist da ja - wie fast alle historischen Systeme - recht offen gestaltet (die basierung ist ja z. B. sehr frei). Ich hab Saga auch schon mit Multibases gespielt, hat auch nicht gestört.

        Spätes 16. Jahrhundert? Die österreichischen Türkenkriege oder was genau? Ist weniger mein Feld, muss ich sagen, aber jeder wie er mag. ;)

        Die Anglo-Dänen bei Saga sollen Kämpfer des anglo-skandinavischen Reiches unter Knut den Großen darstellen, daher gehören die wohl eher ins 11. Jahrhundert. Wenn du aber die Wikinger -Modelle dafür nehmen magst, sind es wohl eher Kämpfer des Danelag im 9. Jahrhundert. Die werden bei Saga allerdings eher durch die Wikinger abgebildet. Hätte da jetzt aus historischer Sicht keine Bauchschmerzen, wenn man Anglo-Dänen dafür nimmt.

        antworten

        • Louie

          23 April 2017 um 01:18 |
          auf die Anglodänen gehe ich noch im entsprechenden Artikel ein.

          Ich mag halt Spätrenaissance
          bei späters 16.jhr denke ich eher westeuropäisch. 80-jähriger-Krieg, schmalkaldischer Krieg,Hugenotten-Kriege, What-If-Landung der Armada in Kent&Sussex
          Und dann halt das 17.Jhr: 30jähriger-Krieg, Englischer Bürgerkrieg,Bishops-War.-auch wenn es da in dass mir verhasste Barock der Gegenreformation geht, finde ich die Epoche interessant.

          antworten

  • Tim

    20 April 2017 um 16:33 |
    Boah, danke. Mir geht es mit Wikingern genauso. FunFact: Hammerförnige Anhänger werden fast ausschließlich in Frauengräbern gefunden. ;-)

    antworten

    • Louie

      20 April 2017 um 20:08 |
      Dann freue dich auf den Blog über die Wikinger und seinen Untertitel ;-)

      antworten

  • Tim

    21 April 2017 um 09:57 |
    Ach fuck it, irgendwer war gestern müde und hat vier Boxen Normannen, ein paar Zinnnormannen, Magneten sowie Decals bestellt.

    antworten

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