Im Weltraum hört dich niemand schreien – Stargrave

Sternzeit: 87715,26

Ort: Milchstraße

Logbücher der Captains der unterschiedlichsten fliegenden Untertassen:

 

Herzlich Willkommen zum nächsten Redaktionsgemeinschaftsblog!

Vor ein paar Wochen haben Hannes, Markus, Sebbo und Seppel je drei gleiche Gussrahmen aus den vier unterschiedlichen Northstar-Boxen für Stargrave bekommen. Die Mission: Eine Crew ausheben um in den dunklen Weiten der Galaxie spannende Abenteuer überstehen zu können. Den vier wackeren Captains schlossen sich dann noch Thorsten und Simon (alias 4ydra) an um ebenfalls eine Mannschaft zusammen zu stellen. Stoßen wir das Tor zu den Sternen auf!

Ohne das Wissen der Anderen wurde gebastelt, geklebt und geschrieben. Hier präsentieren wir euch die ersten Ergebnisse unserer Odyssee im Weltall 2022:

 


Markus

Captain S. Schaefer – Rufname „Papa“ ist ein Veteran aus den Vereinigungskriegen der Kolonien im Sektor 14. Seine Karriere fing, wie in seiner Familie üblich, als Ensign in den Erdstreitkräften an. Hier diente er zuerst auf dem Mond und danach bei den Aufständen des Mars. Dort verdiente er sich seine ersten Orden und bekam danach auch sein erstes Kommando. Nachdem er sich in zahlreichen Einsätzen auszeichnete, wurde ihm das Kommando einer Spezialeinheit übertragen. Diese Spezialeinheit bestand aus handverlesen Soldaten die ihm treu ergeben waren. Captain S. Schaefer kümmerte sich immer gut um seine Einheit, weshalb er sich irgendwann den Rufnamen „Papa“ einheimste. Nach den Vereinigungskriege der Kolonien herrschte vorerst Frieden in diesem Teil der Galaxie. Captain S. Schaefer wollte sich eigentlich zur Ruhe setzten, doch konnten er und seine Einheit nicht ablehnen, sich der Schnelleingreiftruppen der Sektion 31 des Erdgeheimdienstes anzuschließen. Seitdem absolvieren S. Schaefer und seine Truppe viele Sondereinsätze und schrecken auch nicht davor zurück in unbekanntes Terrain vorzudringen.

Meine Crew besteht aus den folgenden Mitgliedern:

  • Captain (Veteran) S. Schaefer genannt „Papa“
  • 1. Maat (Tekker) „Zabongo“
  • 4x Trooper „Morx“, „Derfel“, „Morris“ und „Wicht“
  • Sniper „Andarion“
  • Sanitäter „Motschebo“
  • 2x Rekruten „Jonny“ und „Noc“

Thorsten

„Und? Was meint ihr?“ Der Mann mittleren Alters mit der perfekt sitzenden Frisur blickte seine beiden Begleiter an. „Ja nun… da müssen mindestens 20k mehr drin sein, sonst wird das nix. Spesen und so.“ Mit diesen Worten verschränkte der Cyborg die Arme vor der Brust. Erwartungsvoll richteten beide ihre Aufmerksamkeit auf den Dritten im Bunde. Der ernste, ältere Mann runzelte kurz die Stirn, wartete einen perfekt abgestimmten Augenblick und erhob seine Stimme über den Hintergrundlärm der Raumfahrerbar: „Captain, ich kann Ihnen nicht empfehlen diesen Auftrag anzunehmen. Beim letzten mal als wir ein solches Unternehmen-“ „Nimm sofort deine dreckigen Griffel von meiner Betsy!“ Der Hintergrundlärm hatte seine Intensität gleich um mehrere Stufen gesteigert und seine Quelle war einfach auszumachen: Der Ausruf stammte von einer zierlichen Frau, welche mit wutentbranntem Gesicht versuchte, ihr schweres Maschinengewehr dem Griff eines beinahe doppelt so großen Mannes zu entziehen. Auf der Jacke jenes Hünen prangte in großen Lettern das Wort „Security“. „Wissen Sie was? Wir nehmen den Job!“ warf der gut frisierte Mann der verdattert dreinblickenden vierten Person am Tisch entgegen, schnappte sich das Datenpad und hastete in Richtung des Tumults. „Wir werden auch hier wieder Hausverbot kriegen, oder?“ fragte der Cyborg während er und der ältere Mann hastig ihrem Captain folgten.

