Warhammer Conquest – Die fünfte Lieferung

Das tückische an einem Abonnement für Miniaturen ist, dass sich der Pile-of-Shame alle fünf Wochen von selbst vermehrt. Allerdings ist so auch immer für ausreichend Nachschub gesorgt und ich kann euch heute wieder zeigen, wie es mit der Sammlung weiter geht.

Wie bei der letzten Lieferung kommen die Hefte alle zusammengebunden und mit den Gussrahmen in Folie eingeschweißt. Als Bonus bekam man dieses mal drei Pinsel.

Ausgabe 20 liegt der dritte Container bei um das Schlachtfeld noch ein wenig mehr mit Gelände zu füllen.

Im Hintergrundbereich werden weitere Nachfolgeorden der Ultramarines sowie Ehrenabzeichen der Space Marines vorgestellt. Hier erfährt man z.B. was ein Reinheitssiegel oder oder das Crux Terminatus ist. Im Anschluss bekommt man einen ersten Einblick in Roboute Guillimans Leitfaden zur Organisation eines Ordens – dem Codex Astartes.

Die Bauanleitung ist dagegen nichts neues. Die hatten wir ja bereits zweimal dabei. Nachdem wir schon einen blauen und schwarzen Container haben, wird dieser einen roten Anstrich bekommen und mit Trockenbürsten aufgehellt. Die Kisten und Fässer werden in der gleichen Art und Weise bemalt wie die vorherigen.

In der letzten Lieferung wurde ja bereits ein neues Kriegsgebiet angekündigt – Korvon II. Die Missionen im Regelteil bereiten schon mal die Sturmlandung auf der Oberfläche vor, in der die namhaften Champions der beiden Fraktionen aufeinander treffen. Im weiteren Verlauf wird der Planet vorgestellt und die Aufstellungsregeln nochmals vertieft. Darauf folgt der obligatorische Ausblick auf die nächsten beiden Hefte.

Ausgabe 21 erweitert unsere Einheit Reivers um drei Miniaturen.

Mit dem “Angriff der Reisszähne” wird von einer weiteren Schlacht berichtet und es werden drei Primaris Reivers mit Namen und Hintergrund versorgt. In der Rüstkammer erfährt man alles über die Ausrüstungsoptionen der Hellblaster. Die Galaxie von Warhammer 40K umfasst viele unterschiedliche Welten, wovon die ersten vier Typen nun vorgestellt werden. Keine Armee kommt ohne großen Heerführer aus. Der größte und gefährlichste der Death Guard ist Mortarion und über ihn kann man im letzten Abschnitt einiges erfahren.

Die Bastelanleitung enthält wieder nichts neues, denn schließlich gab es den identischen Gussrahmen bereits in einer früheren Ausgabe. Allerdings wird die Bemalung um die neuen Farben erweitert, welche in der Zwischenzeit geliefert wurden.

Die Ultramarines sind nun auf Korvon II gelandet und versuchen in zwei Missionen die Death Guard zurück zu schlagen. Ich finde es schön, dass die Siegesbedingungen auf die Mission und deren Hintergrund abgestimmt sind. Dementsprechend hat jede Fraktion unterschiedliche Ziele zu erfüllen. Doch bevor es los geht, werden die Geländeregeln für das aufgedruckte Terrain auf dem neuen Spielplan erklärt, welcher in der letzten Lieferung dabei lag. Ebenso wie bei der Ausgabe aus dem Zeitschriftenhandel, gibt es als Beilage die achtseitigen Grundregeln, allerdings nur die der achten Edition.

Da unsere Modelle auch passend gestaltete Bases erhalten sollen, bekommen wir mit Ausgabe 22 die Texturfarbe Astrogranite und der passende Base Pinsel in der Größe M geliefert. Dieser ist allerdings so in die Folie gepresst, dass die Spitze arg gequetscht wird. Das kam leider auch schon in der ersten Ausgabe vor.

Inhaltlich gibt es wieder eine bunte Mischung. Zuerst werden die Ausführungen rund um den Codex Astartes vertieft und die Besonderheiten und Abweichungen einiger Orden erklärt. In der Chronik der Virulenz bekommt man einen groben Überblick über die bedeutendsten Schlachten der Death Guard. Die Ursprünge des Imperiums werden uns mit dem großen Kreuzzug näher gebracht. Bereits in Ausgabe 20 erfuhren wir einiges über die verschiedenen Welten des Imperiums. Hier wird dies fortgesetzt und es werden fünf weitere Arten vorgestellt.

