Review: Artel “W” Miniatures

Artel „W“ Miniatures

Aufgefallen ist sind uns Artel „W“ Miniatures durch ihre Miniaturen, die sehr stark an die Charaktere aus Dawn of War III und namhafte Helden aus Warhammer 40K erinnern. Diese waren Games Workshop wohl zu ähnlich und um einen Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen, wurden diese Produkte leider aus dem Sortiment genommen. Daraufhin haben sie ihren Shop mit ihren eigenen Miniaturen im 28mm Maßstab und seit kurzem auch mit Büsten gefüllt. Die Miniaturen ähneln zwar jetzt nicht mehr den namhaften Charakteren, man sieht ihnen aber dennoch ihre Nähe zum 40K-Universum an.

Artel „W“ ist ein Zusammenschluss von Designern, Künstlern und Hobbyisten aus Russland. Zwar sind sie räumlich weit voneinander entfernt, aber haben die Intention „beeindruckende Modelle für beeindruckende Leute“ zu produzieren. Ist Ihnen das gelungen?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, wurden uns 2 Miniaturen zugesandt. Vielen Dank schon mal dafür.

Ich schaue mir für euch folgende Miniaturen an:

Jack „Captain Blood” Meinhardt – 15,99 $

The Assassin – 15,99 $

Unboxing & Zusammenbau

Der Versand der Miniaturen verlief ausgesprochen unkompliziert. Nach ca. 14 Tagen kam die Lieferung trotz der Abfertigung durch den Zoll bei mir an. Hierbei kam es aber ebenfalls zu keinen Komplikationen, so dass keine weiteren Gebühren entstanden sind.

Das Päckchen einmal geöffnet, kam ein weiteres, formschön verpacktes Päckchen inkl. echtem Siegel zum Vorschein.

Darin eingeschlagen befindet sich der stabile Pappkarton mit Logo und den in Luftpolster eingeschlagenen Miniaturen. Diese sind jeweils in eigene Zipper-Beutel verpackt. Die 25mm Bases sind ebenfalls Bestandteil der Lieferung.

Die erste Miniatur ist „Captain Blood“. Insgesamt besteht sie aus 4 Einzelteilen – dem Körper, den Händen mit Kettenschwert und doppelläufiger Schrotflinte sowie dem Kopf.

Die Qualität des Gusses und der Detailgrad sind absolut überragend. Ich bin schon sehr penibel, was Gussgrate angeht, aber hier habe ich einfach gar nichts gefunden. Außer ein paar Angussstellen, die aber normal sind, gab es nichts nachzuarbeiten. Das wenige, was entfernt werden musste, ging aber absolut problemlos, da das Material relativ weich ist. Die Figur hat auf der Unterseite einen angegossenen Steg, so dass diese in Schlitzbases passt.

 

Da man bei dem Captain nicht viel ankleben muss, ist die Passgenauigkeit dementsprechend sehr hoch und der Zusammenbau innerhalb einer Minute erledigt.

Ich musste nicht einmal die Waffenläufe aufbohren, denn selbst dies wurde bereits beim Design und der Produktion berücksichtigt.

Die nächste Miniatur ist der Assassine. Dieser ist etwas umfangreicher und kommt inklusive modellierten Geländestück für die Base auf insgesamt 9 Teile.

Die Details sind wieder ausgesprochen scharf gegossen und sehr vielfältig, ohne dass das Modell zu überladen wirkt. Hier habe ich dann aber doch ein paar Gussgrate, wie hier am Bein, entfernen müssen.

Auch die Angussstelle am Ende des Mantels war etwas unschön, aber ließ sich auf Grund des angenehmen Materials sehr leicht entfernen.

Bei den Waffen musste man so gut wie nichts bearbeiten, da keine Fehler aufgefallen sind.

Nachdem alle Bauteile bearbeitet wurden, konnte der Zusammenbau erfolgen. Dieser ging sehr gut von der Hand, denn sowohl Ober- und Unterkörper haben eine stabile Verbindungsstelle bekommen. Die Arme haben einen dreieckigen Steg erhalten, sodass diese nur in einer bestimmten Ausrichtung an den Körper passen.