Captain Jack Flashheart (Woof!) ist der allseits bekannte Typ „netter Schurke“, der es irgendwie nicht einfach nur schafft aus jeder Situation, und sei sie noch so mies, zu entkommen. Er sieht auch noch gut aus dabei und seine Frisur trotzt scheinbar sogar einem Monsun. Aber was wäre ein Captain ohne seine Crew? Sein erster Maat, der Cyborg Bob, kann nicht nur exzellent mit jeder im Universum existierenden Waffe umgehen – Dank seiner Implantate schafft er es immer einen Weg zu finden. Sei es durch Hacking oder pure Kraft. Dr. Zed fungiert neben seiner offensichtlichen Profession als Stimme der Vernunft in dem verrückten Haufen. Zu dritt bilden sie eine Art inneren Zirkel und führen Vertragsverhandlungen nur gemeinsam. Die Crew um Captain Flashheart versteht sich als Beschaffungsspezialisten und so ist es nicht verwunderlich, dass neben einem Codebreaker namens Starlord, der etwas schrullige Jenkins hier ebenfalls einen Platz gefunden hat. Er ist ein Meister im Umgang mit analoger Technologie wie… sagen wir mal… Sicherheitsschlössern. Sollten alle Stricke reißen (oder ihr Geduldsfaden) liefert Barbara der Bande mit ihrer Lieblingswaffe Betsy, einem schweren Maschinengewehr, einen nicht zu ignorierenden Argumentationsverstärker. Mit etwas weniger Feuerkraft, dafür umso besonnener ist die passende Beschreibung für das übliche Vorgehen von Bruce. Er und Barbara waren Mitglieder derselben Einheit beim Militär bevor sie unehrenhaft entlassen wurden. Ironischerweise war es Bruce der als erster ihrem damaligen kommandierenden Offizier nach einer katastrophal gescheiterten Mission den Gewehrkolben ins Gesicht geschlagen hatte. Der Rest dieses zusammengewürfelten Haufens besteht aus Neulingen die sich erst noch beweisen müssen. Und angesichts ihrer bisherigen Abenteuer hat der harte Kern der Crew eine goldene Regel eingeführt: Wir geben ihnen unter fünf überlebten Missionen keine Namen.

Die Crew:

  • Captain Jack Flashheart – Rogue
  • 1st Mate Bob – Cyborg
  • Dr. Zed – Medic
  • Barbara (und Betsy) – Gunner
  • Starlord – Codebreaker
  • Jenkins – Casecracker
  • Bruce – Trooper
  • Bursche 1 – Recruit
  • Bursche 2 – Recruit
  • Bursche flink – Runner

Seppel

Klischee-Hintergrund zur Crew

Jake Claybourne war einst Master Sergeant der 1st Galactic Infantry Division (GID). Seit er denken konnte bestand sein Leben nur aus Krieg und Auseinandersetzungen. Schon auf seinem Heimatplaneten Kentaros musste er die Gräueltaten der SCYTHLOTEN als Kind miterleben, als diese ohne Vorwarnung in das Sonnensystem eindrangen und begannen, die Monde und Planeten zu annektieren, nur um an die Bodenschätze und Edelerden zu gelangen.

Durch die Zwangsevakuierung seiner Heimat beraubt, zog er mit seiner Familie von System zu System um eine neue Heimat zu finden. Nur wollte das nie wirklich gelingen.

Deshalb riss er mit 16 von zu Hause aus und schrieb sich bei der mobilen Infanterie der Galactic Infantry Division ein, um seiner persönlichen Rache zu folgen. Er diente sich hoch und wurde mit Orden überschüttet, im festen Glauben, dass die Division das richtige tat.

Bei der Schlacht um LV426, als die SCYTHLOTEN in das nächste System einfielen, wurden er und seine Einheit aber einfach vergessen. Die Führung hatte sich mit den Alienwesen geeinigt und die restlichen Truppen einfach abgeschrieben – als eine Art Kollateralschaden.

Nach heftigen und blutigen Gefechten kehrte Claybourne nur mit einer Handvoll Männer seiner Einheit zurück.

