Die Redaktion präsentiert ihre Weihnachtswichtel

Fröhlichen vierten Advent (nachträglich)!

Vor ein paar Wochen wurden in der Redaktion die Wichtelpaarungen ausgelost. Ob und was aus diesen Tauschgeschäften geworden ist, zeigen wir euch in diesem Beitrag.

Viel Spaß!

 

Hannes

Die Starterbox war mein erster Kontakt mit dem Kunststoff von Warlord Games und was soll ich sagen? Ich bin mäßig begeistert. Zwar wirken die Details scharf, jedoch gehen sie beim Malen schnell verloren. Außerdem ist das Material sehr wabbelig. Es gab mehr als einen Moment, an dem ich mich gefragt habe, ob ich die Miniatur richtig auf die Base geklebt habe. Dennoch hat mir das Malen Spaß gemacht, da meine Farbpalette dieses Mal ausgesprochen bunt war.


Markus

Das Rätsel um meine mysteriöse Miniatur ist dank unseres Lesers TeachermanWZ gelöst, denn er hat meinen Wichtel erkannt und uns mitgeteilt, dass die Miniatur von Fenryll ist. Vielen Dank an dieser Stelle für die Aufklärung.

Ich habe lange überlegt, wie ich meinen Wichtel anmalen will. Als ich mal wieder das Video zum Lied „True Survivor“, gesungen von David Hasselhoff, angeschaut habe, kam mir die Idee, die Miniatur wie „The Hoff“ im Video zu bemalen.

Falls ihr das Video nicht kennt: hier zum Video.

Und so sieht meine David Hasselhoff Version meines Wichtels aus:


Michelle

Wie ihr sehen könnt, habe ich mich für den Dinosaurier entschieden. Ich nenne ihn liebevoll „Rudolph, the red nosed Dino“.

 

Ich wollte von Anfang an etwas Weihnachtliches mit meinem Modell anstellen. Der zweiköpfige Wolf hätte ebenfalls Potenzial gehabt, aber letztlich hatte ich beim Dino ein besseres Gefühl. Das Thema wurde inspiriert durch meinen Lieblingsweihnachtsfilm als Kind: Rudolph.
Es hat sehr viel Spaß gemacht, ein entsprechendes Farbschema auszuarbeiten und eine ungefähre Bemalskizze anzufertigen. Diese erspare ich euch allerdings lieber.
Alles in allem habe ich circa vier Stunden in die komplette Bemalung und die Base investiert. Ganz guter Schnitt, wenn man bedenkt, dass ich in meinem ganzen Leben erst fünf Modelle bemalt habe. Dementsprechend habe ich mir bisher auch noch keine professionellen Techniken aneignen können, aber für mich steht sowieso eher der Spaß im Vordergrund.
Rudolphs Nase habe ich mit feinem, roten Glitzer zum Leuchten gebracht und auch das Halsband mit den typischen „Glöckchen“ durfte nicht fehlen. Seine Farbgebung und das Muster auf seiner Haut wurden durch Referenzbilder von Dinosauriern und Rentieren inspiriert. Ein Hoch auf Sebbos umfangreiche Sammlung, aus welcher ich imir rot-braune, beige und dunkelbraune Töne und die passenden Akzent- und Mischfarben ausleihen durfte.
Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ich beim Wichteln mitmachen durfte und bedanke mich bei Seppel für die tollen Modelle!


Michael

Da ist er nun, mein fertiger Wichtel. Ich habe mich, nach meinem ersten Impuls, an orangene Farben gehalten, größtenteils trockengebürstet und gewasht (mit Ölfarben). Ich kann mir nicht vorstellen, was die Kuh den drei Peitschenjockels angetan hat aber sie werden sie nicht friedlich schlafen lassen.

Das Fass ist ein 3D-Druck von vor mehreren Jahren, die Kiste ist von Tabletop-Art und sie lockern das Diorama etwas auf. Die Grasbüschel habe ich mir mal selbst gebastelt und gehören für mich einfach so, weil ich keine saftige Wiese haben wollte. Der Boden wurde mit dunklem Braun bemalt und mit Ocker gebürstet, danach kamen noch ein paar Pigmente obendrauf, die mit Isopropanol versiegelt worden sind.

Trotz der merkwürdigen Szene hat mir das Bemalen der noch merkwürdigeren Modelle durchaus Spaß gemacht, gerade weil ich mich mal wieder am Trockenbürsten versucht habe, einer Technik, die ich schon längere Zeit aus meinem Repertoire verbannt hatte, ohne einen wirklichen Grund dazu zu haben.


Sebbo

Der Adlersoldat ist eine der ungewöhnlichsten Miniaturen in meiner Sammlung. Trotzdem, oder gerade deswegen, hatte ich viel Spaß mit dem Modell. Wirklich viel gibt es zur Bemalung nicht zu sagen, da ich nichts außergewöhnliches versucht habe. Eine Mischung aus Contrast-Farben, „gewöhnlichen Farben, Washes und Highlights habe ich einen entspannten Nachmittag genutzt, um den Soldaten mit Farbe zu bedenken. Für die Base habe ich eine supergünstige Holzscheibe aus dem Bastelbedarf eines Euro-Ladens verwendet. Weder Farbe, noch Klebstoff haben sie verzogen und sie somit zu einer meiner absoluten Budget-Entdeckungen des Jahres gemacht.

