Daniels Weg zum Ruhme Terras – Phase I – Faust des Imperiums

Nun wurde die Phase I der Road to Irgendwas mit War auch für mich und meine Imperial Fists eingeläutet. Heute gebe ich Euch einen Einblick, was ich bisher geschafft habe, wie ich vorgegangen bin und was mich noch erwartet. Außerdem erkläre ich Euch, wieso sich dieses Projekt als ein Wechselbad der Gefühle herausstellt. Doch fangen wir von Vorne an.

Nachdem ich mich für die Imperial Fists entschieden hatte, war ich noch voller Vorfreude auf was Neues. Endlich sollte auch der zweite Teil des Warhammer Conquest Abos einen Sinn ergeben und die Bausätze aus dem Pile of Shame auf längere Sicht verschwinden. Da die erste Challenge aber die Bemalung einer Start Collecting Box ist, muss die erst einmal dran glauben.

Aus dieser ergibt sich für den ersten Block dann folgende Liste:

Lieutenant in Phobos Armour [81pts]
Infiltrator Squad [230pts]
– Infiltrator Helix Adept
– Infiltrator Sergeant
– 8x Infiltrator
Suppressor Squad [90pts]
– Suppressor Sergeant
2x Suppressor
Eliminator Squad [72pts]
Eliminator Sergeant
– 2x Eliminator with Bolt Sniper

Gesamt: 473 Pkte

Vorbereitung

Doch bevor es losgehen konnte, musste ich noch für ausreichend Arbeitsmaterialien sorgen. Also Grundierung und das passende Farbset bestellt. Dazu gesellte sich ein Artis Opus Series S Pinsel. Obwohl er noch mal ein Stück mehr kostet als die Winsor & Newton Pinsel, ist er jeden Euro wert. Es macht echt Spaß mit denen zu malen und es wird wohl auch nicht mein letzter sein.

Um eine angenehme Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, habe ich meinen Arbeitsbereich komplett umgebaut, die Tischfläche verlängert, mehr Ablagen geschaffen sowie eine zweite Arbeitslampe und einen Zweitmonitor angebracht.

 

Zusammenbau

Mit dem Motivationsüberschuss aus der Ankündigung und meinem neuen Arbeitsbereich, ging es dann zuerst an den Zusammenbau. Aufgrund der Qualität des Bausatzes war ich mehr als begeistert. Es entstanden kaum Lücken und die Posen wirken sehr dynamisch und stimmig… nunja… abgesehen von den Suppressors. Die Sprungtruppen mit der riesigen Maschinenkanone wirken etwas steif und vollkommen deplatziert. Man kauft denen einfach nicht ab, dass sie sich in den Himmel über dem Schlachtfeld erheben. Hier ging es also an den ersten kleinen Umbau. Ich habe die Landekufen an den Füßen entfernt und die überdimensionierte Kanone eingekürzt. Da man die Beine aber nicht so einfach umpositionieren kann, werden sie auf das Base gestellt. 

 

 

Die Infiltrators wurden fast straight out the Box gebaut. Lediglich bei zwei Modellen wurden die Arme getauscht, damit diese nicht als Dubletten durchgehen.

Bei den Eliminators mussten ein paar Lücken im Tarnmantel geschlossen werden. Das ließ sich mit dem guten alten Green Stuff ohne Probleme bewerkstelligen.

Da ich bei meinen ersten drei Testminiaturen trotz Decal Softener mit den Wasserabziehbildchen auf den Schulterpanzern zu kämpfen hatte, habe ich mir aus Ätztech bei einem britischen Hersteller die passenden Insignien besorgt und aufgeklebt. Es fehlt zwar der Kreis um die Faust, wodurch es nicht dem Studio-Schema entspricht, mich stört das aber nicht wirklich und es spart jede Menge Zeit.

Nachdem die Miniaturen gebaut wurden, befestigte ich diese auf meinen Malkorken und grundierte sie. Die Köpfe behielt ich allerdings separat, da sich diese so besser bemalen lassen. 

Bemalung

Die ersten drei Marines waren mir irgendwie zu zitronig, also entschied ich mich nun für eine andere Herangehensweise. Dazu habe ich mir von The Mighty Brush ein Tutorial im PDF-Format besorgt und mich grob daran orientiert. Auf deren Website findet man für unterschiedliche Orden die passenden Anleitungen. Jede kostet zwar £4,00 allerdings lohnen sich diese durchaus. 

Grundiert wurden die Miniaturen zuerst mit weiß und erhielten danach eine erste Schicht mit Ivory von Vallejo Model Air. Im Anschluss wurden mit der Airbrush erste Schatten mir IJA Earth mit der Airbrush aufgetragen. Diese wurden nun mit Rust von Vallejo verstärkt. Erhabene Stellen erhielten im Anschluss eine Aufhellung mit reinem weiß. Nach dem Pre-Shading wurde dann Basic Intense Yellow von AK Interactive aufgetragen. Dies geschieht in mehreren Schritten, so dass die rötlichen Schatten immer noch durchscheinen.

Bis hierhin geht es relativ zügig, wenn man von den ganzen Reinigungsvorgängen während der Airbrush-Session mal absieht. Nun geht es aber an die Details und ich war überrascht, wie viele die Primaris doch haben. Dieser Vorgang hat sich dermaßen hingezogen, dass ich mir zwischenzeitlich doch Sorgen gemacht habe, dass ich dieses Vorhaben über die erste Phase hinaus überhaupt hinbekommen werde. Ich könnte meinen Anspruch auch einfach etwas herunter schrauben, aber da höre ich schon den inneren Monk in mir aufschreien. Ein Beispiel für Zeitfresser sind die hellen Kantenakzente. Diese benötigen pro Miniatur ca. 35 Minuten. Ich finde allerdings, dass dieser Mehraufwand durchaus seine Berechtigung hat, wie das direkte Vergleichsbild zeigt.