Die GID hatte für diese Veteranen aber keinen Platz mehr und so wurden Jake und seine Leute kurzerhand ehrenhaft entlassen.

Mit der Abfindung und den jahrelangen guten Beziehungen zu diversesten GID-Mitarbeitern gründete Jake die Söldnerfirma „Yellow Water“. So kann er sich die Aufträge aussuchen und nun mehr seine eigene Art der Gerechtigkeit in der Galaxis verbreiten.

Die meisten seiner Söldner bestehen aus den Resten der Einheit, mit der er jahrelang durch dick und dünn gegangen war. Daher setzt sich seine Crew aus wenigen, elitären Mitgliedern zusammen. Sie alle sind handverlesen und wissen die Arbeit unter Jakes Führung zu schätzen…

Beschreibung der Crew

Als das Projekt in der Redaktion bekannt wurde, war ich begeistert. Endlich mal eine bunte Alientruppe, schön exotisch alles. Nun, was soll ich sagen…

Ich komme aus meiner Haut nicht raus. Der lange Militärdienst hat seine Spuren hinterlassen und als ich die Gussrahmen in der Hand hatte, war klar: Das gibt eine elitäre militärische Truppe!

Gesagt, getan. Nur auf nichtaktivkombatante Positionen habe ich ein Alien gesetzt. Als Medic fand ich das, warum auch immer, passend.

Die Crew:

  • Captain Jake Claybourne/Veteran X
  • 1st Mate Klickklack/Psioniker X
  • Medic X
  • Sniper
  • Hacker/Codebreaker X
  • Burner
  • Gunner X
  • Grenadier
  • Commando X
  • Amored Trooper
  • 5 Sentry XXX

X = Anzahl in der aktuellen Crew

Kleine Anekdoten am Rande:

1. Der Start des Projektes war sehr holprig bei mir. Genau EINE Mini konnte ich kleben, dann war mein Plastikkleber alle. Der lokale Hobbyladen wurde vor 5 Wochen geschlossen, der Inhaber des Modellbauladens war im Urlaub und bei sämtlichen Kaufhäusern war der Kleber auch ausverkauft! Sowas habe ich noch nicht erlebt.

2. Ich möchte aus gutem Grund nochmal auf unseren Gesundheitspodcast hinweisen. Beim Austrennen aus dem Gussrahmen brach mein Skalpellklinge (warum auch immer) und sprang mir genau in Augenhöhe gegen meine Schutzbrille. Der Teufel ist ein Eichhörnchen…


Hannes

Im Weltraum hört aber auch niemand die schreien, deren Habe man sich aneignet! Hisst die blutrote Flagge! Es wird Zeit, sich die Taschen voll zu machen!

Der Name Captain Cuon wird selbst in den schäbigsten Tavernen der Patridasphäre nur hinter vorgehaltener Hand gemurmelt. Als Captain der Stubborn Jester hat er schon so manchen Handelsreisenden um Geld und Leben gebracht. Für immer unvergessen wird der Überfall auf Mercator Prime bleiben, bei dem die Crew mit einem Schiff kam und mit fünf Schiffen abdampfte! Schauen wir uns die Halsabschneider der Stubborn Jester mal genauer an!

