Me gussta – Die Domari Housegard und Vorstellung

Willkommen in der neuen Serie Me gussta – nein, das ist kein Tippfehler und ja: Ich mag…. Gussrahmen

Hallo, ich bin Christian, ich mag Kunststoffgussrahmen und ich habe Probleme. Die will ich aber gar nicht alle aufzählen, sondern mich in dieser Serie auf ein ganz bestimmtes konzentrieren.

Ich habe ein Problem mit Gussrahmen! Oder genauer gesagt, damit wie sie häufig von Herstellern präsentiert und beworben werden. Der Reiz eines Gussrahmens liegt für mich in den Optionen, wie ich Teile, Körper, Waffen und Gegenstände kombinieren kann. Das heißt nun nicht, dass ich keine Resin oder Metallbausätze mag, bei denen eine Figur in eine fixe Pose gebracht wird. Hier kann die Vision eines Künstlers umgesetzt werden. Bei Plastik-Gussrahmen geht es für mich eher um die Freude am Basteln, als darum die ausdrucksstärkste Miniatur aller Zeiten zu erschaffen.

Und so zeigen die Hersteller dann auch ihre Miniaturen. Fertig und Variantenreich zusammen gebaut. Als Endergebnis. Mich interessiert aber der Prozess – die geklebte, unbemalte Miniatur. Und die Einzelteile des Gussrahmens. Diesen zeigen aber viele Hersteller nicht oder nur sehr schlecht aufgelöst. Das ist für mich unbefriedigend. Das ist mein Problem mit Gussrahmen!

Natürlich gibt es zunehmend Hersteller die sehr gut aufgelöste Bilder ihrer Gussrahmen zeigen. Und mein Problem ist natürlich gelöst, sobald ich den Gussrahmen in den Händen halte. Allerdings ist dies der perfekte Vorwand, Gussrahmen schön abzufotografieren und nach Herzenslust zusammen zu bauen. Dabei will ich mich nicht auf Neuerscheinungen limitieren, sondern alles rezensieren und basteln was mir in die Finger kommt. Die meisten Bilder der Miniaturen und der Boxen werden die gewohnte Magabotato-Auflösung haben, die Bilder der Gussrahmen werden aber extra groß, so dass ihr sie notfalls kopieren  und separat herauszoomen könnt.

Gussrahmen: Me gus(s)ta!

Domari Houseguard

Den Anfang machen die Freeborn Domari von Beyond the Gates of Antares. Dieser Gussrahmen ist vor allem deswegen interessant, weil es zuvor die Domari schon als Metallmodelle gab.

Als typische Standardeinheit einer BtGoA-Fraktion prägen sie den Stil und die Erscheinung dieser Armee. Und sie gaben mir Rätsel auf. Denn auf den Bildern von Warlord konnte ich klar sehen, dass es in der Metallbox auch weibliche Modelle gab. Allerdings konnte ich auf den Bildern keine weiblichen Plastikmodelle finden und dass machte mich fuchsig. Allerdings: nur weil ich es nicht sehe, heißt es nicht, dass es nicht da ist. Deshalb bestellte ich mir während des letzten Black Friday Sales mal die Plastik- und die Metallmodelle. Der normale Preis bei Warlord läge bei 20 £ für 16 Kunststoffmodelle, bzw. 15 £ für sechs Metallmodelle.

Die gute Nachricht ist: Der Plastik-Gussrahmen ist kein Rückschritt zu den Metallmodellen, es sind auch weibliche Körper zu finden. Puh! Damit habe ich ein Problem weniger und bin schon ziemlich zufrieden. Oberkörper und Beine sind für acht Modelle enthalten. Wie bei Warlord üblich, kann man diese durch die Klebestelle an der Hüfte relativ frei drehen. Von diesen acht sind zwei offensichtlich weiblich. Generell sind sie auch eher schlank und androgyn. Dieses Thema setzt sich auch bei den Köpfen fort. 16 Köpfe sind enthalten mit verschiedenen Variationen an Irokesen, Kapuzen und Neuroimplantaten. Keine Bärte, keine langen Haare, so ist das halt im siebten Zeitalter von Antares
Als Waffen sind acht Mag-Guns, als die typische Mid-Tech-Standard-Waffe enthalten. Für den Anführer gibt es noch eine Mag-Pistole, Plasma-Gun oder Plasma-Pistole. Auch ein Micro-X-Launcher als Spezialwaffe ist enthalten. Damit sind auch alle Optionen für die Household Domari abgedeckt. An weiteren Bits sind noch je zwei Taschen und Scanner enthalten.  Auch eine Drohne ist vorhanden, die im Gegensatz zum Metallmodell aus genau einem Teil besteht und nicht an fragiler Stelle geklebt werden muss.

Die alten Metalminis finde ich eine Spur charaktervoller, aber auch massiger, dafür sind sie halt nicht so flexibel und es gibt weniger Minis fürs Geld. Ich vermisse ein wenig die langen Staubmäntel, welche die Metallmodelle aufweisen, aber wirklich wichtig sind die regeltechnisch erst für die elitären Vardari.

Damit ist der Gussrahmen ausreichend. Man bekommt acht Standardtruppen. Das ist ein voll ausgemaxter Domari-Trupp mit allen Optionen. Die Modelle sind nun nicht die charaktervollsten, laden aber zum Basteln und Anpassen ein – schon die Grundkombinationen reichen um aus mehrere Rahmen mehrere Trupps ohne eine komplette Wiederholung zu bauen. Das hat Warlord bei anderen Fraktionen schon schlechter gelöst. Auch wirken damit die Domari als netter Kontrast gegen die Elitetruppen oder eigenartigeren Einheiten der Freeborn.