Nach unzähligen Stunden Detailarbeit und Weathering, sind die ersten acht Miniaturen dann aber doch fertig geworden. Somit ging die Motivationskurve wieder nach oben. 

Dieses Projekt zeigt mir wieder einmal, wieso ich Fließbandarbeit hasse. Stunde um Stunde malt man an den Modellen und irgendwie sieht man keine Ergebnisse. Doch dann kommt die Erlösung und man hat in einem Rutsch gleich eine ganze Reihe an bemalten Figuren. Ich muss einfach lernen, damit klar zu kommen. Zum Glück sind die Modelle sehr punkteintensiv.

Im Gegensatz zu Sebbo fiel mir die Wahl der Bases sehr einfach, denn diese sollten zu meinen Chaos-Fraktionen passen. Da die recht schnell von der Hand gehen, werden die gleich parallel fertig gestellt.

Ausblick

Die nächsten Schritte sind klar. Ich habe jetzt noch 23 Tage Zeit die restlichen Miniaturen der Box zu bemalen. Dies geschieht in zwei weiteren Blöcken. Zuerst kommen die Suppressors, der Rest Infiltrators und der Lieutenant. Für die ist bereits die Rüstung fertig und erste Detailarbeiten wurden vorgenommen.

Den Abschluss der ersten Phase werden dann die drei Eliminators bilden. Bei denen bin ich mir aber zwecks der Bemalung noch nicht so sicher. Es ergibt für mich wenig Sinn, dass sich eine sneaky Sniper-Einheit mit ihren leuchtenden gelben Rüstungen auf die Lauer legt. Da hilft auch der Tarnmantel nicht wirklich. Mal schauen wie ich das machen werde. 

Mit der neuen Indomitus Box ist Phase II auch schon geplant. Den Inhalt werde ich mir dann mit Steven teilen. Leider müssen wir noch bis Freitag warten. 

Doch das ist noch nicht alles. Glücklicherweise konnte ich noch zwei alte Startersets ergattern – Dark Imperium und Schattenspeer. Während der Death Guard Anteil die Reihen von Sebbos Nurgle-Anhängern verstärken wird, werden die Chaos Space Marines der zweiten Box in meinem anderen Projekt eingesetzt. 

Ihr seht also, dass ich auch in Zukunft mehr als genug zu tun haben werde. Doch wieso jetzt ein Wechselbad der Gefühle? Das liegt daran, dass Games Workshop bereits einige neuen Regeln vorgestellt hat und irgendwie liest es sich wieder einmal so, als ob die neuen Sachen wieder der krankeste Shit werden. Zum Beispiel kommen zehn von den neuen Sturm-Intercessors durch diverse Stratagems und Ausrüstung auf 60 Attacken im Nahkampf. Packt man nun noch ein paar Charaktere dazu, wiederholt man im besten Fall auch noch Treffer- und/oder Verwundungswürfe. Selbst die Ausrüstung wird immer krasser. So ist der Melter der neue Eradicators eine verstärkte Variante mit mehr Reichweite. Das sind nur zwei kleine Beispiele, die bereits bekannt sind. Das demotiviert mich schon wieder dermaßen, dass ich eigentlich keine Lust mehr habe, diese Armee aufs Feld zu führen. Ich hoffe, dass Games Workshop hier auch bei den anderen Völkern nachbessern wird und es nicht in kürzester Zeit wieder ein Wettrüsten wird.

Wie sieht es denn bei euch aus? Kommt ihr mit eurem Projekt voran? Wie seht ihr denn die aktuellen Leaks? Ich bin auf eure Meinung gespannt.

Bis dahin, bleibt gesund.

 – Daniel “Stix0r”


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Über Daniel "stix0r"

Seit 2000 im Hobby tätig. Angefangen habe ich mit Warhammer Fantasy und 40K. Neben Auftragsarbeiten male ich hauptsächlich für die Vitrine, aber spiele auch ganz gerne mal. aktuelle Projekte: Alien vs Predator, Death Guard, Tau, US & 8th Army für Bolt Action, Dropzone Commander UCM, US & British Army für Flames of War, Hydrophilia, Gelände und Monster für Frostgrave, Relic, diverse Großfiguren und Büsten Modelcount:  2016 - 115 / 2017 - 111 / 2018 - 211 / 2019 - 125 / 2020 - 105

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5 Comments on “Daniels Weg zum Ruhme Terras – Phase I – Faust des Imperiums”

  1. Hallo Daniel!

    Es ist anhand der Fotos nicht ganz klar und eindeutig zu beurteilen, aber offenbar scheinst Du nicht dem Weg „Braun-Rot ist das neue Gelb“ zu folgen. Mit Ausnahme des letzten Bildes scheinen die Jungs ein klares, kaltes Gelb zu tragen. Das gefällt mir SEHR gut!

    Stay imperial!

    Torq

  2. So unterschiedlich können Geschmäcker sein. Ich hab eher nach einem besonders großen ‘Laubpüster’ zum Umbau eines Inceptors in einen Suppressor gesucht.

  3. Sehr schöner Beitrag!
    Dein Arbeitsplatz ist sehr cool.
    Da ich scheinbar zu blööd bin oder mein Googlefuu leer ist, finde ich diesen Shop für die ätztech teile nicht. Kannst du mir sagen wo du die gekauft hast?
    Grüße

      1. Danke!
        genau sowas suche ich für meine Adeptus Mechanicus.. da scheint die Auswahl leider nicht so groß zu sein, wie bei den Space Marines. Dennoch ein super Fund!

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