  • Captain V. Cuon, besser bekannt als der rote Wolf. Die Legenden besagen, dass er schon dreimal auf die Sträflingswelt Baccno Gorgo verbannt wurde, aber jedes Mal gelang ihm die Flucht. Nun wollen ihn die Bürokraten nur noch tot sehen!
  • Mudon „Mudo“ Rodin, der Navogootanier wird von Cuon wegen seines scharfen Verstands geschätzt. Als langjähriger Kampfgefährte des roten Wolfs ist er seine rechte Hand und der Navigator der Stubborn Jester.
  • Quab!, die wirbellose Waffenplattform, hat lange er auf einem Walfänger auf Tycche gedient, aber Raketen machen einfach viel mehr Spaß als Harpunen. Außerdem ist die Bezahlung als Pirat besser!
  • Dawe Zerany, ist bei weitem nicht der Schlauste, aber eine clevere Entscheidung hat er in seinem Leben getroffen. Als die Stubborn Jester von Junker XII anhob, schlich er sich in den Laderaum und verließ den Moloch aus Stein und Stahl für immer. Nur die Sterne schenken die absolute Freiheit!
  • Reno Isak, ein Mann vom alten Schlag. Von der Armee als zu alt entlassen, schloss er sich kurzum Captain Cuon und seiner Crew an. Am Ende muss jeder schauen, wo er bleibt!
  • Lev „Sassa“ Tenta, sein Lebensweg war schon als Kind vorgezeichnet. Als Sohn eines Majors und einer Bürokratin hatte er die Qual der Wahl. Aber Disziplinlosigkeit und ein Hang zu Abkürzungen brachten ihn vom Offiziersanwärter zum Wachsoldaten auf Baccno Gorgo und anschließend zum Sträfling. Zu seinem Glück durfte er sich eine Zelle mit Cuon teilen – der Rest ist Geschichte.
  • Bhycoo Amerii, der Padacci hat mehr als zwei funktionierende Greiforgane! Ideal, wenn es darum geht, Löcher im Maschinenraum zu stopfen – oder Beute in die eigenen Taschen.
  • Alp Dufor, Chefmaschinist der Stubborn Jester, diese Position hatte er schon inne, als das Schiff noch Emerald Star hieß und er wird diese Position noch bekleiden, wenn das Schiff nur noch ein Haufen Schrott ist!
  • Doc T’WeaRes, wie der Doc zu Crew gestoßen ist, weiß nur der Captain und der verrät es nicht. Aber eines ist sicher: Solange noch genug übrig ist, kann er es zusammenflicken!
  • 74102, halb Roboter, halb Waffe, halb etwas anderes. Der Doc hat alles was er finden konnte in einen Kampfanzug gepresst und wiederbelebt, seitdem dient 74102 treu und wortlos auf der Stubborn Jester.

Wie sich die Crew regeltechnisch zusammensetzen wird ist noch nicht ganz klar, aber ihr werdet es bald erfahren:)


Sebbo

Wie ich sehe, haben meine Freunde ja schon richtig gut vorgelegt was Geschichten und Modelle angeht. Eine so umfangreich ausgearbeitete Hintergrundstory habe ich für meine Crew noch nicht, sie ist aber bereits in Arbeit.

Allerdings habe ich meinem Captain eine Geschichte und einen Antrieb gegeben, die ich gerne mit euch teilen möchte:

Der Captain der „Junk Raptor“ ist ein ältere Mann namens Doktor Blyth Duxbury und eigentlich eine Kapazität auf dem Gebiet der Robotik. Mit dem Zusammenbruch der alten Ordnung ist jedoch auch er auf seine alten Tage Arbeits- und Heimatlos geworden. Kurz nach Ausbruch des Krieges wurde auch der Planet Severin 3 von den Verheerungen der Gewalt erreicht. Die Forschungsstation, die er einst mit seinem Team betreut hat, wurde durch mehrere Überfälle, Plünderungen und schlussendlich eine Bombardierung dem Erdboden gleich gemacht. „Wenigstens sind dem Feind keine wichtigen Forschungsergebnisse in die Hände gefallen.“, lautete es aus dem Staatsministerium für Robotik und Androidenforschung auf Severin 3. Dass aber auch er und sein Forscherteam nun vor den Trümmern seines Lebenswerkes standen, war den Senatoren und Ministern wohl entgangen. Noch während der Kampfhandlungen hatte der Duxbury Teile seiner Ausrüstung unter Lebensgefahr in die Raptor, ein in die Jahre gekommenes Müllsammelraumschiff in der Nähe der Station, geschafft. Seine Assistenten, allen voran der hünenhafte Cyborg Nelson „Shield“ Ashland, leisteten tatkräftige Unterstützung – nicht nur aus reiner Nächstenliebe. Natürlich war ihnen allen bewusst, dass der alte Doktor die Station nicht ohne den Versuch der Datenrettung verlassen würde. Und ohne Duxbury würde der Pilot der Raptor Severin 3 nicht verlassen. Denn Pilot Wallace Fowler ist seit Jahren mit dem Chef des Forscherteams befreundet und durch dick und dünn gegangen.

