Adventskalender: Türchen 4 – Nachlademarker zum Selbergießen

Hallo und willkommen zu einem weiteren kleinen Basteltipp.

Wie ihr sicher wisst, spielen – wie viele in der Redaktion – Christian und ich gerne Freebooter’s Fate. Nun muss man dort den Ladezustand vieler Waffen durch Lademarker kennzeichnen. Da meine Imperiale Armada sehr schnell einige Arkebusen enthalten kann und Christian mit  Goblins und Piraten gerne viele Pistolen aufstellt, brauchen wir davon einige.

Von Freebooter Miniatures gibt zwar Nachlademarker, aber diese haben Christian nicht überzeugt.  Er würde einige Sätze davon benötigen und so behalfen wir uns bisher mit Glassteinen und Blechmünzen.

Nun hatten wir letztens die Idee, Sebbos Vorschlag aus dem Freebooters Podcast umzusetzen und eine Spielzeugpistole auf eine Base zu kleben. Da Christian gerne Resinguss betreibt, wollte er daraus Marker gießen. Dazu klauten liehen wir uns von unserem Neffen eine Playmobil-Pistole. Christian hätte da eine einfach MDF-Base als Untergrund gereicht, ich wollte aber gerne einen piratischen oder wenigstens nautischen Hintergrund haben. Nur MDF wäre mir zu langweilig.

Als LARPer haben wir aber einen reichen Fundus an Kupfermünzenmedaillen. (Münzen darf nicht jeder prägen, Medaillen schon 🙂 ) Da fanden wir eine mit schönem Schiffshintergrund.

Schnell noch einen Rahmen aus Hartschaum gebaut und schon kann das Urmodell abgegossen werden.
Wie immer hatte der erste Gießling noch keine 100 %ig gute Qualität und Christian fertigte diesen aus Stewalin. Aber mich überzeugte schon dieser. Aus Haltbarkeitsgründen müssen die Marker natürlich aus Resin gegossen werden, aber schon die ersten paar aus ungefärbtem Resin überzeugten mich.

Besonders gefiel mir natürlich, dass das Schiff gut zu erkennen war.
Christian bemalte und tuschte auch gleich einen ganz grob, um die Struktur noch weiter zu verdeutlichen.

Christian muss nun noch vier oder fünf richtig gute Abgüsse machen, damit er eine Form für mehr Marker bauen und in die Massenproduktion gehen kann. Schließlich braucht er alleine für Rosso schon vier Stück und will für seine Goblins schön ranzige Münzen, wo ich natürlich blinkendes imperiales Gold bevorzuge.

Was haltet ihr von den Markern? Würdet ihr gerne noch mehr und vertieft etwas über Resinguss erfahren? Und würdet ihr gerne welche von diesen Markern gewinnen?

Dann schreibt es uns in die Kommentare und denkt an unsere Adventsaktion.

10 Comments on “Adventskalender: Türchen 4 – Nachlademarker zum Selbergießen”

    1. @ Mide (und auch Vacon): Ja ist in Planung. Eigentlich schon seit ziemlich langer Zeit. Das Nachgießen gestern (ja, hier wird mit heißer Nadel gebloggt 😉 ) hat mich auf Ideen gebracht, wie ich statte eines monströs langen Artikel daraus eine kleine Serie machen kann.
      Vielleicht kommt ich bald dazu…so 2020 😀

  1. Wow, tolle Idee und tolle Umsetzung! Macht richtig was her und integriert sich garantiert super im Spiel.

    Großes Lob an der Stelle.

    Wenn ihr den genaueren Hergang des abgießen erläutern könntet, wäre das super 😉

    1. Hach – das sind Dinge die sich besser in Videoformaten machen. Bei TWS findest du viele Grundlagen zum Stewalinguss, die auch für Resin gelten.
      In einem Blog lässt sich das schlechter erläutern, da ich ungern mit evt. Resinverschmutzten Fingern mit der Kamera hantiere – ich bin einfachen (laborroutinierter) Tollpatsch

      in diesem Podcast https://www.magabotato.de/2016/03/episode-38/ haben wir uns auch schon mal vertieft über Guss unterhalten, aber ich habe schon was in Planung

  2. Hallo, was mich immer noch von Resinguss abhält ist die Haltbarkeit der Formen. Wäre schön zu hören wie viele du aus einer Form bekommst.

    Super Idee. In meinem Kopf brodelt es schon!

    1. geht es etwas weit, aber…
      – ich hatte bisher noch keine Probleme mit Formenverschleiß, aber halt auch primär Kisten, Fässer und Bases gegossen
      – ich habe aber auch relativ niedrige Ansprüche
      – die meisten meiner Gussfehler kommen vom Gießen&Mischen, nicht von der Form
      – ich nutze Trennmittel auf Teflonbasis
      – wie schon gesagt, soll es ja nicht bei der Einzelform bleiben, sondern kommt bald eine Viererform. Wenn die zehn Abgüsse durchhält, bin ich ja bis fürs Erste fertig.

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