Ich hoffe mein geflügelter Granatenschleuderer gefällt euch. Ich jedenfalls hatte viel Spaß damit und danke meinem Wichtel für die coole Miniatur 🙂


Seppel

Die Entscheidung ist gefallen! Ich brauche eine Vitrine! Verdammt bin ich glücklich mit und stolz auf dieses Modell!

Aber der Reihe nach. Lange saß ich vor dem Modell und habe überlegt, was ich draus mache. Nach etwas Recherche hab ich ein originales Bild von der Mini gefunden. Meh. Ein Speer mit dem Band unten dran. Das ist ja Quatsch…

Ich drehte vorsichtig die Einzelteile in der Hand bis die Entscheidung fiel: Erstmal umbauen.

Kurzum, ich mag Peitschen. Das klingt jetzt erstmal komisch, ist aber auf ein „traumatisches“ Erlebnis in meiner Kindheit zurück zu führen. Mein Onkel hat mich damals viel zu früh die Indiana Jones Trilogie sehen lassen. Das hat, sehr zum Leidwesen meiner Mutter, viele alptraumbehaftete Nächte mit „Monkeybrain on the rocks“ nach sich gezogen. Der Held mit der Peitsche hat sich aber noch viel tiefer eingebrannt. Und wehe, ein Schlauberger moniert jetzt, dass Peitschen unter Wasser keinen Sinn ergeben. Ist halt Fantasy und so!

Also, Draht ab. Spitze ab und nach unten packen. Peitsche oben dran. Geil! Auch wenn ich etwas skeptisch die chemische Reaktion zwischen Kleber und Resin beobachtet habe, ging alles gut.

Was nun folgt, ist die bildhafte Entwicklung meines Wasserkriegers, Step by Step. Hier trotzdem nochmal anteilig in Worten: Den Anfang machte eine weiße Grundierung, gefolgt von einem schwarzen Wash. Alles wieder mit einem reinen Weiß aufgebürstet um die Schatten in den Tiefen zu erzeugen. Körper, Schwanz und Schild wurden dann mit Contrast-Farben bemalt. Dafür war auch hauptsächlich die ganze Vorarbeit.

Durch Zufall ist es noch gar nicht so lange her, dass ich ein Video von Paintomancy fand, welches ich als Inspiration für die Flossen nutzte.

In den Trocknungsphasen habe ich mich um die Base gekümmert. Ich wollte etwas schlichtes, weil das Hauptaugenmerk auf der Figur liegen sollte. Das Schneckenhaus passte von der Größe her gut, aber ich wollte es nicht anmalen. Also habe ich mal den „natürlichen“ Look gewählt und nichts auf der Base bemalt. Ich finde es recht stimmig. Auch mit dem nur wenigen obligatorischen Grün.

Beinahe kam es dann doch noch zum Schrottwichteln. Beim Abtrennen von der Bemalungsbase, brach mir einfach ein Arm ab. Widerlich spröde dieser Druck. Böse Zungen würden behaupten, dass das ein Grund war, warum sich mein Wichtel von dem Fischkopp getrennt hat. Einsetzen werde und kann ich ihn in keinem meiner Systeme. Die ganze Figur ist so spröde/zerbrechlich, da müsste ich immer gleich eine Tube Sekundenkleber mit einpacken.

Bitte gebt der Kombination aus „Naturbase“ und bemalter Figur etwas Zeit zum Wirken. Je häufiger ich sie mir angucke, desto besser passt es für mich. Ich finde, der Flossenfüßler ist mir wirklich gut gelungen und ich brauche jetzt eine Vitrine. Hier aber nun endlich das Endergebnis:


Steven

Wie ich schon bei der Präsentation meines Wichtels erwähnt habe, war die Freude sehr groß, den Wauzi zu bemalen. Ich hatte auch Ideen für Techniken, welche ich gerne ausprobiert hätte. Aufgrund des Zeitmangels habe ich mich dann aber dazu entschlossen, einen anderen Ansatz zu verfolgen. Das Modell sollte Liebe erfahren, aber das ganze innerhalb einer vorgegebenen Zeit.

Drei Malabende mit Netflix-Unterhaltung hab ich mir Zeit gegeben, die Mini fertig zu stellen. Am ersten Malabend wurde das Fell in Angriff genommen. Eigentlich wollte ich es grau machen, wie es sich gehört. Jedoch bin ich wieder bei braun gelandet. Da ich nicht washen wollte, entschied ich mich für Rhinox Hide als Grundfarbe für das Fell. Anschließend bürste ich, mit einer Mischung aus Citadel Rhinox Hide und Orange Brown von Vallejo, das ganze heller, wobei ich immer für die erhabeneren Stellen fast nur noch Orange Brown nutze. Nachdem dies erledigt war und ich schon einen schönen Kontrast zu den tiefen Stellen des Fells hatte, hellte ich die „Kanten“ des Fells immer weiter auf indem ich dem Orange Brown Ice Yellow von Vallejo hinzufügte und mich so hoch schichtete.