Zusammen mit Duxbury, Ashland und Fowler verließen noch drei weitere Mitglieder des Forschungsteam den Planeten. Der Rest des ehemals mehrere Dutzend umfassenden Teams kam vermutlich im Inferno des Angriffs ums Leben. Mit dem Angriff der Navogootanier endete die wissenschaftliche Karriere von Blythe Duxbury und seine Laufbahn als Schrottsammler begann. Mit Hilfe der Crew der neu getauften „Junk Raptor“ durchstreift er die Sterne auf der Suche nach verwertbaren Materialien und Bauteilen um weiter an Robotern zu basteln und einen Weg zu finden, seinen Leuten ein geregeltes Einkommen zu ermöglichen. Und wer weiß, vielleicht findet sich ja auch ein Weg, das erlittene Leid zurück zu zahlen. 

Soviel zum Hintergrund meines Captains. Seine Crew sieht wie folgt aus:

  • Captain: Doktor Blyth Duxbury (Robotics Expert)
  • First Mate: Nelson „Shield“ Ashbury (Cyborg)
  • Casecracker: Wallace Fowler
  • Pathfinder: Q’in Q’uan
  • Hacker: Linwood „Scary“ Scarbro
  • Runner: Leveret „Newt“ Newton
  • Gunner: Firing Unit – Artillery „F.U.A“ (Robot)
  • Trooper: Firing Unit 1 „F.U.1“ (Robot)
  • Trooper: Firing Unit 2 „F.U.2“ (Robot)

Ich plane, ein achtes Crewmitglied in Form eines Medic Robots zu Beginn des Spiels kostenlos dazu zu holen. Möglich kann das durch „Create Robot“, einer Core Power meines Captains, werden. Der Hintergrund des Doktors sollte sich auch in der Mannschaft widerspiegeln, weshalb alle „reinen“ Kampfeinheiten durch Roboter gestellt werden, wohingegen die ehemaligen Forscher durch Humanoide verkörpert werden. Noch habe ich nicht mit dem Bau der Modelle begonnen, diese Woche geht’s aber in die Vollen! Und auch die „Junk Raptor“ plane ich bereits in Gedanken. Das wird ein wilder Ritt. Ich hoffe, ihr begleitet mich bzw. uns dabei!

No Guts, No Glory!


Simon

Nergal V war bereits vor dem großen Zusammenbruch kein besonders einladender Ort. Aufgrund der retrograden Rotation und der relative kleinen Umlaufbahn um die lokale Sonne war an ein (Über-)Leben auf der Oberfläche des Planeten nicht zu denken. Wenn nicht ein fataler Betriebsfehler einen kleinen Teil der ersten Siedlerflotte zu einer Notlandung auf Nergal V gezwungen hätte, wären die unendlichen Tunnelsysteme, die den Planeten durchzogen, nie entdeckt worden. Der Ursprung dieser Tunnel, die zum Teil Platz genug boten, um ganze Städte darin unterzubringen, war nichtvulkanischen Ursprungs. Wer jedoch diese Tunnel angelegt hatte und zu welchem Zweck, konnte nie wirklich ergründet werden. Tatsächlich war es den notgelandeten Siedlern ziemlich egal und die nachfolgenden Generationen nahmen diese einfach als gegeben hin. Nur ein paar exzentrische Wissenschaftler stellten immer wieder wüste Theorien auf, die sich jedoch nie abschließend beweisen ließen.

Im Laufe der Zeit kolonisierten die Menschen die Tunnel immer weiter und als in einigen entlegeneren Abschnitten wertvolle Mineralien entdeckt wurden, brach für eine kurze Zeit eine Art Goldrausch aus. Die zusätzlichen Siedler, die dem Ruf des erhofften Reichtums folgten, brachten kulturellen und finanziellen Aufschwung mit sich und einige Städte wurden so wohlhabend, dass sich ein feines Netz aus Universitäten in den besiedelten Tunnelstädten ausbreitete. Während die Sonne die Planetenoberfläche von brauner Schlacke zu schwarzer Schlacke verwandelte, prosperierten die Siedlungen in den Tunneln immer weiter. Nerval V hätte, zumindest unter der Oberfläche, vielleicht tatsächlich zu einem wirklich lebenswerten Ort werden können, hätte der katastrophale Zusammenbruch nicht einen Großteil der Zivilisation hinweg gewischt und durch das Recht des Stärkeren ersetzt.