Wie man die beiliegende Farbe richtig anwendet, erfährt man im Hobbybereich und sieht in einem Gesamtbild aller Bemalfortschritte, der bisherigen Ausgaben.

Im Regelteil sind wieder zwei Missionen enthalten, die hintergrundtechnisch aufeinander aufbauen. So wird im ersten Spiel Nachschub abgeworfen, welcher gesichert werden muss und in der zweiten Mission muss der siegreiche Spieler diese dann verteidigen. So bekommt man das Gefühl einer kleinen Minikampagne, da auch eine kleine Geschichte dazu erzählt wird.

Zur Ausgabe 23 bekommt man ein wenig Scatter Terrain in Form von Munitionskisten, Fässern und Panzersperren.

Nachdem bereits in den letzten Ausgaben der Codex Astartes  vorgestellt wurde, erfährt man nun, wie sich ein Space Marine Orden aufbaut. Zudem wird das Wissen rund um die Dämonen des Chaos vertieft. Das Imperium setzt sich aus verschiedenen Organisationen und Fraktionen zusammen. Hier werden einige davon erklärt und auch, welche Aufgabe sie innerhalb des Reiches haben. Nachdem die Nurglinge als neue Einheit vorgestellt wurden, zieht es uns nach Armaggeddon und wir erfahren einiges über die Schlacht bei der Makropole Acheron.

Im Hobbyabschnitt sind, wie zu erwarten war, die Mal- und Bastelanleitungen rund um das neue Geländeset, welches wieder schön detailliert daher kommt.

 

Die Missionen gefallen mir immer mehr. Auch dieses mal wird wieder eine kleine Geschichte erzählt. Die Space Marines sollen ein dämonisches Ritual der Anhänger Nurgles unterbinden und danach tief ins Gebiet der Death Guard vordringen. Die Aufstellungszonen und Missionsziele sind erneut schön auf die Missionsbeschreibung angepasst. 

Auf Ausgabe 24 habe ich mich besonders gefreut, denn hier ist der erste Teile des Redemptor Dreadnoughts drin. Mit diesem Gussrahmen kann man zwar noch nichts anfangen, wenn man sich das Heft im Zeitschriftenhandel holt, aber durch das Abo bekommt man ja die nachfolgende Ausgabe dazu.

Dementsprechend dreht sich hier alles um die Cybots. Zuerst wird erklärt, was ein Dreadnought überhaupt ist. Danach wird der Redemptor näher beleuchtet und welche Ausrüstungsoptionen diese haben. Das Chaos hat seine eigene Art von Läufern – die Helbrutes. Hier kann man sich etwas genauer über diese informieren.
Als letztes bekommt man einen groben Abriss über eine der bekanntesten Schlachten – Die Belagerung von Baal, in der die Blood Angels einer Invasion von Tyraniden standhalten müssen.

Die Hobbysektion beinhaltet schon die Bauanleitung für den Dreadnought.

Die Kampagne um Korvon II wird fortgeführt. Im Regelabschnitt erfahren wir mehr über den Planeten und seine Hauptstadt Barachias.
Die Missionen sind wieder sehr gelungen. Bevor eine Stadt angegriffen wird, empfiehlt es sich, diese vorher auszukundschaften. Dabei kommen die Reivers zum Einsatz, welche in vier Kampfrunden ein Missionsziel sichern sollen, während die Death Guard versucht sie daran zu hindern. Sowohl die Aufstellung, als auch die Zusammenstellung der Truppen sind hierbei zufällig und lassen vermuten, dass die Mission echt spaßig werden könnte. Dieser Kampf kann mehrfach geführt werden, wobei sich das Ergebnis direkt auf die folgende Mission auswirkt. Je mehr Siege durch die Space Marines errungen werden, desto größer wird deren Aufstellungszone. Die Reivers sollen nun aus dem Feindgebiet exfiltriert werden, wodurch sich die Aufstellung aufteilt.

In der letzten Ausgabe für diese Lieferung erhalten wir, wie bereits erwähnt, den zweiten Teil der Gussrahmen des Redemptors.

