Projekt: Dropfleet Commander

Wie alles begann – Vom Hype über Verzögerung bis Gleichgültigkeit

Als Hawk Wargames 2015 die ersten Bilder für den Kickstarter ihres neuen Spiels Dropfleet Commander zeigten, war ich sofort hin und weg. Die Designs der Schiffe sprachen mich sofort an und die Tatsache, dass Andy Chambers, welcher schon für die Battlefleet Gothic Regeln verantwortlich war, nun auch federführend für dieses Werk ist, überzeugte mich dann vollends. Also stieg ich mit einem sehr großen Pledge in die Finanzierungskampagne ein und verfolgte täglich die Updates.

Wie es bei Kickstartern aber nun mal so ist verzögerte sich die Auslieferung des Kickstarters nicht gerade unerheblich. Im Oktober zog sich dann Hawk Wargames vollends den Unmut der Community zu, da sie nun das Spiel zuerst in die Läden brachten, bevor an die Unterstützer des Projekts ausgeliefert wurde. Im Dezember habe ich dann endlich mein Paket erhalten, auf Grund eines langen Krankenhausaufenthalts und der Tatsache, dass ich auch leicht angepisst war, blieb der Karton nach einer kurzen Sichtung erst einmal komplett unbehandelt.

Motivation Malathon

Wer kennt das nicht? – Die Menge an unangetasteten Miniaturen und Projekten stapelt sich im Schrank oder Kartons und man kann sich einfach nicht aufraffen, diesen Berg abzuarbeiten. Somit wird der sogenannte Pile of Shame natürlich immer größer und die Motivation sinkt weiterhin. Daher warten neben Dropfleet Commander noch einige Projekte in diversen Kisten, Schränken und Vitrinen.

Irgendwann ist der Berg aber so groß, dass er zur Belastung wird und man sich gleich noch weniger motiviert fühlt. So erging es mir dann auch und ich brauchte einen Anschub, um mich endlich mal wieder aufzuraffen etwas zu bemalen.

Da alle in der Redaktion schon sehnsüchtig darauf gewartet hatten und fleißig am Vorbereiten waren, sah ich mich natürlich auch gezwungen, da einzusteigen. Ich war mir allerdings sehr unschlüssig, dass ich es überhaupt schaffen werde, da ich erstens nicht wusste, was ich bemalen sollte und zweitens ein viel zu langsames Maltempo aufzuweisen habe.

Nach langem Überlegen entschied ich mich den größten Karton in der Sammlung anzugehen und mich der UCM Flotte zu widmen.

Nun musste noch ein passendes Farbschema her, welches ich relativ schnell unter Einsatz der Airbrush verwirklichen kann. Hierzu habe ich das halbe Internet durchforstet, aber im Endeffekt konnte ich mich auf ein Schema festlegen und die ersten Testmodelle bemalen.

Verlauf

Nachdem ich dann die richtige Variante beim Vorgehen gefunden hatte, ging der Aufbau der Flotte sehr gut vorwärts. Ohne Plan vom eigentlichen Spiel, habe ich erst einmal von allen möglichen Schiffstypen etwas gebaut. Da ich immerhin 4 Starterflotten und noch jede Menge Zusatzgussrahmen zur Hand hatte, sollte dies auch kein allzu großes Problem darstellen.

Ungefähr zur Halbzeit kündigte sich ein 1-wöchiges Seminar an. Nun bestand die Gefahr nicht rechtszeitig fertig zu werden. In weiser Voraussicht, habe ich aber meine Bastelsachen eingepackt und mich abends dran gesetzt um aus übrig gebliebenen Bitz ein paar Korvetten zu bauen. Die Originalmodelle fand ich nicht so berauschend und da ja genug Kleinteile übrig geblieben sind, habe ich mich eben selbst als Schiffdesigner probiert.

Ein wenig Abwechslung brachte dann auch das Zivilschiff, da dies etwas knalliger werden sollte um dem Luxusanspruch der gehobenen Gesellschaft gerecht zu werden.

Danach ging ich wieder frohen Mutes an die UCM-Schiffe. Das nächste Highlight beim Malen und Basteln war dann das große Battleship. Der dicke Resinklotz war vom gesamten Grundaufbau schon was komplett Anderes und auch die Magnetisierung eine kleine Herausforderung. Das lag unter anderem auch daran, dass die Passgenauigkeit bei den Resinmodellen von Hawk Wargames nicht allzu gut war.