Er nahm seinen, entfernt an irgendwas mit Rauch schmeckendes Getränk und starrte in die Flüssigkeit. Im „Shelf 23“, einer, schon vor dem Fall runtergekommen Klitsche, drängelte sich das übliche Gemisch aus Verzweifelten und Halsabschneidern, Glücksrittern und Schmugglern. Früher waren hier nur Studenten abgestiegen, mittlerweile war die Kneipe jedoch einer der letzten Orte an dem die alkoholischen Getränke noch entfernt nach etwas schmeckten, dass keine Kühlflüssigkeit war.

Professor Dr. Heinrick Portello Jamesson Maria Armitage hatte sich bereits durch eine ganze Reihe dieser, mit undefinierbarer Flüssigkeit gefüllten Gläser gearbeitet. Es war nicht so, dass er die Studenten vermissen würde. Oder das Lehren… aber die Bibliothek. Die Exkursionen in die entlegensten Abzweigungen der Tunnel. Die Diskussionen mit seinen Kollegen. Er seufzte, blickte seinen Sitznachbarn an und stürzte den Inhalt seines Glases in einem Schluck herunter. „Was hast du für mich?“ fragte er matt. Der merkwürdig geformte Kopf seines Sitznachbarn ruckte in einer Bewegung in seine Richtung, die eher zu einem Insekt gepasst hätten. Zu viele Augen, die an den falschen Plätzen waren, blickten ihn ausdruckslos an. „Wir haben das hiergefunden. In Abzweig 87.“ Eine weitere, insektoid wirkende Bewegung lies die Hand des – Armitage weigerte sich immer noch Orpet Marzh als „Mensch“ zu bezeichnen – hervor rucken. Marzh streckte ihm ein fast schwarzen Stein entgegen, dessen Oberfläche mit Kerben und Symbolen versehen war. Während Armitage das Objekt behutsam von allen Seiten untersuchte, fuhr die monotone Stimme Marzhs fort: „Wir haben es in einem Wrack gefunden. Schmuggler. Waren schon alle tot. Neben ein paar Rationen und etwas Munition, das einzig Brauchbare. Die Hülle des Schiffes war aufgebrochen, allerdings…“ „Später, Orpet, später. Ich muss mir das hier genauer anschauen… ich muss… … ah… … und hier…“ Armitage, begann halblaut vor sich hin zu murmeln, den Blick immer noch unverwandt auf den Stein geheftet. „Versammel die Crew!“ sagte er schließlich. Der Klang seiner eigenen Stimme schien ihn aufzuschrecken und er blickte überrascht Marzh an. Der hintere Teil des Kopfes, der Teil der nicht menschlich war, pulsierte schwach. „Versammel die Crew!“ sagte er nochmal, diesmal mit deutlich mehr Kraft in der Stimme. „Füllt die Vorräte auf und macht die Jammu klar. Wir müssen aufbrechen, denn ich glaube, ich weiß jetzt wohin wir müssen…“ Mit diesem Satz stand er so schwungvoll auf, dass der Barhocker beinahe umgekippt wäre, wenn Marzhs Arm nicht vorgeschnellt wäre um ihn mitten im Fall aufzufangen. Ohne dies weiter zu beachten schleuderte Armitage eine Handvoll Plastikchips auf den Tresen und steuerte, so zielstrebig wie ihn der Alkohol ließ, auf den Ausgang der Bar zu.