Weitere Arten verschiedener Dreadnoughts, wie den Ironclad oder der Contemptor, werden nun vorgestellt. Und auch die Rüstkammer der Läufer wird erweitert.
Das Chaos hat auch seine eigenen Unterfraktionen. In diesem Heft erfährt man etwas über die Jünger des Verfalls und wer sich noch auf die Seite der dunklen Götter stellt.

Nun bekommt der Dreadnought in vielen Einzelschritten seinen Anstrich.

Danach startet er in seinen ersten Einsatz in einer eigenen Mission. Fahrzeuge haben eine Besonderheit in ihren Werten: Je mehr Schaden sie bekommen, desto schwächer werden sie. Diese Mechanik wird im Regelteil erklärt.

Fazit

Wenn ihr meine bisherigen Berichte gelesen habt, werdet ihr bereits wissen, dass ich absoluter Fan der Conquest Reihe bin. Durch “Irgendwas mit War” kann ich jetzt mit beiden Fraktionen etwas anfangen und Gelände wird sowieso immer benötigt. 

Es sind aber nicht nur die Beilagen, die mich begeistern. Mittlerweile ist der Regelteil auch interessanter geworden. Hat man in den bisherigen Ausgaben lediglich die ganzen Grundmechaniken erlernt, bekommt man nun spezielle Missionen, die ich mir sehr witzig vorstelle, da man sie doch schnell mal zwischendurch spielen könnte.

Den Abschnitt mit den Hintergrundwissen fand ich schon immer sehr spannend, allerdings ist das Meiste bereits durch das Regelbuch oder diverse Codizes bekannt. Teilweise gleichen sich die einzelnen Seiten zu 100 %, was mich allerdings nicht wirklich stört. Oftmals lesen sich solche Fluff-Teile etwas sperrig. Hier bekommt man sie nun in Dosen verabreicht und wird nicht gleich damit zugeschüttet.

Ich habe allerdings noch zwei Probleme. Zum einen ist der Ordner nun voll und da ich zu geizig war, mir die Conquest Ordner zu kaufen, muss ich mir was einfallen lassen. Zum anderen wird mein Pile of Shame immer größer. Dies werde ich aber im Zuge der Road-to angehen und zumindest einen kleinen Teil schon mal abarbeiten. 

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Lieferungen.


Wie steht ihr dem Abomodell gegenüber? Sammelt ihr selbst fleißig mit? Wenn ja, kommt ihr denn hinterher? Lasst es mich gerne wissen und schreibt es mir oder in die Kommentare.

Über Daniel "stix0r"

Seit 2000 im Hobby tätig. Angefangen habe ich mit Warhammer Fantasy und 40K. Neben Auftragsarbeiten male ich hauptsächlich für die Vitrine, aber spiele auch ganz gerne mal. aktuelle Projekte: Alien vs Predator, Death Guard, Tau, US & 8th Army für Bolt Action, Dropzone Commander UCM, US & British Army für Flames of War, Hydrophilia, Gelände und Monster für Frostgrave, Relic, diverse Großfiguren und Büsten Modelcount:  2016 - 115 / 2017 - 111 / 2018 - 211 / 2019 - 125 / 2020 - 105

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3 Comments on “Warhammer Conquest – Die fünfte Lieferung”

  1. Moin moin,

    erstmal vielen Dank an deine Hingabe zu berichten.
    Ich sammle auch fleißig mit. Die Death Guard fand ich schon immer interessant und kann sie mir Stück für Stück aufbauen.
    Die Space Marines wandern, bis auf einige Ausnahmen, unberührt ins Regal und werden durch die schon vorhandenen Modelle meiner Sammlung ersetzt damit die mal bemalt werden. Ja, dadurch verschiebt sich das Problem nur, aber kommt Zeit kommt Rat.
    Die Häppchen an Hintergrund und Regeln sind ideal. Darüber bringe ich Step by step meiner Tochter 40k bei und habe die ersten 10 Ausgaben auf Thousand Sons statt Death Guard umgeschrieben um so nem Freund das Spiel wieder schmackhaft zu machen. Klappt alles wunderbar.
    Derzeit versuche ich immer im Zeitraum von einer Lieferung zur nächsten alles zu bemalen, was nicht zu 100% klappt aber immerhin zufriedenstellend.

    Danke noch mal an dich und mach so weiter.

  2. Wie ist das eigentlich mit den Regeln? Sind das dann schon die der neuen Edition oder wird hier alles noch nach der letzten Edition, in der die Reihe ja gestartet (und in England wohl auch schon beendet?) wurde?

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