Mit den letzten Kreuzern und Fregatten habe ich dann das Projekt und den Malathon erfolgreich beenden können.

Fazit

Dieses Gefühl, wenn man die letzten Teile aus einem Gussrahmen heraustrennt, das letzte Modell angemalt und fotografiert hat – einfach unbeschreiblich. Seit dem Stand die Flotte zwar meistens in der Vitrine, aber immerhin konnte ich schon 3 Spiele bestreiten und bin nach wie vor angefixt von dem System. Ich bin sehr gespannt wohin die Reise mit Dropfleet Commander geht, nachdem TT Combat die Firma übernommen hat.

Ich hoffe euch hat der kleine Rückblick gefallen. Würden euch denn Tutorials von der Bemalung oder den Umbauten interessieren? Lasst es mich einfach wissen und ich bereite gerne etwas für euch vor.

Über Daniel "stix0r"

Seit 2000 im Hobby tätig. Angefangen habe ich mit Warhammer Fantasy und 40K. Neben Auftragsarbeiten male ich hauptsächlich für die Vitrine, aber spiele auch ganz gerne mal. Aktuelle Systeme: AvP, Dropfleet Commander, Frostgrave, Warhammer 40K aktuelle Projekte: Aliens für AvP, Death Guard, Deutsche für Bolt Action, Römer für Hail Caesar, Gelände und Monster für Frostgrave, Relic, diverse Großfiguren und Büsten

Alle Beiträge von Daniel "stix0r" →

12 Comments on “Projekt: Dropfleet Commander”

  1. Die lange Wartezeit bei KS hat mir auch ordentlich die Laune für physikalische Spiele verhagelt. Gerade der erste Kaufimpuls, weil “das Teil so geil” aussieht wird immer weniger. Dazu kommt dann noch der Preis, der oft jenseits von gut und böse liegt. (Oder Portokosten, die über dem eigentlich Pledge liegen)

    Fein gemalt, hoffen wir, dass du noch lange Spaß am System hast.

  2. Hi Daniel,

    danke Dir für den schön geschriebenen Artikel.

    Einen kleinen Verbesserungsvorschlag hätte ich jedoch noch 😉
    Falls möglich, würde ich mir in zukünftigen Artikeln nicht nur die Erwähnung des Farbschemas wünschen, sondern ein etwas detaillierteres Eingehen auf Schema, Farben und Technik. So hätte man bei Gefallen Deiner “Vorlage” schon mal etwas Hilfe bei der eigenen Flotte/Armee/etc.

  3. Moin.
    Danke für diese Einleitung in das Projekt Dropfleet Commander!
    Was hast Du als Grundierung genutzt?
    Wie bist Du von der Reihenfolge bei dem Zivilschiff vorgegangen und welche Schritte hast Du mit der Airbrush gemacht?
    Ein Tutorial wäre auf super. Weil nach betrachten der Detailbilder sind noch einige Fragezeichen aufgeploppt.
    Gruß

  4. Da fragst du noch 😀

    Immer her mit Tutorials oder Arbeitsweisen.

    Du hast eine schönen Strukturierten Schreibstil. Dazu noch die passenden Bilder. Das sind immer sehr angenehme und gute Blocks die du wiedergibst.

    Also wenn es dir nicht zu viel Arbeit ist, Bitte einen Teil 2

  5. Ich habe auch noch einiges von DFC hier rumliegen und bin noch etwas unentschlossen was ich damit machen soll. Ein Schritt für Schritt Bericht käme da gerade richtig.

    Wolltest du nicht auch einen für die Aliens von AvP machen?

  6. Deine UCM gefallen mir extrem gut. Über ein Tutorial zur Bemalung würde ich mich freuen.

    Schade, dass Dropzone und Dropfleet gerade so etwas rumdümpeln. Gerade das Design beider Systeme ist toll. Ich hoffe mal, dass TT-Combat das bald richtig zum Laufen bringt.

  7. Ich kann mich den Kommentaren nur anschließen. Sehr schöner Beitrag. Ich muss gestehen, DFC hat mich schon immer gereizt, ich habe es mir aber noch nicht zugelegt, da es leider an Mitspielern mangelt und die Mengen an unfertigen Figuren trotz Malathons nur unwesentlich abgenommen hat. Aber ich werde es auf jeden Fall weiterhin im Auge behalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.