Marzhl egte auch ein paar Credits auf den Tresen und folgte Armitage. Als er auf dem Weg raus an einer besonders schlecht ausgeleuchteten Stelle der Spelunke vorbei kam, gab er ein paar leise Klick-oder Schmatzgeräusche von sich, die aus der Dunkelheit mit ähnlich sonderbaren Geräuschen beantwortet wurden. Wenig später zündeten die Triebwerke der Jammu, die magnetischen Haltebolzen lösten sich vom Schiffsrumpf und das Schiff dreht sich langsam auf der Stelle. Die Jammu hätte von Weitem ausgesehen wie ein ziemlich großer Meeresbewohner. Da es auf Nergal V allerdings keine Meere gab, wäre ein solcher Vergleich nur besonders gebildeten Menschen in den Sinn gekommen. So konnte man eine vage Stromlinienförmigkeit ausmachen, die lediglich von den großen Triebwerken, den hier und dort abstehenden Antennen und Bordgeschützen und anderen, auf die Außenhülle angebrachten Gerätschaften durchbrochen wurde. Mit dem langsamen Aufglühen der Triebwerke begann das Schiff sich in Richtung der riesigen Schotttore zu bewegen, die den „Hafen“ vom Rest der Tunnelsysteme trennte. Das Schiff passierte die Tore und als diese sich bereits fast wieder geschlossen hatten, löste sich ein kleines, schmales Schiff aus einem Schatten und schlüpfte im letzten Augenblick noch durch den immer kleiner werdenden Spalt. Hätte jemand dies gesehen, hätte er sich sicherlich gefragt, wie dieses Schiff angetrieben wurde, denn es waren keine erkennbaren Triebwerke auszumachen.
Ahoi und Hallo!
Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich mich sehr geehrt fühle an einem so illustren Ort meinen Kram publizieren zu dürfen. Ich mach’ dann aber auch gleich mit einer Entschuldigung weiter: Das “echte Leben” oder wie auch immer man das Ding neben dem Hobbynennen will, hat mir leider nicht so viel Freiraum gelassen, um euch an dieser Stelle meine gesamte Crew, weder in Text noch in Bild, vorstellen zu können. Bei dem Textteil denke ich mir, dass ein bisschen stimmungsvolle Einordnung wichtiger ist, als eine detaillierte Biographie zu jedem Crewmitglied. Ich habe mir aber vorgenommen, zumindest eine Kurzbeschreibung beim nächsten Mal nach zu reichen. Wie man vielleicht dem Text entnehmen kann, versuche ich bei diesem Projekt einiges zusammenzumischen und ich bin sehr gespannt wie, und ob mir das am Ende gelingen mag. In den großen Kochtopf kommt zu aller erst mein geliebter Cthulhu-Mythos (wahre Cultisten haben vielleicht den einen oder anderen Namen wieder erkannt); das Ganze wird um eine ordentliche Zugabe von “Firefly/Serenity”-Weltraum-Cowboy-Jedes-Crewmitlglied-ist-ein-Individuum-Gesumse ergänzt und mit einer Prise “Latexkopfaliens” aus Star Wars Cantina Szenen abgerundet. Ich habe zwar mit einer “Armeeliste” begonnen um ein Grundgerüst für meine Modelle zu haben, aber von da aus, lasse ich mich von den Bitz leiten, die mir in die Hände fallen. Dem Projekt entsprechend versuche ich immer die Stargrave Figuren von Northstar als Grundlage zu verwenden und diese um Bitz und Greenstuff so weit zu ergänzen, dass ich dem Grundthema so nah wie möglich komme. Beim nächsten Mal könnt ihr dann entscheiden, ob mir das gelungen ist, oder nicht.
Hier sind meine ersten Modelle:

Bis dahin,

Hydra


Gesponsert und unterstützt wurde unser Stargrave-Aufbau vom Würfelkrieger Shop.

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6 Comments on “Im Weltraum hört dich niemand schreien – Stargrave”

  1. Ich fasse mal zusammen:

    Markus – Lord Helmchen und seine Mannen
    Thorsten – Dickschädel die keine Helme brauchen
    Seppel – Die mit den dicken Rohren zwischen den Beinen
    Hannes – I’m not saying it’s aliens… but… Aliens!
    Sebbo – No pix no glory
    Simon – 3 Gußrahmen sind nicht genug!

    Ansonsten schöne Ding. Jetzt nur nicht den Fluß an Bildern einschlafen lassen 😉

    1. Ich muss fairer Weise dazu sagen, mir standen “nur” die Merc-Box und ein Rahmen der Crew zur Verfügung, also streng genommen nur 2 unterschiedliche Boxen. Da aber fröhliches Kitbashen für mich eines der elementarsten Vergnügen im Hobby ist, werde ich mich von bloßen Zahlen nicht aufhalten lassen und alles an Kram rankarren, was passen könnte Und hier ist ja nur das Ergebnis. Der Gussrahmenturm, der mich beim Basteln umgab, war noch mal deutlich höher XD

  2. Sehr schönes Projekt! Habe mir das Stargravebuch auch geholt, aber noch keine Crew aufgebaut. Bin sehr gespannt wie ihr eure Crews bemalen werdet 🙂

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