Adventskalender: Türchen 15 – Build & Putt

Kompaktreview Build&Putt

Wie ich schon schrieb, hatten Felice und ich auf der Spiel 2018 ein modulares Tischminigolf entdeckt und mitgenommen. Höchste Zeit, euch dieses einmal genauer vorzustellen.

Nach kurzem Test und längerem Grübeln waren wir fasziniert genug, um uns ein Starterset von Build&Putt für bis zu vier Mitspieler mitzunehmen. Da die Messe praktisch zu Ende war und wir versprachen, ein Review darüber anzufertigen, bekamen wir leicht vergünstigte Konditionen und auch noch einige Zubehörteile oben drauf.

Im Wesentlichen ist mit der Beschreibung “modulares Tischminigolf” schon alles gesagt, aber das Spiel doch noch nicht adäquat beschrieben. Denn erlaubt ist, was gefällt. Man kann auch alleine präzises Minigolf auf Schlagzahl in komplexen Bahnen spielen. Ebenso ist es aber möglich, mit mehreren Mitspielern reihum zu versuchen, als Erster einzulochen.  Wie bei Boule kann man dann die Kugeln der Mitspieler mit der eigenen aus der Bahn werfen. Oder man spielt das Spiel hockeyartig auf Zeit. Die Kugeln werden jeweils mit einem MDF-Schläger angeschubst. Je nach Hindernissen darf einer von drei unterschiedlichen Startpunkten auf dem Abschlagsteil gewählt werden.

Die Teile des Parcours werden von starken Magneten (ich gehe von Seltenerdenmagneten wie den bekannten Neodymagneten aus) fix in Position gehalten. Die Teile selbst sind jeweils aus einem Stück Hartholz gefräst und messen ungefähr 73 mm im Quadrat.

Schon mit dem Grundset sind einige Layouts möglich, uns reizten aber zusätzliche Elemente wie Schrägen, S-Kurven oder Längsbarrieren. Durch zwei unterschiedliche Kugelgrößen können die Fähigkeiten von Mitspielern balanciert werden. Je nach Wunsch, Mitspielerzahl und Frustrationstoleranz lassen sich sehr unterschiedliche Parcours von simpel bis höchst anspruchsvoll bauen.

Allerdings hätten wir uns noch ein paar Kurven gönnen sollen, denn wenn man etliche Teile in einer Reihe anbringen muss, kann die Bahn dann doch lang werden.

Und macht das Spaß?

Uns auf jeden Fall. Das Set mit einigen Zusatzteilen ist sehr gut als Solo-Spiel, kleiner Wettkampf oder lustiges Partyspiel – bevorzugt mit Alkohol – geeignet. Die beiden letzen Modi prüften Felice und Hannes ausführlich auf dem  Magabotato-Maltreffen ;). Allerdings sollte man nicht erwarten, dass ein Parcours mehr als ein paar Minuten fasziniert. Dann wird es schon wieder Zeit, ihn umzubauen, um den Reiz zu erhalten. Wir haben uns in die Modularität verliebt, da einfache Bahnen schon für unsere Mädels machbar sind und wir uns selbst gerne mal wirklich frustrierende Parcours bauen.

Der Preis hängt hier vor allem von der Menge der beinhalteten Teile ab, hier kann man mit ungefähr 4 € pro Modul kalkulieren. Dadurch bekommt man eine Solobahn mit interessantem Zubehör schon für schmales Geld,  eine Erweiterung des Vierersets mit jeweils vier identischen Teilen kann aber schnell teuer werden. Durch das Fräsverfahren aus einem Stück und die starken Magnete ist die Qualität und Passgenauigkeit enorm, was meiner Meinung nach den Preis schon rechtfertigt.
Schade finde ich aber, dass manche identischen Teile leicht unterschiedliche Oberflächenrauhigkeiten besitzen. Aber Holz ist nun mal ein Naturmaterial und es ist auch uns beim Spielen nie negativ aufgefallen. Die Schläger sind funktional und günstig gehalten, aber durchdacht, denn sie erfüllen völlig ihren Zweck und lassen sich hochkant auch gut an Engstellen benutzen.

Fazit:

Uns hat Build&Putt gepackt und bei Gelegenheit werden wir uns wohl noch ein paar Zusatzteile gönnen. Das Spiel lässt sich sehr gut kurz einschieben oder bei Familienfesten am Rande aufbauen. Wer einsteigen will, dem empfehle ich, ein Zwei- oder Drei-Spielerset mit einigen Zusatzteilen zu kombinieren, da man nur so die Modularität ausnutzen kann, welche die Langzeitmotivation erhöht. Und Kurven! Kurven sparen Platz und schaffen ganz neue Herausforderungen.

Was haltet ihr von modularem Tischminigolf? Faszinieren euch modulare Holzstücke, die ihr ganz wild kombinieren könnt? Oder ist es euch thematisch zu weit weg von Geländebau und Miniaturendesign?

Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Über Christian

Christian hat schon sehr lange, sehr ausführlich und sehr oft Beiträge auf Magabotato kommentiert bevor er zum Team dazu gestoßen ist. Als wir aufgerufen haben uns Gastartikel einzusenden tat er dies so oft und regelmäßig, dass wir ihn direkt ins Team holen mussten. Christian kümmert sich bei Magabotato um die Veröffentlichung von Blogartikeln und hat bis zu Reboot der Seite auch den Kontakt mit unseren Gastautoren gepflegt. Er ist für seine Hilfsbereitschaft und das Schreiben der Konferenzprotokolle beliebt und für seine “Klugkoterei” gefürchtet. Zu Christians liebsten Hobbytätigkeiten zählen: Geländebau, LARP, Turniere spielen (Freebooters Fate), Brettspiel und Rollenspiel. Aktive Tabletopsysteme sind: Freebooters Fate, Saga, Bolt Action, Dropzone Commander, bald wohl auf Dead Man’s Hand und Frostgrave

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One Comment on “Adventskalender: Türchen 15 – Build & Putt”

  1. Hmm, nicht das was ich bei euch auf der Seite erwartet hätte. Sieht aber nicht uninteressant aus. Kommt man denn ausreichend zum spielen, oder ist es viel Aufwand mit dem Bauen und dem Platz. wie fiel denn Hannes und Felice Rückmeldung aus.

    Ich habe auf der Webseite entdeckt, dass die ziemlich viele Module haben, die in Zahlenform gefräst sind. Konntet ihr die auch mal spielen?

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