Als ich mit dem Ergebnis zufrieden war, war der erste Abend auch schon vorbei. Ein Freund hatte mir noch empfohlen, die hellen Parts noch mehr aufzuhellen, um für mehr Kontrast zu sorgen, jedoch bin ich da noch etwas ängstlich, da ein Ivory schon sehr stark aufhellt.

Der zweite Malabend stand im Zeichen der Klamotten. Welche Farbe sollte ich nehmen? Behalte ich das Farbschema meines alten Blood Bowl-Teams bei (lose der englischen Flagge nachempfunden) oder orientiere ich mich am aktuellen Farbschema des Nekromanten Teams von GW? Ich entschied mich für das Orange, jedoch ohne Streifen, da ich ja Zeit sparen wollte. Mein Grundton sollte Jokaero Orange werden, welches ich immer weiter mit Fire Dragon Bright und Ice Yellow aufhellte. Auf der anderen Seite mischte ich mir mit Troll Slayer Orange ein dünnes Glaze, welches ich über die Stoffparts zog um die Übergänge etwas weicher zu gestalten. Neben dem Stoff wollte ich die Metallparts auch schon anfangen und überlegte, ob ich NMM oder Metallfarben nutzen sollte. Da ich noch nicht so gut mit NMM bin, wollte ich dies weiter an der Figur üben. Hier kamen nur drei Farben zum Einsatz: Steel Gray und Ivory von Vallejo und Matt Black von Army Painter. Da ich einige Schwierigkeiten habe, mir trotz entsprechende Grundierung im Vorfeld, Licht auf den Minis vorzustellen, habe ich einfach frei Schnauze gearbeitet und da aufgehellt, wo ich es als richtig erachtet habe.

In der Detailansicht sieht das ganze leider nicht so sauber aus wie erhofft, aber meine Redaktionskollegen sagten, bei einer Armlänge Abstand sieht das alles ganz anders aus. Diese Narren. Sie sollten doch wissen, wie kurz meine Arme sind 😉

Der dritte Abend stand im Zeichen der Augen, übersehender Parts (jeder kennt das) und ein paar Highlights. Da ich schon den orangefarbenen Stoff hatte, wollte ich der Mini eigentlich grüne Glühaugen schenken, dachte mir aber: Augen kann ich noch nicht so gut. Also üben wir das doch nochmal. Und so wurden sie wieder Gelb. Beim Bemalen der Augen fiel mir auf, dass der Miniatur noch Zähne und Zahnfleisch fehlen. Also auch hier nachbessern und auch nicht die ganzen Lederteile vergessen.

Leider ist mir die Mini zweimal umgefallen, da sie sehr frontlastig ist. So musste ich beim Fell auch noch einmal nachbessern, da die Farbe dort leider abgeplatzt ist. Man kennt es… Nachdem auch dies gefixt wurde, bekam die Base noch etwas Liebe in Form von Farbe und Grasbüschel und dann sollte es auch gut sein.

Ich bin mit dem Ergebnis soweit zufrieden, auch wenn man sicher etwas mehr Details hätte ausarbeiten können und ich hier und da auch hätte sauberer arbeiten können. Aber für meine Verhältnisse geht es schon in die richtige Richtung einen Kompromiss aus Detailverliebtheit und Mut zur Lücke zu finden.


Wir hoffen, die gezeigten Modelle gefallen euch. Wollt ihr auch mal beim Wichteln mitmachen? Macht ihr etwas ähnliches in eurem Freudeskreis oder Spieleclub? Lasst es uns wissen und schreibt es uns in die Kommentare.

Bleibt gesund!

Eure Magabotatos

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4 Comments on “Die Redaktion präsentiert ihre Weihnachtswichtel”

    1. Hallo Lennier,

      danke für deinen Kommentar.

      Ich will nicht zu viel versprechen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir nochmal wichteln ist schon sehr hoch… ; )

      LG
      Seppel

  1. Arrhoi

    Da habt Ihr Euch alle sehr reingehängt. Respekt.

    Dieses Jahr gab es beim Tablepott ebenfalls eine Wichtelaktion, welche von Salih initiert wurde. Bis zum 15.11. mussten 5 Figurenwünsche eingereicht werden. Hierbei musste es sich um Figuren für Freebooters Fate handeln.
    Spätestens zum 15.12. sollten die bemalten Figuren dann auf die Reise gehen.

    1. Hallo MGP,

      vielen Dank, für Dein positives Feedback.

      Die Aktion habe ich mitbekommen und auch anteilig verfolgt. War acuh eine schöne Idee von Salih.

      LG

      Seppel

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