Dienstag, 30 Januar 2018

Kurzblogreview: A Song of Ice and Fire - Ein zweiter Eindruck

Hallo, willkomen im Blog, ....wie, das hier sind die News??

Ja, ihr lest hier richtig, im Zuge der Umgestaltungen bei Magabotato, macht sich der Blog im Newsbereich breit.

Hier wollen wir Kurzreviews, Meinungen, Updates und andere Artikel verbreiten, die nicht den Umfang oder die Halbwertszeit eines "vollen" Blogartikels besitzen, aber trotzdem interessant sind.

Dies soll für euch auch die abnehmende Newsfülle kompensieren, so lange wir im Umbau sind. Denn interessante Entdeckungen, Beurteilungen und Meinungen haben wir immer noch.

In der Vergangenheit hatten wir in den News und im Podcast schon mehrmals über über das Tabletop zu "A Song of Ice and Fire", dass Cool Mini or Not im August über Kickstarter finanziert hat, berichtet. Den lokalisiereten Vertrieb in deutschland wird Asmodee übernehmen.

Unsere Reaktionen waren bisher eher verhalten. Die Miniaturen waren zwar von Dark Sword aber sollten aus Brettspielplastik sein, auch wenn die Waffen aus ABS-Kunststoff stabiler und bruchsicherer sein sollten. Aber alles in allem wäre es ein weiteres Rank&File-Spiel mit vielen Miniaturen und  einigen bekannten Mechanismen. Gerade nach dem RuneWars PseudoHype waren wir etwas skeptisch. Auch wenn Buchfans wie ich, es sehr mochten, dass dieses Spiel "nur" die Buchlizenz hat, waren sich doch viele einig, das die Fernsehserien-Lizenz noch zugkräftiger wäre.

Daher lies ich den Kickstarter aus. Es wäre nur wieder viel Plastik für nicht wenig Geld gewesen, dass ich gerade dringender brauchte.

Nun stolperten Felice und ich auf der Spiel Sonntag morgens über einen Demostand, der gerade frei war. Neugierig war ich schon und so nutzten wir die Gelegenheit uns einen zweiten Eindruck zu holen

Wir spielten eine reduzierte Partie, mit einem einfachen Szenario, verkleinertem Spielplan und nur wenigen Einheiten. Felice tat auf Seiten der Starks mit Robb Stark, dem "jungen Wolf"" und seinen "Sworn Swords", den "Umber Beserkers" und seiner Mutter Cathlyn Stark an.
Ich führte die Lannister-Streitmacht aus Jamie Lannister, seiner "Lannister Guard", den "Lannister Helebardiers" und Cersei Lannister.

Spielerisch verhielten sich die Einheiten so wie man es erwartet. Die beiden Einheiten mit dem Charaktermodell waren solide gepanzerte Infanterieeinheiten mit den Sonderregeln ihrer Anführer, die Umber Beserkers eine leicht gerüstete Einheit, die aber kräftig austeilt und ihren Kampfwert noch erhöht, wenn sie Verluste erleidet und die Hellebardiere waren super um einen frontalen Sturmangriff abzufangen. Nichts völlig Neues  war auch die Kampfabwicklung (vorderes Glied kämpft, hinteres Unterstützt) oder das Moralsystem (misslungene Moraltests verursachen zusätzliche Verluste)

Erwartet hatten wir schon den Einfluss der Ereigniskarten und die Taktiererei, in dem Einheiten abwechselnd aktiviert werden. Da wir sehr wohl um die Gefahr des Flankieren wussten, arrangierten wir beiderseits ein frontales Vorgehen, es was ja auch kein Platz zum manövrieren. Überrascht waren wir aber von der Bedeutung der NCU, der Non-Combat-Units Cathlyn und Cersei. Diese erlauben durch die abwechselnde Aktivierung Abwartetaktiken, außerdem besetzen sie taktisch Positionen auf der Strategieleiste, die Boni für eigene Einheiten ermöglichen und diese dem Gegner verweigern. Manche der Handkarten funktionieren auch nur, wenn man selbst eine bestimmte Position auf der Leiste besitzt. 

Geschickt konnte Felice dies nutzen, um einige Umber Beserker wieder zu holen und mir einen entscheidenden Angriffsbonus zu verweigern. Das führte dazu, dass ihre Sworn Swords durchhielten, während ihre Umber Beserker meine Hellebardiere niederrangen und vom Szenarioziel drängten. Da es mir dann nicht gelang die Sworn Swords zurückzudrängen, konnte sie danach nochmals punkten und die Partie entscheiden

 Spielerisch kombiniert dieses Tabletop also einige sehr bewährte Mechanismen und bringt einige frische taktische Ideen und Fähigkeiten ins Spiel, die uns überraschten und ansprachen. Es ist definitv eher gameistisch als simulierend aufgebaut, wirkt auf uns aber durchdacht und solide.

 Auch die Miniaturen wussten uns zu gefallen. Der Kunststoff ist angenehm hart und die Güsse auch detailliert. Die Designs sind für mich angenehm einprägsam, ohne sich am visuellen Stil der Serie zu orientieren.

Tja, und das hatte mich in tiefe Problem gestürzt. Denn einerseits wollte ich das Spiel erst mal auf dem Markt ankommen lassen und abwarten ob Erweiterungen für die Häuser Baratheon, Tyrell und vor allem Martell erscheinen. Andererseits fand ich die Partie interessant genug, um nun doch über den LatePledge nachzudenken.

Zum Glück ist inzwischen der LatePledge geschlossen und CMoN hat inzwischen angekündigt zwei weitere Fraktionen kurz nach dem Release zu veröffentlichen. Ich bleibe gespannt wie das Spiel angenommen und weiter entwickelt wird.

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