Und darum soll es auch bei dem Gussrahmen gehen – viele günstige Standardtruppen zum kleinen Preis.

Was haltet ihr von den Domari Houseguard und der Serie im Allgemeinen? Welche weiteren Aspekte hättet ihr noch gerne beleuchtet? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Über Christian

Christian begann als Gastautor, der auch regelmäßig und ausführlich unsere Beiträge kommentiert hat. Auch wenn seine "Klugkoterei" gefürchtet ist, mussten wir ihn wegen seines Schwerpunkts auf dem Blog damals ins Team holen. Christians liebsten Hobbytätigkeiten zählen: Geländebau, LARP, Turniere spielen (Freebooters Fate), Brettspiel und Rollenspiel. Aktive Tabletopsysteme sind: Freebooters Fate, Saga, Bolt Action, Dropzone Commander, bald wohl auf Dead Man’s Hand und Frostgrave

Alle Beiträge von Christian →

8 Comments on “Me gussta – Die Domari Housegard und Vorstellung”

  1. Schönes Review. Macht wieder Lust aufs Spiel, meine Concorde stehen noch teilweise originalverpackt im Schrank.
    Wird Antares eigentlich irgendwo viel gespielt?

  2. Auch wenn Antares nicht mein System ist, kann ich deinen Gedanken sehr gut nachvollziehen. Mir ging es mit einigen Bolt Action Gussrahmen 8th Army und Commonwealth genauso. Zum Glück gab es da auch offizielle Fotos.

      1. …und ich möchte gleich betonen, dass die Idee nicht von mir, sondern von einem ehemaligen Redaktionsmitglied war.

        Ich fand die Idee erstmal doof, aber nach dem ich drüber geschlafen hatte, fand ich die Idee dann doch so genial-doof, dass ich sie verwenden musste. Und jedes Mal beim Lektorierne darüber stolpere und grinsen muss.

  3. Tag zusammen!
    Etwas spät, aber doch habe ich diesen spannenden Beitrag (Beginn einer neuen Serie? Ja, bitte!!!) gefunden und gelesen. Und jetzt kommt mein Senf dazu (weil ich wegen der Polizeistaatsambitionen unserer heißgeliebten Regierung der Republik Osterei in Quarantäne … usw.) !
    Zuvörderst zur Grundidee: Auch ich finde, daß Gußrahmen (wie wäre es übrigens, nur so als Vorschlag, für den Titel „¡me gussta!“ die vorherige Rechtschreibung [so wie ich immer noch in nicht zu druckenden Texten] zu verwenden und auf „¡me gußta!“ umzustellen?) zu selten von den Herstellern bzw. den Vertreibern gut ins Bild gesetzt werden. Noch seltener übrigens, so wie umgekehrt erfreulicherweise in diesem Artikel von Christian, sowohl Vorder- als auch Rückseite!
    Auch bei mir geht es ums Basteln und – innerhalb dieses bescheidenen Rahmens – ums Kreativ-sein. Ein Beispiel wäre da etwa: jüngst habe ich mir Landsknechte mit Schußwaffen-Gußrahmen (Warlord Games; weiß im Moment nicht, ob auch von denen hergestellt) einzig und allein deswegen gekauft, weil mich (allerdings in einem, wie auch von Christian angeführten, von Warlord Games gezeigten Bild eines fertiggebastelten Landsknechts) ein Kopf der Maxerln an William Shakespeare erinnert hat. Ich dachte mir, „Hm, eine Figur zu basteln, die an Shakespeare erinnert, würde mich reizen; und vielleicht kann ich die ja auch einmal in einem (HeroQuest-)Abenteuer als NPC oder so verwenden.“ – gesagt, getan! Jetzt habe ich eine dem Barden nachempfundene Figur (freilich noch unbemalt, seufz, aber irgendwann … ) und nebenbei noch einige andere zusätzliche brauchbare Dinge auf diesem Gußrahmen entdeckt (Hutfeder = Shakespeares Schreibfeder!). Die waren in der Abbildung des Rahmens freilich vorher nicht wirklich zu erkennen gewesen, aber wurst, oder, besser gesagt: umso erfreulicher!
    Konkret noch zu den Domari-Gußrahmen – die habe ich auch einmal erworben, allerdings ebenfalls aus einem anderen Grund, als eine Domari-Einheit zusammenzubauen (ich spiele ja, wie schon öfter geäußert, überhaupt keine futuristischen Brett- oder TableTop-Spiele). Hier schienen mir die Oberkörper (neben dem erfreulichen Aspekt, daß auch weibliche Wesen dabei sind) geeignet, mir ein paar Römerfiguren anzufertigen. Senatoren und vornehme Römerinnen, um genau zu sein. Das hat noch nicht so ganz funktioniert (ich suche noch passende Unterkörper; die Toga oder was ich dazu erklärt habe, würde ich eventuell auch mit Greenstuff ergänzen; mal schauen!), aber auch hier fand ich noch ein paar weitere nützliche Accessoires. [Die meisten Waffen, Beine und Drohnen würde ich übrigens gegen Ersatz der Portokosten sehr gerne weiterverschenken, falls jemand Bedarf hätte.]
    Nochmals also vielen Dank für diesen schön bebilderten Artikel & gerne mehr in dieser Reihe!

    1. Du Don, falls dass noch nicht aufgefallen ist:
      ¡No hablo español!

      das Doppel-S werde ich aber a) wegen des Kurzen Vokals behalten und b) müsste sonnst ein armer Redakteur Serientitel und Tags abändern.

      Ansonsten ist noch mehr in Vorbereitung, im Discord finden sich Hinweiße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.