Me gussta – Scots Covenanters

Willkommen zurück zur Serie: Me Gussta – Christian und die Gussrahmen. Heute will ich mich einer meiner historischen Liebhabereien annehmen: Den Scots Covenanters von Warlord Games.

Ich erspare euch den historischen Kontext, denn darüber werde ich mich bei meinem Armeeaufbau für Pikeman’s Lament noch auslassen. Hier soll es um den Gussrahmen von Warlord und die zusätzlichen Metallteile gehen.

Der Gussrahmen

Bei der Box Scots Covenanter handelt es sich um 3 Gussrahmen und vier zusätzliche Metallmodelle plus zusätzliche Metallkopfbedeckungen. Außerdem liegt noch eine kleine Broschüre dabei, aus dem man sich passende Flaggen ausschneiden kann.

Der Kern stellt der Pike&Shotte-Infanterie-Gussrahmen dar, um den es hier hauptsächlich gehen soll. Dieser wird in allen Kunststoffinfanterieboxen von Warlord für diese Epoche verwendet und mit weiteren Teilen sowie Kommandogussrahmen für die jeweiligen Armeen ergänzt. Im Original stammt er von 2009 und wurde bei Renedra für Warlord gefertigt. Theoretisch enthält er 13 Modelle, von denen aber praktisch nur 12 verwendet werden können, denn die Modelle sind relativ strikt aufgeteilt. Alle Modelle sind in fixer Pose mit befestigtem Kopf. Nur die Arme und Kopfbedeckungen sind modular gehalten. Als Accessoires sind nur die Degenscheiden, Schießgabeln und ein paar Federn enthalten.

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Der Gussrahmen enthält 5 Pikeniere und 8 Musketiere, die aber auch noch aufgeteilt sind. Zwei der Pikeniere sind marschierend/stehend mit geschulterter Pike ausgelegt, genauso viele passende Arme sind auch zu finden. Drei der Pikeniere haben eine Pike kampfbereit, einer davon ist mit einem Kürass mit Beintaschen gerüstet. Im Gussrahmen sind aber immer nur eine gesenkte und eine schräg erhobene Pike enthalten – daher können insgesamt nur vier Pikeniere gebaut werden.

Ähnlich ist es auch bei den Musketieren, die man an den Schießpulverbanderolen erkennt. Hier sind zwar doppelt so viele enthalten, aber letzten Endes sind es auch nur zwei feuernde und zwei marschierende/stehende Modelle und ihre Dubletten. Genau so sind dann auch die Arme ausgelegt, jeweils ein verdoppeltes Set aus zwei feuerbereiten Luntenschlossmusketen, einer geschulterten und einer vor der Brust präsentierten.

Da alles ist insoweit ganz nett, aber selbst nach dem Stand von 2009 nicht besonders beeindruckend. Aber es gibt ja noch die Kopfbedeckungen, mit denen man das ganze variieren kann. Das sind aber auch erstmal nur 13 Stück, Hauptsächlich klassische (Musketier)Schlapphüte, Mützen, zwei Morion-Helme und genau ein Bonnet/Barett. Das wirkt jetzt erstmal ein wenig dürftig. Theoretisch könnte man die Körper von schießenden Musketieren und stoßenden Pikenieren austauschen, aber dabei fallen ganz leicht andere Schulterwinkel und die Musketierbanderolen auf.

Kommen wir aber zu dem was diese Box von anderen Pike&Shotte-Infanterie-Plastikboxen unterscheidet: den Metallteilen. Die Box enthält noch vier Metallmodelle, einen Fähnrich mit Fahnenstange, zwei Offiziere mit Hellebarde und Partisane und ein marschierender Dudelsackspieler. Auch diese haben noch keine Kopfbedeckung. Für alle 40 Modelle liegen aber zehn Gusssets mit je vier unterschiedlichen Bonnets bei, so dass es genug Kopfbedeckungen gibt und man diese relativ weit variieren kann.

Stell mich allein der Gussrahmen zufrieden? Ein klares Nein. Allerdings kauft man sich eben nicht nur einen Gussrahmen sondern mindestens gleich drei davon. So bewirbt Warlord ihn damit, dass man damit eine Pikeniereinheit und zwei Musketiereinheiten aufstellen kann, die dann aber etwas eingeschränkt sind. Tatsächlich ist diese Box bei mir erst mit der Verdopplung in der Komfortzone angekommen, weil ich dann das Gefühl hatte genug Arme mit der jeweiligen Pose zu besitzen. So konnte ich mir dann (mit Offizieren, Dudelsackbläsern, Fahnen und weiteren Modellen) sehr unkompliziert vier 12er Einheiten bauen und habe noch genug Modelle für andere Dinge übrig. Pikeniere im Marsch, Pikeniere im Angriff, Musketiere beim Feuern und Musketiere beim Warten/Marschieren. Und ich hatte damit echt viel Spaß, weil ich für Covenanter ja nur Bonnets (und ein paar Mützen und Strohhüte) verwende und jetzt die Möglichkeit habe, weitere Pikenblöcke mit Morion und unzähligen Soldaten mit Schlapphüten aufzustellen.

Fazit

Man merkt dem Gussrahmen sein Alter an. In Sachen Modularität war er schon 2009 nicht mehr hochmodern, auch wenn das Prinzip mit den Hüten sehr findig ist, begannen doch erst im 17. Jahrhundert Armeen langsam uniformer zu werden. Allerdings kauft man für die typischen Spiele dieser Zeit eben nicht nur einen Gussrahmen oder eine Box, sondern gleich mehrere. Mit einigen Zusatzteilen, wie speziell schwedischen Morions oder schottischen Bonnets, schafft man gleich viel mehr Variationen und kann typische Einheiten aufstellen. Außerdem bietet Warlord auch alle Kopfbedeckungen als Metallguss an. Ich hatte viel Spaß mit dem Gussrahmen (genug um mir weitere Boxen und Metallmodelle nachzubestellen), denn er ist auch nicht dazu gedacht hoch individuelle Modelle für Skirmisher, sondern ganze Einheiten auszuheben.


Was haltet ihr von den Modellen und der Rezension? Und für welche Armee braucht ihr noch ganz schleunigst neue Hüte? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Über Christian

Christian begann als Gastautor, der auch regelmäßig und ausführlich unsere Beiträge kommentiert hat. Auch wenn seine "Klugkoterei" gefürchtet ist, mussten wir ihn wegen seines Schwerpunkts auf dem Blog damals ins Team holen. Christians liebsten Hobbytätigkeiten zählen: Geländebau, LARP, Turniere spielen (Freebooters Fate), Brettspiel und Rollenspiel. Aktive Tabletopsysteme sind: Freebooters Fate, Saga, Bolt Action, Dropzone Commander, bald wohl auf Dead Man’s Hand und Frostgrave

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