Rätselraten war dann allerdings bei den Waffen angesagt, denn ohne Bauanleitung war nicht gleich ersichtlich, wo diese hingehören. Nach einem Blick auf das Produktbild, konnte aber auch diese Hürde problemlos erfolgen. Die einzelnen Teile haben wieder ein paar Stege angegossen, wodurch sie genau in die Vertiefung am Mantel passen.

Der Stand der Miniatur ist ebenso durch diese Technik gesichert.

Damit ihr euch ein Bild der fertigen Miniaturen machen könnt, habe ich diese dann im 2-K-Verfahren grundiert und den Captain bemalt. Die Grundierung hielt sofort, obwohl ich die Figuren vorher nicht gewaschen habe. Nach ein paar Stunden Arbeit war der Captain dann auch schon fertig bemalt.

Und hier dann noch ein Größenvergleich der Figuren.


von links nach rechts: MK3 Space Marine von Games Workshop, Captain Blood, TGoG von Raging Heroes, Assassin, Callidus Assassine von Games Workshop


von links nach rechts: umgebauter Imperialer Cadianer von Games Workshop, Captain Blood, TGoG von Raging Heroes, Assassin, Necron Krieger von Games Workshop

Fazit

Ja sie haben es geschafft. Die Modelle sind wirklich beeindruckend und die Qualität des Gusses und der Detailreichtum sind einfach phänomenal. Ich würde behaupten, dass ich schon sehr viele Hersteller kenne und mit deren Miniaturen gearbeitet habe, aber diese haben mir in letzter Zeit am meisten Spaß gemacht. Wer also noch ein paar charakterstarke Miniaturen für seine Armee sucht, der sollte hier unbedingt zuschlagen. Ich werde mir auf jeden Fall noch einige Modelle von Artel „W“ zulegen, einfach nur um sie für die Vitrine zu bemalen.

Und hier noch einmal der Link zum Shop.

Über Daniel "stix0r"

Seit 2000 im Hobby tätig. Angefangen habe ich mit Warhammer Fantasy und 40K. Neben Auftragsarbeiten male ich hauptsächlich für die Vitrine, aber spiele auch ganz gerne mal. Aktuelle Systeme: AvP, Dropfleet Commander, Frostgrave, Warhammer 40K aktuelle Projekte: Aliens für AvP, Death Guard, Deutsche für Bolt Action, Römer für Hail Caesar, Gelände und Monster für Frostgrave, Relic, diverse Großfiguren und Büsten

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8 Comments on “Review: Artel “W” Miniatures”

  1. Sehr schöne Modelle, aber nur durch deine Bemalung kommen sie wirklich zur geltung. Wirklich super geworden! Danke für die Review und den vielen guten Content den ihr schon auf der neuen Seite geliefert habt!

  2. Schickes Review und netter Blick auf die Figuren des Herstellers.

    Vorausgesetzt ihr habt am WordPress-Editor nichts gravierend umgestellt (falls das überhaupt geht), schlage ich vor die Bilder etwas anders einzubinden. Sieht dann einfach besser aus.

    1) Bildunterschriften benutzen. Vor allem bei den Größenvergleichen würde das gut passen.
    2) Einzelbilder zentrieren.
    3) Bei mehreren Bildern als ein “Block” die Galerie-Funktion verwenden. Dort kann man Option wie zB “Gekacheltes Mosaik” einstellen. Dann sieht es auch bei ungerader Bilderanzahl und Bildern mit unterschiedlichen Größen bzw. Seitenverhältnissen schick aus.
    🙂

    Gruß
    pfibp

  3. Gibts vom Blutpakt mehr Minis zu sehen und wie sind die umgebaut?

    Artel “W” verfolge ich schon länger, daher hat mich das Review nicht überrascht, aber erfreut, dass sie mehr Aufmerksamkeit bekommen. 🙂

    1. Artel “W” habe ich auch schon lange auf dem Schirm gehabt und konnte mir nun endlich selbst ein Bild der Qualität der Minis machen.

      Vom Blutpakt gibt’s leider keine Bilder. War ursprünglich vor ca. 7 Jahren als Armee angedacht, aber der Aufwand war mir dann doch zu hoch, weshalb es bei einer Mini geblieben ist 🙂
      Der Umbau erfolgte mit normalen Cadianern und Köpfen von Puppets War und verziert mit ein paar Ketten.

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